Folge uns!

Region

Seltene Vögel: Rohrdommel-Jungtiere auf Fehmarn entdeckt

Veröffentlicht

am

Links einer der Jungvögel, rechts eine ausgewachsene Rohrdommel. Fotos: Maria Vetter/Siegfried Kusterer/NABU

Wallnau – Einer Mitarbeiterin des NABU Wasservogelreservats Wallnau auf der Insel Fehmarn ist eine seltene Beobachtung gelungen: Gleich zwei fast flügge Rohrdommel-Jungvögel fand sie auf ihrer Kontrollstrecke ein wenig abseits des Weges. Ihr Nest hatten die beiden schon verlassen und in den kommenden Wochen werden sie – wenn alles gut geht – fliegen lernen.

Meist hört man die heimlichen Schilfbewohner nur, wenn die männlichen Tiere an Frühjahrsabenden im Schilf rufen. Besonders laut sind sie nicht, aber die Stimme der Rohrdommel ist so tief und eindringlich, dass man sie über Kilometer hinweg vernehmen kann. Als würde man über einen Flaschenhals pusten, so hört es sich an.

Die Bestände des seltenen Vogels sind auf Fehmarn in den kalten Wintern nach 2009 zusammengebrochen. Die Schilfbewohner sind auf eisfreie Wasserflächen angewiesen, um dort ausreichend Nahrung zu finden. Sind die Teiche über längere Zeit zugefroren, verhungen die Tiere. Die Bestände erholen sich nur langsam.

Die Verwandte des Graureihers gehört zu den Spezialisten im Vogelreich: Sie benötigt Verlandungsflächen von Geewässern mit ausgedehnten Schilfflächen als Lebensraum. Das tägliche Menue besteht aus Amphibien und Fischen, die geschickt aus dem Wasser gefischt werden. Von klein auf beherrschen die Jungvögel die sogenannte Pfahlstellung. Sie dient der Tarnung: Nähert sich Gefahr, so strecken die Tiere ihren Hals in die Länge und den Kopf in die Höhe. Die warmbraune Sprenkelung ihres Gefieders imitiert ein Spiel aus Licht und Schatten und lässt Rohrdommel förmlich mit ihrer Umgebung verschmelzen.

Der Lebensraum dieser streng geschützten und störungsempfidlichen Art ist durch Trockenlegungen stark zurückgegangen. Der konsequente Schutz ihres Lebensraumes kann helfen, diese streng geschützte Art zu erhalten, sodass noch lange die Rufe aus dem Schilf schallen.

Weiterlesen
Kommentar schreiben

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Region

Vier Verletzte: Wildschweine wüten in Heider Innenstadt

Veröffentlicht

am

Polizei im Einsatz
Symbolfoto: SL

Heide – Panik in der Heider Innenstadt und ein ungewöhnlicher Einsatz für Polizei und Rettungskräfte. Seit etwa 9 liefen am Freitag zwei ausgewachsene, aggressive Wildschweine durch die Heider Innenstadt. Nach derzeitigen Erkenntnissen hatten die aufgebrachten Tiere auf ihrem Weg durch die Straßen und in der Filiale der Sparkasse am Markt vier Personen angegriffen und zum Teil schwer verletzt.

Die Bevölkerung wurde daher dringend gebeten, die Heider Innenstadt zu meiden, Gebäude nicht zu verlassen und vor allem die Arbeit der Einsatzkräfte nicht zu behindern.

Ein Wildschwein konnte durch Polizeikräfte im Vorraum der Sparkasse festgesetzt werden. Menschen, die sich in anderen Bereich des Gebäudes aufhielten, konnten per Drehleiter evakuiert werden. In der Sparkasse wurde das aggressive Tier von Jägern erlegt und abtransportiert. Das andere Schwein ist anschließend Richtung Stadtbrücke geflüchtet und wurde zuletzt in der Waldschlößchenstraße bzw. am Wasserturm gesichtet. Es soll sich mittlerweile außerhalb der Stadt befinden.

Eine Gefahr wird zurzeit nicht mehr gesehen. Die Polizei warnt aber generell davor, sich Wildschweinen zu nähern. Sollten Wildschweine in bebauten Gebieten wahrgenommen werden, kann man über 110 die Polizei alarmieren.

