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Tangstedt

Pferdesteuer-Gegner: „Unser Abwehrkampf geht weiter“

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Symbolfoto: SL

Tangstedt – Noch immer sitzt der Schock tief bei den Tangstedter Pferdehaltern. Die sollen ab 1. Juli 150 Euro pro Jahr und Pferd an die Gemeinde bezahlen. Doch das letzte Wort scheint noch nicht gesprochen. Die Gegner der umstrittenen Pferdesteuer sind sich einig: Der Abwehrkampf geht weiter. Es besteht auch die Angst, dass andere Gemeinden nachziehen könnten, wenn sich die Steuer etablieren sollte.

Die Tangstedter Pferdebesitzer erhalten dabei Unterstützung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, dem Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht. Der fühlt sich im Kampf gegen die verhasste Steuer jetzt auch von der Landesregierung in spe aus CDU, FDP und Grünen bestätigt, die Steuern auf einzelne Sportarten offenbar verbieten will: „Die Signale der neuen Landesregierung stimmen uns positiv, dass es eine klare Position gibt, den Sport nicht zu besteuern. Es soll das kommunale Abgabengesetz entsprechend geändert werden“, erklärt Dieter Medow gegenüber der verbandseigenen Nachrichtenagentur fn-press. Laut dem Verbands-Vize hätten die jahrelangen Verhandlungen über die Einführung der Pferdesteuer den sozialen Frieden der Gemeinde empfindlich gestört:

„Wir stehen hinter den Tangstedtern und hoffen sehr, dass der soziale Riss in der Kommune, den wir hier bei der Pferdesteuer-Demo erlebt haben, nicht auf viele Jahre das Miteinander in Tangstedt zerstört. Das sollte sich keine Gemeinde Schleswig-Holsteins antun.“

Der Verband hält die Steuererhebung für illegal: Nach deren Argumentation handele es sich dabei um einen Verstoß gegen das Sportfördergebot des Landes Schleswig-Holstein. Der Reitsport ist die erste Sportart, die besteuert wird. Die Pferdesteuer würde sich primär gegen Frauen und junge Menschen richten, die diese Sportart mehrheitlich ausüben.

Einige Rechtsexperten sehen in der Steuer allerdings kein Problem. So wird die Steuer nicht von denen verlangt, die den Sport ausführen, sondern von den Pferdebesitzern. Dass Besitzer mehrheitlich weiblich seien, wird bestritten. Selbst ein Gesetz der Landesregierung könnte eventuell keinen Einfluss auf die Steuer haben, sollte es sich um ein Gesetz handeln, das es verbietet Sport zu besteuern. Vor einem solchen, möglichen Gesetz der neuen Landesregierung ist außerdem nicht vor Frühjahr 2018 zu rechnen.

Letztendlich könnte nicht die Frage nach Recht oder Unrecht über die Pferdesteuer „richten“, sondern die nach dem Sinn und Zweck: So geben Entwicklungen aus anderen Gemeinden Pferdebesitzern die Hoffnung, dass sich die Steuer doch noch in Wohlgefallen auflösen könnte. Ein Beispiel ist das hessische Weißenborn. Die führte eine Pferdesteuer ein, die allerdings kurze Zeit später von der Kommunalpolitik wieder einkassiert wurde. Der Grund: Der Verwaltungsaufwand stehe in keinem sinnvollen Verhältnis zum wirtschaftlichen Ertrag.

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Tangstedt

Kommunalwahl: CDU Tangstedt stellt Kandidaten vor

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Die Tangstedter CDU hat ihre Kandidaten für den Gemeinderat und für den Kreistag aufgestellt.

Tangstedt – Die Tangstedter CDU stellte am Wochenende in der Tangstedter Hofküche ihre Kandidaten für die Kommunalwahl zur Gemeindevertretung und dem Stormarner Kreistag auf.

