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Kreis Segeberg

Berliner Polizei: "In unserer Einsatzkleidung stecken Menschen"

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Foto: Jannis Tobias Werner / shutterstock

Hamburg/Bad Segeberg/Berlin – Die Berliner Polizei hat heute Stellung zu den Vorwürfen gegen ihre Kollegen bezogen, die aus ihrer G20-Unterkunft in Bad Segeberg frühzeitig wegen angeblicher deutlicher Verfehlungen zurück nach Berlin geschickt wurden. Hier ein Auszug aus dem Schreiben im Wortlaut.

„Ja, wir haben gefeiert! Gestern wurden drei unserer in #Hamburg zum G20-Einsatz unterstützenden Hundertschaften vorzeitig wegen einer aus dem Ruder gelaufenen Feier nach Hause geschickt. Wie unangemessen die Feier war, lassen wir uns von unseren Kolleginnen und Kollegen derzeit detailliert schildern und entscheiden dann über mögliche Konsequenzen.

Von „Sexorgien“ und „Partypolizei“ ist nun öffentlich die Rede. Dabei ist sehr viel Spekulation.
Fakt ist, drei unserer Hundertschaften waren in einem Containerdorf in Bad Segeberg, ca. 70 km nördlich von Hamburg untergebracht.

Sie sollten in den kommenden Tagen die Hansestadt zum G20 Gipfel sichern. Außerhalb des Einsatzes haben sie dann am Abend spontan zwischen den Containern gefeiert. Sicher auch weil zwei ihrer Kollegen Geburtstag hatten. Die Feier hat auf dem abgeschlossenen Gelände stattgefunden. Dabei wurde getrunken, getanzt, gepinkelt und ja scheinbar auch „gebumst“, wie es unser Pressesprecher so schön formuliert hat.

Darüber wird derzeit viel diskutiert. Wir wollen eine Sache gerne hier loswerden:

In unserer Einsatzkleidung stecken Menschen

.Bei unserer Bereitschaftspolizei arbeiten hauptsächlich junge Menschen, die im Einsatz große Verantwortung tragen. Diese jungen Kolleginnen und Kollegen arbeiten sehr professionell. Seit Jahren werden sie von anderen Bundesländern für die verschiedensten Einsätze angefordert. Der hohe Einsatzwert wird dabei durchweg gelobt. Auch hier in Berlin halten sie, egal ob Tag ob Nacht ihren Kopf hin und sorgen 24h rund um die Uhr für Sicherheit. Und das ist bei dem hohen Einsatzaufkommen nicht immer einfach.“

Tatsächlich kann man viel Verständnis für die Situation der betroffenen Polizisten aufbringen. Eingefercht in einem Containerdorf ohne viel Ablenkung. Und wie nötig oder fair es ist, dass überhaupt Fotos und Infos über ihr Verhalten an die Öffentlichkeit kamen und ob sie damit eigentlich irgendwem geschadet haben. Dass sich „nur“ Menschen in den Uniformen beginden, zeigt sich tatsächlich auch so wieder sehr deutlich und dass man das sieht, ist ja nichtmal verkehrt.

Interessant ist aber – als Nebeneffekt – ein anderer weiterer Aspekt. In manchen Kommentaren wurde die Unterbringung als „unwürdig“ und „langweilig“ eingestuft. Man bedenke, dass das zuvor Unterbringungen für Flüchtlinge waren. Polizisten führten an, sie hätten „gelangweilt aufeinandergehockt“, so das Ablenkung wichtig gewesen wäre. Ersetzt man die Polizisten nun durch Flüchtlinge und es würde hier um einen Vorgang gehen, bei dem gelangweilte Geflüchtete Partys feiern, Alkohol trinken und gegen den Zaun urinieren, wären manche, die das Verhalten der Polizisten jetzt nachvollziehbar und eben nur „menschlich“ finden, sicherlich etwas aufgebrachter.