Weiterlesen

Hamburg

St. Pauli: Beachclub an den Landungsbrücken ausgebrannt

Veröffentlicht

am

An den Landungsbrücken
Symbolfoto: Sunfun/shutterstock.com

Hamburg – Aus bislang unbekannter Ursache brannte gestern Abend ein Großteil des Beachclubs „Hamburg del mar“ bei den Landungsbrücken in Hamburg aus. Das für Branddelikte zuständige Landeskriminalamt 45 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Gestern Abend brach in dem Gebäude ein Feuer aus, das sich im weiteren Verlauf über den Großteil der Lokalität ausbreitete. Es wurden keine Personen verletzt. Die Löschung des Brandes wurde um 21:33 Uhr beendet und die Absperrmaßnahmen der Polizei um 23:00 Uhr aufgehoben.

„Passanten hatten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Hamburg über den Notruf 112 zu den Landungsbrücken gerufen, weil sie Feuerschein und Rauchentwicklung aus einem sogenannten Beachclub bemerkt hatten. Als die ersten Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, stand der aus Schilf, Bambus und Holz konstruierte Gastronomiebetrieb, der in eingeschossiger Bauweise auf ein Parkdeck errichtet worden war, bereits im Vollbrand“, berichtet die Feuerwehr

„Weil Wind die Flammen bereits meterhoch angefacht hatte und Funkenflug benachbarte Gebäude bedrohte, wurde durch den Einsatzleiter sofort ein massiver Löschangriff durch fünf Trupps unter umluftunabhängigem Atemschutz mit insgesamt vier C-Rohren und einem Wenderohr über eine Drehleiter, als Riegelstellung zum Schutz der benachbarten Gebäude, eingeleitet. Viele Passanten verfolgten den Einsatz der Feuerwehr vor Ort. Personen wurden jedoch nicht verletzt. Ein mitalarmiertes Löschboot sicherte die Löschwasserversorgung elbseitig.“

Kurz vor Brandausbruch wurde eine verdächtige Person in der unmittelbaren Nähe des Beachclubs gesehen. Eine eingeleitete Sofortfahndung führte nicht zum Antreffen dieser Person. Die Ermittler des LKA 45 befinden sich derzeit am Brandort. Sie prüfen u.a., ob eine Brandstiftung ursächlich für den Ausbruch des Feuers sein könnte.

Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.

Der Club war bereits 2014 ausgebrannt, als er von einer Silvesterrakete getroffen worden war. 

Zeugen, die Hinweise geben können oder Beobachtungen gemacht haben, die mit dem Brand im Zusammenhang stehen könnten, werden gebeten, sich unter der Hinweisnummer 040/ 4286-56789 zu melden.

Weiterlesen

Hamburg

Große Mengen Dopingmittel bei Kraftsport-Weltmeister gefunden

Veröffentlicht

am

Foto: Zollfahndung Hamburg/hfr

 Hamburg / Seevetal – Zöllner haben jetzt große Mengen unterschiedlicher Dopingmittel in Hamburg und im Landkreis Harburg sichergestellt. Die mehrmonatigen Ermittlungen richten sich gegen eine Gruppe von vier Personen. Der vermeintliche Haupttäter war früher Weltmeister in einer Kraftsportdisziplin. Bei einer der weiteren Tatverdächtigen handelt es sich um die Lebensgefährtin des Verdächtigen. Auch sie war Inhaberin eines Weltmeistertitels im Kraftsport.

Im Dezember 2016 wurde die Wohnung des 25-jährigen Hamburgers schon einmal wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Antidopinggesetz vom Zoll durchsucht. Die Auswertung der sichergestellten elektronischen Beweismittel in diesem Verfahren stützten die Vermutung, dass er gewerbsmäßig mit Dopingmitteln handelte.

Die Zollfahnder hatten den Verdacht, dass der Beschuldigte, gemeinsam mit weiteren Tatverdächtigen, auch danach seinen illegalen Geschäften nachging. Er ließ sich durch das erste Verfahren nicht davon abbringen. Nach umfangreichen Ermittlungen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hamburg hat der Zoll nun das Dopingmittellager ausgehoben.

Der Wert der sichergestellten Dopingmittel beläuft sich auf mehr als 10.000 Euro. Der Tatumfang liegt mutmaßlich im hohen fünfstelligen Bereich.

An den vier Durchsuchungen in Hamburg und Seevetal waren mehr als 20 Beamte beteiligt.

Die weiteren Ermittlungen des Zollfahndungsamtes Hamburg dauern noch an.

Weiterlesen

Trending