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Kultur

Ausstellung: Bei ihm studierte "Loriot" Malerei

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Grimms Werke sind im Marstall zu sehen.
Foto: SL

Ahrensburg – Vom 11. Juni bis zum 6. August 2017 stellt die Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn Werke des Malers und Grafikers Willem Grimm aus – einer historischen Künstlerpersönlichkeit des 20. Jahrhunderts.

Die Ausstellung findet in der Galerie im Marstall Ahrensburg statt und zeigt Gemälde und Zeichnungen des Künstlers, der gerade für die Region rund um Hamburg bedeutend ist. Grimm ist besonders durch seine Mitgliedschaft in der Hamburgischen Sezession und seine langjährige Lehrtätigkeit an der Hochschule für bildende Künste Hamburg bekannt.

Auch „Kulturhund“ Fridolin schautet sich schonmal zwishenen den Exponaten um

Der Titel der Ausstellung beschreibt die in der Galerie im Marstall Ahrensburg präsentierten Motive: Masken, Figuren und Landschaften. Neben seinen eindrucksvollen Landschaftsdarstellungen ziehen sich zwei große Themen durch Grimms Werk, die auch in dieser Ausstellung sichtbar werden: das Rummelpottlaufen, eine norddeutsche Tradition, bei der verkleidete Kinder in der Silvesternacht lärmend den Winter vertreiben, sowie das bunte Treiben rund um die Basler Fasnacht. Maskerade und Verwandlung faszinierten Grimm seit den frühen 1930er Jahren bis zu seinem Lebensende.

Grimm (1904 in Eberstadt/Darmstadt bis 1986 in Hamburg) war Sohn eines Lithografen und wurde zunächst in Offenbach in grafischen Techniken unterrichtet. Bald zog es ihn nach Norddeutschland, wo er nach einem Aufenthalt in Worpswede ab 1924 in Hamburg an der Landeskunstschule studierte.

Ein typisches Grimmwerk

In Hamburg verbrachte er nahezu sein ganzes Leben. Er wurde Teil der Hamburgischen Sezession, war enger befreundet mit den Malern Karl Ballmer, Fritz Flinte, Karl Kluth und Kurt Löwengard. Grimm unterrichtete lange Jahre an der Hamburger Kunsthochschule und prägte dabei eine ganze Künstlergeneration. Bekannte Schüler sind u.a. Gisela Bührmann, Vicco von Bülow (Loriot), Hanne Darboven, Reinhard Drenkhahn, Harald Duwe, Heilwig Duwe-Ploog und Horst Janssen.

Die Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn freut sich, die Werke eines derart bedeutenden Künstlers des 20. Jahrhunderts zeigen zu können. Die Werke der Ausstellung stammen aus dem Nachlass des Künstlers, der seit einiger Zeit von der Otto Modersohn Stiftung in Fischerhude betreut wird.

Die Ausstellung wird am Sonntag, 11. Juni 2017 um 16 Uhr in der Galerie im Marstall Ahrensburg von Dr. Katharina Schlüter, Leiterin Kunst & Kultur und Geschäftsführerin der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn, eröffnet. Zur Einführung spricht Dr. Thomas Gädeke, Schloss Gottorf. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Am 25. Juni 2017 um 15 Uhr findet in der Galerie im Marstall Ahrensburg eine Gesprächsrunde zum Thema „Kunst in Stormarn – Rückblick“ statt. Dr. Johannes Spallek, ehemaliger Kreiskulturreferent, spricht anlässlich der Ausstellung mit Dr. Katharina Schlüter und Julia Kölle von der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn über historische Künstlerpersönlichkeiten wie Karl Ballmer und Harald Duwe.

Auch die Entwicklung der Stormarner Kunstszene in den letzten 30 Jahren wird thematisiert. Jeden Mittwoch um 16 Uhr lädt die Galerie im Marstall Ahrensburg Interessierte zudem zu einer Führung durch die Ausstellung ein.

 

Eröffnung:
Sonntag, 11. Juni 2017 um 16 Uhr
in der Galerie im Marstall Ahrensburg

Öffnungszeiten:
Mittwoch, Samstag und Sonntag 11 bis 17 Uhr

Führungen:
Mittwochs um 16 Uhr
Anmeldungen sind nicht erforderlich, der Eintritt ist frei

Gesprächsrunde „Kunst in Stormarn – Rückblick:
Sonntag, 25. Juni 2017 um 15 Uhr
mit Dr. Johannes Spallek, Dr. Katharina Schlüter und Julia Kölle
Anmeldungen sind nicht erforderlich, der Eintritt ist frei

Stormarner Kinderatelier zur Ausstellung:
Samstag, 17. Juni 2017 in der Galerie im Marstall Ahrensburg
Samstag, 24. Juni 2017 im Atelier Mamülei in Ahrensburg

Anmeldungen unter: 04102-70781015 / info@stormarner-kinderatelier.de

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Kultur

„Geh20 – alles im Eimer“: Axel Richter stellt in Hamburg aus

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Axel Richter schiebt das Eimermobil. Foto: Axel Richter

Hamburg – In der Zeit vom 29.10. bis 19. November werden im Südschiff der Hauptkirche die Kunstobjekte „Hinderlich“ von Uwe Schloen und „Geh20 – alles im Eimer“- das Eimermobil von Axel Richter und Uwe Schloen ausgestellt.

