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Bad Oldesloe

Weltrekord-Wanderung: Dieser Mann läuft barfuß durch Deutschland

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Aldo Berti wandert barfuß durch Deutschland. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Vor knapp drei Wochen hat Aldo Berti seine Schuhe ausgezogen und wandert seitdem durch die Bundesrepublik. Jetzt durchquerte der 53-Jährige auf blanken Sohlen den Kreis Stormarn Richtung Süden. Wir haben den Barfüßler auf seiner Zwischenetappe in Bad Oldesloe getroffen.

Noch steht der Aldo Berti am Anfang seiner Reise, die auf der Insel Rügen begann. Rund 1700 Kilometer hat der Wanderer noch vor sich, bis er Ende August die schwarze Madonna im Kloster Einsiedeln am Fuße der Schweizer Alpen erreichen wird. So zumindest lautet der Plan des Schauspielers und Therapeuten. Damit hätte der Extremsportler einen neuen Weltrekord aufgestellt. Doch ein Barfuß-Spaziergang diesen Ausmaßes birgt viele Unbekannte: Extremes Wetter, mögliche Verletzungen, unbekannte Gegenden.

„Ich habe mich schon zweimal im Wald verlaufen und bin dadurch mehrere Kilometer von meiner Route abgekommen“, berichtet Aldi Berti von einer extremen Situation.

„Meine Wahrnehmung verändert sich“

Bei dem Abstecher ins Dickicht sei er dann einen Abhang heruntergestürzt und habe sich am Bein verletzt. „Da war ich kurz davor, abzubrechen“, sagt der Wanderer. Doch bis zum nächsten Tag hat sich sein Bein wie durch ein Wunder wieder erholt und er konnte seine Reise fortsetzen.

Schon die bisherigen Erlebnisse entschädigen jedoch für die Strapazen. Körper und Wahrnehmung. „Am Anfang habe ich immer auf den Boden geguckt, um zu sehen, wo ich hintrete“, so Berti. Mittlerweile schaue er geradeaus. Die Sondierung des Untergrundes läuft mittlerweile unterbewusst. An seinen Füßen hat sich mittlerweile eine dicke Hautschicht gebildet, ähnlich einer richtigen Schuhsohle.

Interessant sei, so beschreibt es der Schwarzwälder, dass sich auch die Wahrnehmung von Zeit und Raum vollkommen verändere. „Wenn ich jemanden nach dem Weg frage und er mir sagt, dass mein Ziel nicht mehr weit ist, bin ich erst mal skeptisch“, so Aldo Berti. Viele Menschen würden mittlerweile in „Auto-Kilometern“ rechnen. Ein paar Minuten Fahrt sind in „Barfuß-Kilometer“ umgerechnet eine Ewigkeit.

Aldo Berti will den Barfuß-Weltrekord knacken

Doch warum nimmt jemand so eine Wanderung auf sich? Im Vordergrund steht für den Therapeuten und Schauspieler der Charity-Gedanke. Schon seit Jahren engagiert sich Berti für Hilfsprojekte. Zusammen mit einem Freund, der Boxlegende Luan Krasniqi, lief er den SOS-Marathon. Es folgten weitere Projekte, unter anderem das Charity-Boxen „Blaue Flecke für Soziale Zwecke.“ „Dann brauchte ich eine neue Herausforderung und entdeckte das Barfuß laufen für mich“, so der 53-Jährige. Er forschte nach und entdeckte aufgestellten Weltrekord: Der Ire Eamon Keavenen ging 2016 einmal an der Küste Irlands entlang – 2080 Kilometer in 104 Tagen.

Mit seinem Weltrekordversuch will Aldo Berti Spenden sammeln, um anschließend ein paar „möglichst große Schecks“ auf die Friedrich-Ludwig-Schröder Kinderstiftung und die Radio 7 Drachenkinder in Baden Würtemberg ausstellen zu können. Auch seine eigene Sportförderung für mittellose, talentierte Kinder und Jugendliche soll von der Wanderung finanziell profitieren.

Aldo Berti sammelt Geld für guten Zweck

Als Extrem- oder Hochleistungssportler sieht sich Aldo Berti nicht: „Ich bin zwar mal einen Marathon mitgelaufen habe aber schon einige Kilos zu viel und im Grunde keine Wandererfahrung.“ Dennoch habe er sich natürlich etwas vorbereitet, mit richtiger Ernährung und ein paar Barfußwanderungen.

