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Norddeutschland

Kieler Woche: Polizei setzt auf bewährte Einsatzstrategien

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Quelle: Polizei

Kiel – Die Kieler Woche hat begonnen. Traditionell startet das zehntägige Segel- und Volksfest am Freitag und somit einen Tag vor der eigentlichen offiziellen Eröffnung am Samstag. Die Polizei hat sich umfassend vorbereitet und informiert über Neuerungen im Vergleich zu vorherigen Kieler Wochen und altbewährte Einsatzstrategien.

Im Innenstadtbereich sind bereits seit einigen Tagen deutlich sichtbar sogenannte Big Bags positioniert. Diese mit einem Kies-Gemisch gefüllten Säcke mit einem jeweiligen Gewicht von etwa 1,8 Tonnen werden im Laufe des Freitags an verschiedenen Orten auf die Straßen gesetzt. So werden verkehrslenkende Maßnahmen und Kontroll- und Sperrpunkte eingerichtet. Darüber hinaus soll dadurch ein mögliches ungehindertes Durchbrechen von schweren Fahrzeugen in Richtung der Veranstaltungsflächen verhindert werden.

Aufgrund der abstrakt hohen terroristischen Gefährdungslage, die im gesamten Bundesgebiet vorliegt, ist es nötig, erstmals Kontrollstellen einzurichten und Durchfahrverbote für LKW bei einer Kieler Woche auszusprechen.

Die Kontroll- und Sperrpunkte werden an den Wochenenden in der Mittagszeit, an den Werktagen nachmittags an verschiedenen Stellen bis Veranstaltungsende in der Innenstadt eingerichtet. An den Kontrollstellen eingesetzte Beamte werden auch Anhalte- und Sichtkontrollen bei PKW und LKW durchführen.

Für LKW ab 3,5 Tonnen gilt ab mittags (Wochenende) beziehungsweise nachmittags (Werktags) ein Fahrverbot im Bereich der Innenstadt. Betreiber von Kieler Woche-Ständen und die Geschäftsleute der Kieler Innenstadt sind von der Landeshauptstadt Kiel bereits umfassend darüber informiert worden, um Fahrern das Anliefern von Waren zeitgerecht zu ermöglichen.

Neben den Kontrollstellen werden ab Freitag zu bestimmten Zeiten an mehreren Stellen auf den Zufahrten zum Veranstaltungsbereich Sperrpunkte eingerichtet. Diese Sperrpunkte werden teilweise neben den genannten Big Bags auch mit baulichen Änderungen und schwerem Gerät ausgestattet.

All diese Maßnahmen sind Teil eines umfangreichen Verkehrskonzepts, das durch die Polizei in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Kiel erstellt wurde. Um das Verkehrskonzept personell zu besetzen, hat die Polizei ihr Kräfteaufgebot im Vergleich zum Vorjahr um rund 50 Prozent erhöht. Auch in anderen Einsatzabschnitten wird das Personal erhöht. Bereits während der Kieler Woche 2016 war das Personal im Vergleich zu den Vorjahren um 30 Prozent erhöht worden.

Da die Polizeidirektion Kiel dieses zusätzliche Personal nicht mit eigenen Beamten stellen kann, unterstützen Kräfte aus ganz Schleswig-Holstein. Der reguläre Dienst der Reviere und Stationen wird wie gewohnt während der Kieler Woche weiter geführt, so dass es hier zu keinen Einschränkungen für die Bevölkerung kommt.

Wie auch in den Vorjahren ist die Polizei mit vier mobilen Wachen im Stadtgebiet präsent und ansprechbar. Die Standorte der täglich ab 12 Uhr besetzten mobilen Wachen sind am Hauptbahnhof, am Bootshafen, auf dem Hörngelände und am Beginn der Kiellinie in Höhe der Fußgängerüberführung am Schlossgarten.

Hamburg

Ausgesetzte Schildkröte: Feuerwehr rettet „Michelangelo“ aus Eppendorfer Park

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Oberbrandmeister Thomas Wrzesniewski, „Michelangelo von den Turtles“ und Brandmeister Malte Reese Foto: Feuerwehr Hamburg

Hamburg – Spaziergänger haben im Eppendorfer Park eine Schildkröte gefunden. Das Tier wurde zuvor offenbar dort ausgesetzt. Die Feuerwehr taufte das Tier „Michelangelo“.

Die Schildkröte wurde zunächst zur Feuer- und Rettungswache Rotherbaum transportiert.

Da das Tier unverletzt und wohlauf war, musste kein Tierarzt akut konsultiert werden. Der über den Schildkrötenfund informierte Tierschutzverein sagte zu, das Tier am Samstag abzuholen.

Schildkröte erholte sich bei der Feuerwehr

Somit begann eine ganze Wachabteilung für die Schildkröte, die von den Kollegen alsbald den Namen „Michelangelo von den Turtles“ erhielt, liebevoll zu sorgen und ein echtes Wohlfühlprogramm zu starten.