Dazu Eckhard Harder, Parteichef der Tangstedter CDU: „Wir haben heute während der Mitgliederversammlung mit den Wahlen personellen Entscheidungen für Kommunalwahl am 06.05.2018 Jahr getroffen. Die Tangstedter CDU wird mit einer sehr jungen Mannschaft antreten. Das Durchschnittsalter liegt bei 45 Jahren. Das ist die jüngste Mannschaft die jemals in Tangstedt kandidiert hat. Der jüngste Kandidat ist 24 und der älteste Kandidat ist 62 Jahre alt. Um diese Mannschaft werden uns viele beneiden.“

Folgende Kandidaten wurden einstimmig gewählt und bewerben sich für die CDU zur Kommunal:

Jürgen Lamp, Arne Müssig, Babette Sommer, Christoph Ginko, Michael Paulsen, Silke Dineen, Christoph Ahrens, Karsten Hinsch, Jan Wolter, Frank von Duhn, Bianca Schröder, Eckhard Harder, Jan Plettenberg, Christel Weigend, Claas Hansen, Silke Thiel, Hannes Wulff, Felix von Leonhardi.

Eckard Harder weiter: „Mit Jürgen Lamp als Spitzenkandidat haben wir einen erfahrenen Kommunalpolitiker, der seit 25 Jahren für die Tangstedter CDU aufgestellt wurde und seit dem für die Belange die Bürger der Gemeinde eintritt. Er hat die notwendige Erfahrung kommunalpolitische Spitzenämter zu übernehmen. Auch seine Erfahrungen im Stormarner Kreistag, dem er seit 2008 angehört und für den er wieder von uns vorgeschlagen wurde, werden ihm seine politische Arbeit für Tangstedt erleichtern. Er wird gleichzeitig von mir, Eckhard Harder, Arne Müssig, Christoph Ginko und Michael Paulsen bei der Wahl zum Stormarner Kreistag als Listenkandidaten unterstützt.

Ich bin stolz auf diese junge Mannschaft und auch auf den harmonsichen Verlauf dieser Mitgliederversammlung, die von unserer Landtagsabgeordneten Katja Rathje-Hoffmann geleitet und von unserem CDU-Kreisvorstandsmitglied Hans Walter Henningsen aus Barsbüttel unterstützt wurde. Alle Wahlen verliefen auch in geheimer Wahl einstimmig. Eine bemerkenswerte Mitgliederversammung, die uns mit dem Ergebnis sehr stark macht!“

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Der Kreis

Stormarner Feuerwehren erhalten Sparkassen-Spende

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Jacqueline Asmußen, Geschäftsführerin des Kreisfeuerwehrverbandes Stormarn, und Dr. Martin Lüdiger, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Holstein, mit der Stormarner Losbox.
Foto: Sparkasse Holstein/hfr

Stormarn – Retten, löschen, bergen, schützen – dafür sind die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren 365 Tage im Jahr ehrenamtlich einsatzbereit. Doch damit sie ihre wichtigen Aufgaben optimal ausüben können, brauchen sie neben ihrem hohen Engagement die richtige Ausrüstung und eine gute Ausbildung.

Um die Feuerwehren in ihrem Geschäftsgebiet zu unterstützen, hat die Sparkasse Holstein im Oktober ihre Aktion „Hilfe für die Helfer“ für die Feuerwehren gestartet. Freiwillige Feuerwehren aus Ostholstein, Stormarn, Norderstedt und Hamburg konnten sich – in Anlehnung an die zentrale Notrufnummer 112 – um insgesamt 25 x 1.120 Euro bewerben. Am 22. November 2017 hat die Sparkasse Holstein die Gewinner in den Räumlichkeiten der Freiwilligen Feuerwehr Bargteheide ausgelost.