Auch Strecke und die meisten Übernachtungen sind bereits geplant. Um möglichst viel Geld zu sparen, hat Aldo Berti vorher Hotel-Sponsoren und private Übernachtungsmöglichkeiten organisiert. „Es ist toll, dass sich so viele Menschen gefunden haben, die mir helfen und mein Projekt unterstützen“, so der Barfußläufer. Auch auf der Wanderung treffe er immer wieder Leute, die sich ihm für ein paar Kilometer anschließen: „Es kommt natürlich hin und wieder auch mal ein ‚dummer‘ Spruch aber wenn ich dann erkläre, warum ich das mache, sind die Reaktionen immer wieder positiv.“

Sorgen macht sich Aldo Berti eigentlich nur über natürliche Hürden: „Das Schlimmste ist heißer Asphalt, der sich nicht umgehen lässt – dicht gefolgt von Hagelschauern.“

Wer die Charity-Wanderung finanziell unterstützen möchte, findet weitere Informationen auf www.barfussweltrekord.aldo-berti.de.

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Bad Oldesloe

Nach Todesfall: Oldesloer Bühne sagt Weihnachtsmärchen im KuB ab

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Foto: SL

Bad Oldesloe – Traurige Neuigkeiten von der Oldesloer Bühne. Gerade hatten wir ja auch hier noch das neue Weihnachtsmärchen „Rotkäppchen und der böse Wolf“ angekündigt, da müssen wir leider vermelden, das abgesehen von der Premiere keine weiteren Vorführungen stattfinden werden. 

Bei den Vorbereitungen auf die beiden Aufführungen am Sonnabend im Oldesloe Kultur- und Bildungszentrum kam es im KuB zu einem unerwarteten und tragischen Todesfall im Team der Oldesloer Bühne. 

Zunächst wurden die Aufführungen am Sonnabend abgesagt. Der Vorstand der Oldesloer Bühne entschied dann, dass komplett als Aufführungen abgesagt werden. Bereits erworbene Tickets können an den Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden.  Ersatztermine sind nicht geplant. Das gab das KuB Bad Oldesloe heute bekannt. 

 

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Bad Oldesloe

Schafft Bad Oldesloe die Straßenausbaubeiträge ab?

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Schlagloch (Symbolbild). Foto: Stormarnlive.de

Bad Oldesloe – Die Kreisstadt könnte schon im nächsten Jahr die Straßenausbaubeiträge abschaffen. Grundsätzlich zeigten sich alle Fraktionen im Oldesloer Finanzausschuss einer Neuregelung offen, sollte Kiel mit einer neuen Gesetzgebung den Weg dafür frei machen. Doch die Finanzierung ist weiterhin unklar.

Eine Entscheidung aus Neumünster gibt den Kritikern der Ausbaubeiträge Aufwind. Als landesweit erste Stadt in Schleswig-Holstein verzichtet sie ab 2018 auf die Straßenbaubeiträge. Rein theoretisch ist das jetzt schon möglich – auch ohne grünes Licht aus Kiel. Aber nur, solange keine beitragspflichtige Sanierung ansteht, wie Stadtkämmerin Mandy Treetzen erklärt: „In dem Fall würde sich die Stadtverordnetenversammlung der Veruntreuung von Steuergeldern schuldig machen.“

Neumünster vertraut also darauf, dass die Landesregierung tatsächlich die Beitragspflicht abschafft. Das wollen die meisten Stadtverordneten in Bad Oldesloe nicht riskieren. Allein die Freien Bürger Oldesloe (FBO) drängten am Donnerstag auf den Verzicht einer neuen Beitragsordnung und wollte Fakten schaffen: „Wir stellen fest, dass wir schon in wenigen Wochen eine neue Rechtssprechung haben werden und viele hoffen darauf, dass das dann schnell in die Tat umgesetzt wird“, sagte Matthias Rohde (FBO).

