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Bad Oldesloe

Historischer Friedhof: Oldesloer Lokalpolitik kassiert Bürgerentscheidung

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Der Eingang zum Historischen Friedhof. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Nachdem Oldesloer Bürger auf einer Einwohnerversammlung zu 97 Prozent für die Sanierung des Historischen Friedhofes stimmten, schien die Bestätigung des Ergebnisses durch die Stadtverordneten reine Formalität. Doch es kam anders: Der SPD „geht das alles zu schnell.“

Sowohl Sozialdemokraten, ein Großteil der Grünen und als auch die Freien Bürger Oldesloe (FBO) stimmten dafür, das Thema im Bau- und Planungsausschuss erneut zu beraten.

Stadtverordneter Hans-Hermann Roden (SPD) führt finanzielle Gründe an: „Uns geht das ein bisschen schnell. Das Konzept hat Charme und zeigt, was wir machen können und sollten. Aber es gibt bislang keine Zahlen, was das kosten könnte. Mit Blick auf das große Haushaltsloch halten wir das für schwierig.“

Dabei gibt es durchaus eine Kostenschätzung: Bei der Einwohnerversammlung war von etwa 820.000 Euro die Rede, von denen die Stadt ein Drittel aus Eigenmitteln finanzieren muss. Voraussetzung dafür ist, die Sanierung mit dem Landesamt für Denkmalschutz abzustimmen. Andernfalls könnte der Bund eine Förderung verweigern.

„Es ist schade, dass hier nicht dem Bürgerwillen entsprochen wird“

Gerd-Günter Finck, Kreis-Vorsitzender des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, kritisiert die Entscheidung: „Es ist schade, dass hier nicht dem Bürgerwillen entsprochen wird. Die Oldesloer wollen den Historischen Friedhof erhalten und das Ergebnis der Abstimmung war eindeutig.“

Immerhin war die Abstimmung in einer Einwohnerversammlung in Bad Oldesloe noch nie so deutlich. 58 von 60 Bürgern – es gab eine Gegenstimme und eine Enthaltung – waren von dem vorgestellten Konzept überzeugt und unterstützten den Antrag, „die Stadtverordnetenversammlung möge das vorgestellte Konzept weiter verfolgen und umsetzen“.

„Es wäre natürlich gut, jetzt schon eine ungefähre Kostenschätzung zu haben“, sagt Hendrik Holtz (Die Linke). Aber „wenn wir eine Bürgerversammlung einberufen und dort dann ein so deutliches Ergebnis erzielt wird, müssen wir es auch so machen.“ Holtz stimmte mit CDU-Fraktion und Wolfgang Schmidt (Freie Wähler) gegen die Rücküberweisung in den Bau- und Planungsausschuss. Ohne Erfolg.

Hätte es für die Vorlage der Stadtverwaltung grünes Licht gegeben, sollte die Umsetzung des vorgelegten Konzeptes in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege weiterverfolgt, entsprechende Planungs- und Bauaufträge sollten vergeben werden. Über den Fortschritt hätte die Verwaltung den Stadtverordneten regelmäßig Bericht erstattet.

In der Einwohnerversammlung wurde ein Baubeginn Ende diesen oder Anfang nächsten Jahres in Aussicht gestellt.

Der nächste Bau- und Planungsausschuss bereits am 5. Juli. Ob bis dahin eine neue Vorlage erstellt ist und ob diese dann auch mit mit Ergebnis abgestimmt wird, ist fraglich. Dann ist erst mal Sommerpause.

Kommentar: Hier ruht der Bürgerwille

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Bad Oldesloe

Oldesloer „Kleiderkiste“ kehrt nach der Sommerpause zurück

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Foto: Efa e.V./hfr

Bad Oldesloe  – Nach der Sommerpause ist ehrenamtliche „EfAs Kleiderkiste“ – ein Projekt der Oldesloer Tafel-EfA e.V. – ab 29. August in der Ratzeburger Str. 17 in Bad Oldesloe wieder für alle Bürgerinnen und Bürger wie gewohnt geöffnet:

Dienstag und Donnertag von 10 – 12 Uhr und Mittwoch von 16 – 18.30 Uhr lauten die aktuellen Öffnungszeiten.