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Kreis Segeberg

Phosphor-Gefahr: Polizei warnt vor vermeintlichem Bernstein

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Polizei Pressesprecher
Archivfoto: SL

Wedel – Am späten Freitagnachmittag ist es am Wedeler Elbstrand zu einer gefährlichen Verwechslung zwischen Bernstein und Phosphor gekommen.

Um 18:51 Uhr alarmierte eine Spaziergängerin die Wedeler Polizei und Feuerwehr, nachdem sich ihr vermeintlicher Bernsteinfund selbst entzündet hatte. Am Elbstrand hatte die 41-Jährige aus Moorrege in der Nähe des Beachclubs zuvor einen ca. einen Zentimeter großen Stein, den sie für Bernstein hielt, im noch nassen Sand gefunden und in ihre Jackentasche gesteckt. Als sie sich wenig später auf eine Bank setzte und die Jacke neben sich legte, machten Andere sie plötzlich darauf aufmerksam, dass ihre Jacke brenne.

Nach den Schilderungen gingen Feuerwehr und Polizei davon aus, dass es sich bei dem Bernsteinfund um Phosphor gehandelt haben dürfte, welcher sich in Verbindung mit Sauerstoff selbst entzündet hatte. Aufgrund der Gefahrenlage entsandte die Einsatzleitstelle daher vorsorglich einen Rettungswagen und einen Notarzt und alarmierte außerdem den Löschzug „Gefahrgut“ des Kreisfeuerwehrverbands Pinneberg.

Erste Einsatzkräfte konnten jedoch vom Einsatzort Entwarnung für den Rettungsdienst geben: lediglich die Jacke war stark beschädigt, die Frau selbst war aber unverletzt geblieben. Rettungswagen und Notarzt konnten den Einsatz daher zeitnah wieder abbrechen. Die Feuerwehr dagegen suchte im Einsatzverlauf den übrigen Strandbereich ab, ohne jedoch weitere vergleichbare „Steine“ zu finden.

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang vor der gefährlichen Verwechslungsgefahr von Bernstein und Phosphor. Weißer Phosphor wurde im zweiten Weltkrieg als Bestandteil von Brandbomben eingesetzt und wird heute noch nach vielen Jahren an die Strände gespült.

Im Aussehen ist er leicht mit Bernstein zu verwechseln. Sobald der Phosphor jedoch trocknet, reagiert er mit Sauerstoff, entzündet sich selbst und ist auch mit Wasser nicht mehr zu löschen.

In Hosen- und Jackentaschen kann der gefährliche Fund dann zu schwersten Verletzungen führen, wenn der Phosphor mit 1.300°C verbrennt. Die entstehenden Verbrennungen sind dabei weitaus schwerwiegender, als normale Brandwunden, und sind in der Regel nur noch durch Hauttransplantationen in Spezialkliniken zu behandeln.

Vermeintliche Bernsteinfunde sollten Sammler und Spaziergänger daher niemals in der Kleidung oder am Körper, sondern in geeigneten Dosen und Behältern transportieren und aufbewahren.

Wikipedia-Info zu Phosphor

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Kreis Segeberg

Nach Mord an Boxer (22) hofft die Polizei auf Hinweise

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Polizeiabsperrung Symbolfoto: Stormarnlive

Hamburg/Itzehoe – Nachdem die Identifizierung der am Rastplatz Holmmoor an der A7 gefundenen Leiche mittels des Fingerabdruckabgleichs und sonstiger Merkmale erfolgt ist, liegt nun das Ergebnis der DNA-Analyse vor.

„Danach handelt es sich bei dem Toten definitiv um den 22 Jahre alten und seit Ende Juni 2017 vermissten Boxher aus Schenefeld“, teilt die Polizei mit.

Die Ermittlungen der Itzehoer Mordkommission in diesem Fall dauern aktuell an. Wer tötete das große Hamburger Boxtalent Tunahan Keser und warum? Wer schoss seinem Trainer kurz zuvor ins Knie ?