„Hinderlich“

„In einem Kubus von 3x3x3m plätschert ein Springbrunnen vor sich hin. Man kennt dies aus diversen Vorgärten, seltener aus Kirchen. Dazu auch noch rotes Wasser – Blut, Wein assoziiert man schnell. Die Betrachtenden sind durch eine transparente Plastikschicht vom Springbrunnen getrennt. Ein strenger formeller Aufbau. Hinweis auf die blutige Kirchengeschichte? Ein Aktueller Beitrag zum Zustand der Welt?

(Uwe Schloen)

„Geh20 – alles im Eimer“

Die Künstler Axel Richter und Uwe Schloen zogen im Mai einen Handwagen mit 200 Eimern vom KunstHaus am Schüberg bis ins Zentrum von Hamburg. Die Entfernung betrugt exakt 20 km, deshalb der Titel „Geh 20“. Das Motto „Alles im Eimer“ ist mindestens zweideutig. Einerseits ein Hinweis auf die reich vorhandenen kulturellen, politischen, natürlichen und wirtschaftlichen Ressourcen der weltweit knapp 200 Nationen, die miteinander geteilt werden wollen, andererseits ein Hinweis darauf, dass die Welt droht, unwiderruflich aus den Fugen zu geraten. Eine Bildergeschichte legt Zeugnis von der besonderen Wanderschaft ab.

Künstlergespräch am 14. November, 19 Uhr mit Uwe Schloen und Axel Richter Begrüßung und Moderation: Astrid Kleist

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Bad Oldesloe

Oldesloer Shantychor singt zum ersten Mal im KuB

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Der Shantychor Bad Oldesloe. Foto: Peter Warnholz

Bad Oldesloe – Voller Einsatz für einen stimmungsvollen Abend: Mit einer bunten Mischung aus Shantys und Seemannsliedern stehen die geselligen Sänger am Freitag, 20. Oktober 2017, um 20 Uhr im Kultur- und Bildungszentrum auf der Bühne.

Seit der Gründung vor 27 Jahren hat sich der Shantychor Bad Oldesloe zu einem festen Bestandteil im Oldesloer Kulturleben entwickelt. Auf rund 25 bis 30 Auftritten pro Jahr verbreiten die „Seebären vom Binnenland“ mit ihrem lockeren Auftreten auf runden Geburtstagen, Ehejubiläen und Festen jeder Art gute Laune. Natürlich sind sie immer mit von der Partie, wenn in der Stormarner Kreisstadt große Feste wie die Stadt- und Kurparkfeste stattfinden. Besonders beliebt ist das jährliche Weihnachtssingen am letzten Sonnabend vor Heiligabend vor ihrem Gründungslokal, das heutige „Kuchenwerk“.

Der Oldesloer Chor ist zudem gern gesehener Gast auf Shantychor-Treffen in zahlreichen Bädern an der Ostseeküste in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, sang auch schon beim Hamburger Hafengeburtstag und hat dazu zahlreiche Reisen ins In- und Ausland unternommen.

Im KuB Bad Oldesloe steht der Shantychor Bad Oldesloe nun endlich einmal wieder auf einer Konzertbühne. Die Zuhörer erwartet ein Abend voll mitreißender Freude am Singen und lockerer Geselligkeit.

Tickets sind online und in der Stadtinfo in Bad Oldesloe erhältlich. Kurzentschlossene können auch an der Abendkasse im KuB ab einer Stunde vor Veranstaltungsbeginn Tickets erwerben.

Tickets gibt es unter 04531/504-199 oder www.kub-badoldesloe.de

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Kultur

„Carion“ in Ahrensburg: Dieses Bläserquintett spielt ohne Noten und Hilfsmittel

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Das Carion Quintett spielt in Ahrensburg. Foto: hfr

Ahrensburg – Sie spielen auswendig ohne Notenständer auf einer leeren Bühne: Die Musiker des dänischen Bläserquintett „Carion“ revolutionieren in gewisser Weise die Kammermusikszene mit ihrem „barrierefreien“ Konzept.

Am Sonnabend, 4. November, treten die dänischen Musiker auf Einladung des Vereins Theater und Musik um 20 Uhr im Eduard-Söring-Saal (Waldstraße 14) in Ahrensburg auf.

Das 2002 gegründete Quintett ist Preisträger bei internationalen Wettbewerben, u. a. beim dänischen Rundfunk, in Turin und zweimal in Osaka, zuletzt 2014. Die faszinierende Präsentation weckt besonders auch das Interesse des jungen Publikums.

Unter dem Titel Mephisto stehen Werke von Franz Liszt (Mephisto Walzer; Grandes études de Paganini Nr. 6), Dmitri Schostakowitsch (Suite für Bläserquintett), Ferenc Farkas (Alte ungarische Tänze), Pēteris Vasks (Music for the Fleeting Birds) und W. A. Mozart (Serenade Es-Dur, KV 375) auf dem Programm.

Es ist das erste Konzert des Quintetts in Ahrensburg. Karten gibt es ab sofort für 17 bis 26 Euro in den MARKT-Theaterkassen in Ahrensburg, Große Straße 15a, und in Bargteheide, Rathausstraße 25, sowie an der Abendkasse.

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