In dieser Zeit können auch Spenden abgegeben werden. Vom 29. – 31. August ist Sommerschlussverkauf. Damen- und Herren-Sommerbekleidung und Sommerschuhe können zum halben Preis erworben werden.

Außerdem sind günstig im Angebot: Kinderbekleidung, Spielzeug, Kinderbücher, Schuhe, Haushaltswäsche, Hausrat, Taschen sowie „Düt und Dat“. Auch einige Kinderkarren und Schulranzen sind noch im Angebot.

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: Polizei sucht Unfallflüchtigen

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Hier wurde die Laterne umgefahren.
Foto: SL

Bad Oldesloe – Gestern Morgen (18. August) , gegen 10.00 Uhr, stellten Beamte der Polizei Bad Oldesloe im Rahmen der Streife fest, dass in der Bahnhofstraße, unmittelbar an der Ecke zur Katharine-Faust-Straße, ein Laternenmast quer auf dem Gehweg lag.

Offenbar wurde dieser durch ein Fahrzeug umgefahren. Dies ergibt sich aus den Unfallspuren vor Ort. Die Beamten haben auch Glassplitter eines Rücklichtes aufgefunden.

Ein Unnfallverursacher war vor Ort jedoch nicht anzutreffen.

Gemeldet hatte sich auch niemand.

Die Polizei ermittelt wegen des unerlaubten Entfernens vom Unfallort und sucht in diesem Zusammenhang nun Zeugen?

Wer hat den Unfall beobachtet oder kann möglicherweise sonst Angaben zum flüchtigen Verursacher machen?

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Bad Oldesloe

SPD-Bundestagskandidat absolviert Praxistag in der OASE

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Alexander Wagner informierte sich über das Buchprojekt „Wir sind Wer(t)! Familien stellen sich und ihre Wertevorstellungen vor“ mit OASE-Leiterinnen Wiebke Finck (li.) und Andrea Kefrig-Blase (re.)
Foto: SPD/hfr

Bad Oldesloe – Alexander Wagner, der SPD-Bundestagskandidat für Segeberg/ Stormarn-Mitte, hat das Mehrgenerationenhaus OASE in Bad Oldesloe besucht und im Rahmen eines Praxistages die Arbeit hautnah miterlebt. „Die OASE in Bad Oldesloe zeigt mit ihrer Arbeit, wie gut die Zusammenarbeit und Solidarität zwischen den verschiedenen Generationen funktionieren kann.“

Neben einem Gespräch mit den Vorständen Andrea Kefrig-Blase und Wiebke Finck nahm Wagner an der Dienstbesprechung der Tagespflegepersonen der Kinder-Notfallbetreuung teil, warf einen Blick in die Kinderbetreuung und diskutierte beim Seniorenfrühstück über Tagespolitik.

Wagner zu seinem Praxistag: „Hier merkt man, dass Generationengerechtigkeit wirklich groß geschrieben wird. Im Mittelpunkt der Arbeit in der OASE steht das Credo, niemanden zurückzulassen, zweite Chancen für jung und alt zu ermöglichen, verlässlich zu sein und ein offenes Ohr zu haben.

Ein wichtiges Thema beim Seniorenfrühstück war die Frage nach einer Rente, die auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten reichen wird. „Auch langfristig sollen alle Menschen auf eine sichere und stabile Rente vertrauen können. Ältere Menschen sollen so weiterleben können wie sie es gewohnt sind. Gleichzeitig sollen die Beiträge für die Altersvorsorge die junge Generation nicht zu sehr belasten. Das ist ein zentrales Anliegen der SPD und auch von mir“, so Wagner.

„Ich konnte mich heute in der OASE davon überzeugen, wie gut sich die Generationen untereinander helfen und unterstützen können“, so Wagner.

Wagner zeigte sich beeindruckt von den vielen Aufgaben, die die OASE umsetzt: Kinderbetreuung, Notfallbetreuung für die Stiftung Beruf und Familie Stormarn, Seniorenarbeit, offene Kinder- und Jugendarbeit auf Spielplätzen sowie die Trägerschaft für die offene Ganztagsschule an zwei Grundschulen in Bad Oldesloe. Und bei allem war die OASE stets Vorreiterin in der Region. Er versprach, sich als zukünftiger Abgeordneter weiter für die Förderung der Mehrgenerationenhäuser einzusetzen.

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