Da die Beamten bisher keine Spur des Täters haben, suchen sie dringend nach Zeugen und fragen daher:

– Wer hat rund um den Fundort der Leiche im Bereich der Raststätte Holmmoor im Zeitraum vom 23. Juni 2017 bis zum 21. Juli 2017 verdächtige Personen oder Fahrzeuge wahrgenommen? –

Wer hat am Tag des Verschwindens des 22-Jährigen (23. Juni 2017) nach 17.00 Uhr in der Hamburger Kollaustraße im Bereich des Audi-Autohauses verdächtige Beobachtungen gemacht? Ein Zeuge hat den jungen Mann hier zuletzt gesehen.

– Wem ist in den Tagen nach dem 23. Juni 2017 in der Straße Alte Kollaustraße in Hamburg ein schwarzer Maserati aufgefallen?

-Wer kann sachdienliche Hinweise zu der Schussabgabe zum Nachteil des 37 Jahre alten Trainers des Opfers geben? Die Tat ereignete sich in der Nacht zum 23. Juni 2017 gegen 0.30 Uhr in der Wedeler Straße, Möllers Park. Möglicherweise steht die gefährliche Körperverletzung im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt.

Hinweise nimmt die Itzehoer Kripo unter der Telefonnummer 04821 / 6020 entgegen.

Parallel zu diesem Aufruf wird die Polizei in Wedel und in Hamburg einen Zeugenaufruf per Flyer in den oben genannten Bereichen starten.

 

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Nach Mord an Boxer (22) hofft die Polizei auf Hinweise

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Polizeiabsperrung Symbolfoto: Stormarnlive

Hamburg/Itzehoe – Nachdem die Identifizierung der am Rastplatz Holmmoor an der A7 gefundenen Leiche mittels des Fingerabdruckabgleichs und sonstiger Merkmale erfolgt ist, liegt nun das Ergebnis der DNA-Analyse vor.

„Danach handelt es sich bei dem Toten definitiv um den 22 Jahre alten und seit Ende Juni 2017 vermissten Boxher aus Schenefeld“, teilt die Polizei mit.

Die Ermittlungen der Itzehoer Mordkommission in diesem Fall dauern aktuell an. Wer tötete das große Hamburger Boxtalent Tunahan Keser und warum? Wer schoss seinem Trainer kurz zuvor ins Knie ?

Da die Beamten bisher keine Spur des Täters haben, suchen sie dringend nach Zeugen und fragen daher:

– Wer hat rund um den Fundort der Leiche im Bereich der Raststätte Holmmoor im Zeitraum vom 23. Juni 2017 bis zum 21. Juli 2017 verdächtige Personen oder Fahrzeuge wahrgenommen? –

Wer hat am Tag des Verschwindens des 22-Jährigen (23. Juni 2017) nach 17.00 Uhr in der Hamburger Kollaustraße im Bereich des Audi-Autohauses verdächtige Beobachtungen gemacht? Ein Zeuge hat den jungen Mann hier zuletzt gesehen.

– Wem ist in den Tagen nach dem 23. Juni 2017 in der Straße Alte Kollaustraße in Hamburg ein schwarzer Maserati aufgefallen?

-Wer kann sachdienliche Hinweise zu der Schussabgabe zum Nachteil des 37 Jahre alten Trainers des Opfers geben? Die Tat ereignete sich in der Nacht zum 23. Juni 2017 gegen 0.30 Uhr in der Wedeler Straße, Möllers Park. Möglicherweise steht die gefährliche Körperverletzung im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt.

Hinweise nimmt die Itzehoer Kripo unter der Telefonnummer 04821 / 6020 entgegen.

Parallel zu diesem Aufruf wird die Polizei in Wedel und in Hamburg einen Zeugenaufruf per Flyer in den oben genannten Bereichen starten.

 

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