Symbolfoto: Stormarnlive

Hamburg – Es verdichten sich die Anzeichen, dass die Zugausfälle seit dem Montagmorgen auf der Strecke Hamburg – Lübeck auf einen Brandanschlag auf Kabel der Bahnsignalanlagen zurückgehen. Die Verspätungen und Ausfälle zwischen Hamburg und Ahrensburg sollen noch bis in den Nachmittag hineinreichen.

Dass es sich um keinen einfachen technischen Defekt handelt, wird dadurch unterstrichen, dass  es am frühen Morgen an 13 Orten in ganz Deutschland unter anderem auch in der Nähe von Bochum, Berlin, Leipzig und weiteren Orten zu ähnlichen Vorfällen kam.

Mittlerweile ist ein vermeintliches Bekennerschreiben auf der linkspolitischen Internetseite „Indymedia“ aufgetaucht. Die Echtheit ist noch nicht final überprüft. In der Vergangenheit hatten sich einige dort gefundene Bekennerschreiben als gefälscht herausgestellt. Dort heißt es unter dem Motto „Shutdown G20 – Hamburg vom Netz nehmen“: „Heute Morgen haben wir die Kabelstränge entlang mehrere Hauptstrecken der Bahn in Brand gesetzt. Die Bahn nutzt die Kabelkanäle neben den Gleisen nicht nur für die interne Signalübermittlung sondern vermietet die Schächte auch an andere Datennetz-Betreiber. Wir unterbrechen die alles umfassende wirtschaftliche Verwertung. Und damit die so stark verinnerlichte Entwertung von Leben. Wir greifen ein in eines der zentralen Nervensysteme des Kapitalismus: mehrere Zehntausend Kilometer Bahnstrecke. Hier fließen Waren, Arbeitskräfte, insbesondere Daten“

Ziel sei: „Eine kurze Unterbrechung der Reibungslosigkeit anlässlich des G20-Gipfels in Hamburg“

Der Staatsschutz hat Ermittlungen eingeleitet.

 

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