111 Freiwillige Feuerwehren aus dem gesamten Geschäftsgebiet hatten sich im Rahmen der Aktion um eine Förderung des Kreditinstitutes beworben. Es wurden jeweils zehn Gewinner aus den Lostöpfen für Ostholstein und Stormarn sowie weitere fünf aus dem Lostopf für Hamburg und Norderstedt gezogen.

Mit dem Betrag von insgesamt 28.000 Euro unterstützt die Sparkasse Holstein die Feuerwehren bei der Anschaffung von Rettungsequipment und Ausbildungsmaterial, das nicht zur Grundausstattung gehört. „Egal ob Unfälle passieren, es brennt oder zum Beispiel Feste abgesichert werden müssen: All diese Aufgaben werden in unserer Gesellschaft zu einem Großteil von Ehrenamtlichen übernommen. Dazu investieren sie einen großen Teil ihrer Freizeit und setzen sich teilweise brenzligen Situationen aus“, sagt Dr. Martin Lüdiger, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Holstein.

In Stormarn bekommen die FFW Barsbüttel, Eichede, Grabau, Hoisbüttel, Lasbek, Papendorf, Rehhorst, Tangstedt, Trenthorst-Wulmenau und Trittau jeweils eine Spende.

„Wenn man zum Beispiel nachts zum Einsatz gerufen wird, obwohl man am nächsten Tag wieder arbeiten muss, ist das schon eine enorme Belastung im ohnehin oft sehr stressigen Alltag. Diese Belastung nehmen die ehrenamtlichen Helfer gerne für die Gesellschaft in Kauf. Mit der Aktion ‚Hilfe für die Helfer’ möchten wir uns dafür bedanken und ihr hohes Engagement unterstützen“, so Lüdiger.

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Tangstedt

Falsche Polizisten wollen in Tangstedt Wertgegenstände ergaunern!

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Polizei (Symbolbild). Foto: Stormarnlive.de

Tangstedt – Im Verlauf des heutigen Tages ist es in Tangstedt vermehrt zu Anrufen von „falschen Polizeibeamten“ gekommen.

Bis zur Mittagszeit erhielten Bürger in mindestens 18 Fällen Anrufe von einem angeblichen Polizeibeamten. Mit einer bekannten Masche versuchen die Anrufer die Bürger gezielt nach ihren Vermögenswerten, Bargeld, Gold oder vorhandene Schließfächer bei einer Bank auszufragen.

Falsche Polizisten erkundigten sich nach Wertgegenständen

Arndt Habermann von der Polizeidienststelle in Bad Segeberg erklärt die Masche der Betrüger: „Die vermeintlichen Polizisten geben dabei vor, dass man rumänische Einbrecher festgenommen hätte. Bei den Tätern hätte man nun Hinweiszettel gefunden, auf denen angeblich die Namen und Anschriften der angerufenen Personen drauf stehen.“

Weiterhin wird versucht die Anrufer dazu zu bewegen, ihre Wertgegenstände bereit zu legen. Ein Kurier würde die Gegenstände dann abholen, da sie in der eigenen Wohnung nicht mehr sicher seien.

Durch verschiedene technische Möglichkeiten schaffen es die Anrufer auch, dass eine ähnliche Telefonnummer, wie die der Polizeistation Tangstedt, im Telefondisplay erscheint.

Betrugsopfer sollen sich bei der (echten) Polizei melden

Die Polizei warnt die Bevölkerung vor den Betrügern und bittet um erhöhte Aufmerksamkeit.

Die „echte“ Polizei würde nie solche Anrufe tätigen oder sich gezielt nach Wohnobjekten oder Wertgegenständen erkundigen. Des Weiteren würde die Polizei auch nie Wertgegenstände bei den Betroffenen abholen. Wer ebenfalls Opfer eines solchen Anrufes geworden ist, wird gebeten, sich mit seiner zuständigen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Gestern ist es bereits mit genau der gleichen Vorgehensweise zu diversen Anrufen bei Bürgern in Schenefeld gekommen.

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