Salat, Gurke, frisches Wasser – Es durfte nichts fehlen in der großen Box, in der sich das, möglicherweise zu den Schmuckschildkröten gehörende Tier, erholen konnte.

Am Folgetag wurde Michelangelo von den Turtles vom Tierschutz abgeholt und der tierische Betreuungseinsatz an der Feuer- und Rettungswache wurde damit beendet.

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Hamburg

79-Jährige erfasst mit ihrem PKW eine Mutter mit Kinderwagen

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Rettungshubschrauber im Einsatz
Archivfoto: SL

Hamburg – Weil eine 79-Jährige offenbar die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlor wurden insgesamt sieben Personen zum Teil lebensgefährlich verletzt. Darunter eine Mutter mit einem Säugling im Kinderwagen.

In der der Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg gingen am frühen Dienstagnachmittag diverse Anrufe über den Notruf 112 ein. In der Harksheider Straße im Hamburger Stadtteil Poppenbüttel solle es zu einem Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen und Verletzten gekommen sein. Ein PKW habe zudem mehrere Menschen überfahren.

Die ersten Einsatzkräfte, die bereits nach kurzer Zeit vor Ort waren, erkundeten die Einsatzstelle und leiteten die Versorgung der verletzten Personen ein. Offenbar hatte eine 79-jährige Frau mit ihrem Fahrzeug aus einer Parklücke ausparken wollen und verlor aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über ihr Fahrzeug. Hierbei touchierte sie ein vor ihr stehenden PKW, in dem eine Frau mit ihren drei Kindern saß. Die vier Personen wurden bei dem Aufprall leicht verletzt, die Mutter wurde später zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus befördert, die Kinder vom Vater und von einer Notfallseelsorgerin der Feuerwehr Hamburg betreut.

Auf der weiteren Fahrt der 79-Jährigen wurde eine Frau mit Kinderwagen vom PKW erfasst. Beide wurden durch die Luft geschleudert. Die Frau wurde dabei lebensgefährliches verletzt, das Kind, ein Säugling, ebenfalls. Beide Personen wurden nach rettungsdientlicher Versorgung notarztbegleitet in ein Krankenhaus befördert.

Die Fahrerin des Unfall-PKW stieß zuletzt mit ihrem Fahrzeug mit einem Straßenbaum zusammen. Hierbei wurde die Fahrerin schwer verletzt und wurde nach einer ersten Versorgung vor Ort notarztbegleitet in ein Krakenhaus befördert.

Insgesamt gab es 7 betroffene Personen im direkten Zusammenhang mit dem Unfallgeschehen, weiter Unfallzeugen wurden von Notfallsanitätern der Feuerwehr Hamburg betreut. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen, geht aber zum jetzigen Zeit nicht von Vorsatz aus.

Traurig soll es laut Berichten von der Unfallstelle gewesen sein, dass zahlreiche Zeugen zwar das Geschehen filmten und fotografierten, aber nur wenige helfend eingriffen.

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Hamburg

Hamburg: Teenager helfen bei Ladendiebverfolgung

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Hamburger Polizei im Einsatz
Symbolfoto: SL

Hamburg – Beamte des Polizeikommissariats 47 haben am Montagnachmittag einen 45-jährigen Russen vorläufig festgenommen, dem ein Ladendiebstahl in einem Warenhaus vorgeworfen wird.

Eine Mitarbeiterin des Warenhauses bemerkte den Tatverdächtigen, als dieser mit einem prall gefüllten Rucksack fluchtartig das Geschäft verließ, und machte durch laute Rufe auf ihn aufmerksam. Diese Rufe alarmierten drei junge „Nachwuchsdetektive“ im Alter von 14, 14 und 13 Jahren, die sich zufällig vor dem Geschäft befanden.

Die Jungen erfassten sofort die Situation. Zwei von ihnen (13,14) begaben sich umgehend zum nahegelegenen Polizeikommissariat 47 und meldeten den Vorfall, der Dritte (14) verfolgte zu Fuß und mit sicherem Abstand den Flüchtigen.

Die Besatzung eines sofort zur Fahndung eingesetzten Funkstreifenwagens wurde durch den jungen Zeugen in der Bauernweide auf den Tatverdächtigen hingewiesen, der es sich inzwischen auf einer Grünfläche gemütlich gemacht hatte.

Die Polizeibeamten nahmen den Mann vorläufig fest, brachten ihn zum Polizeikommissariat 47 und stellten das mutmaßliche Diebesgut aus dem Rucksack (9 Packungen Tiefkühllachs, 3 Paar Socken, Gesamtwert ca. 120 Euro) sicher. Er wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen, da keine Haftgründe vorlagen.

Die drei „Nachwuchsdetektive“ wurden von den eingesetzten Polizeibeamten für ihr umsichtiges Verhalten und die schnelle Reaktion ausdrücklich gelobt.

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