Inhaltlich sind auch CDU und SPD nicht generell gegen eine Abschaffung der Straßenbaubeiträge – wohl aber gegen einen Schnellschuss. Viele Fragen sind noch nicht geklärt. Eine einfache Anhebung der Grundsteuer schafft – so sieht es die SPD – viele andere Ungerechtigkeiten: „Bürger, die schon mal einen Beitrags zum Ausbau ihrer Straße bezahlt haben, werden dann doppelt zur Kasse gebeten“, sagte Torben Klöhn (SPD).

Industrie- und Gewerbebetriebe, die weniger Grundsteuer zahlen, würden bevorteilt werden, wie Wilfried Janson (Bündnis 90/Die Grünen) feststellt. „Das führt dann zu einer Mehrbelastung von Mietern und Bewohnern von Einfamilienhäusern.“

Der Finanzausschuss hat mehrheitlich für eine Beitragssatzung mit Straßenbaubeiträgen gestimmt, allerdings nur für maximal ein Jahr. Sobald die Landesregierung das Gesetz verabschiedet hat, wird auch in Bad Oldesloe wieder über die Abschaffung der Beiträge diskutiert.

Bürger kritisieren Zustand der Oldesloer Straßen

Bereits im Bau- und Planungsausschuss stand das Thema auf der Tagesordnung und sorgte für restlos belegte Besucherplätze. „Es ist, als wären wir hier in der DDR“, beschwerte sich ein Anwohner vom Hohenkamp in der Bürgerfragestunde. Die Schäden seien immer nur notdürftig geflickt worden. Er ist nicht der einzige wütende Hohenkamp-Bewohner, der sich im Ausschuss über die Praktiken der Stadtverwaltung beklagte. Der Tenor ist meist derselbe: Passiert ist jahrelang nichts und jetzt müssen die Anwohner zahlen.

Tatsächlich steht demnächst eine Komplettsanierung des Hohenkamp an. Das Geld ist im Haushalt eingeplant – allerdings noch mit Sperrvermerk (wir berichteten). Die Lokalpolitik will zunächst abwarten, wie die neue Landesregierung über die Beitragserhebung entscheidet. Ein Gesetzesentwurf sieht vor, dass Kommunen künftig selber über die Erhebung von Straßenbaubeiträgen entscheiden dürfen. Bislang sind sie gesetzlich verpflichtet, Beiträge zu erheben.

Dass die Entscheidung noch aussteht, ist für die Freien Bürger Oldesloe (FBO) kein Grund, nicht jetzt schon über den theoretischen Fall der Beitragsautonomie zu diskutieren: „Bei vielen Bürgern entsteht mittlerweile der Eindruck, dass die Straßen bewusst nicht gepflegt werden“, sagt Matthias Rohde (FBO).

Dem widerspricht Bürgermeister Jörg Lembke entschieden: „Selbstverständlich kontrolliert die Verwaltung auch die eigenen Straßen und flickt die Löcher bei Bedarf.“

Eigentlich sollte im Ausschuss ein unabhängiger Bauphysiker über den Straßenbelagaufbau referieren und damit auch eine Erklärung liefern, wann eine Straße komplett- oder teilsaniert werden muss. Doch der hatte abgesagt. Neue Fakten gab es an dem Abend nicht: „Ohne neue Fakten, die der Referent hätte beitragen können, ist eine Diskussion sinnlos“, stellte Maria Herrmann (SPD) fest.

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Bad Oldesloe

Jahresabschlusskonzert: „The Ages“ im KuB

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The Ages
Foto: hfr

Bad Oldesloe – Die Oldesloer Rockband „The Ages“ gibt am 8. Dezember ab 20 Uhr in der Reihe „Big city light“ ihr Jahresabschlusskonzert im Kultur- und Bildungszentrum „KuB“.

Die Band rund um Frontmann Sven Müggenburg wird dieses Mal im Format von Klngstdt und dem Kulturbüro der Stadt als akustisches Trio auftreten. In den vergangenen Monaten war es etwas ruhiger um die Combo aus der Kreisstadt geworden als in den Vorjahren.

Jetzt gibt es mit dem Konzert am 8.12. für alle Fans doch noch einen Konzerthöhepunkt in der zweiten Jahreshälfte. Als Support wird dieses Mal die junge Singer-Songwriterin Maike Starp auftreten.

Los geht es um 20 Uhr im KuB. Karten gibt es an der Abendkasse für elf / ermäßigt fünf Euro.

 

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