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Herzogtum-Lauenburg

Frau hackt sich mit Beil den Finger ab und greift Busfahrerin an

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Bushaltestelle (Symbolbild). Foto: Stormarnlive.de

Geesthacht – Eine Frau hat in Geesthacht mit einem Beil selbst verletzt und anschließend einen VHH-Bus bestiegen. Die offenbar psychisch kranke 45-Jährige forderte die Busfahrerin dann auf, zur Polizei gefahren zu werden.

Durch ihre professionelle Reaktion konnte die Fahrerin eines VHH-Busses in einer brenzligen Situation möglicherweise Schlimmeres verhindern. Als eine blutverschmierte Frau mit einem Beil bewaffnet ihren Bus bestieg, verwickelte die Busfahrerin sie in ein Gespräch und sorgte dafür, dass die Fahrgäste – darunter vier Kinder – das Fahrzeug ohne Gefahr verlassen konnten.

„Während des Gesprächs gelang es der Busfahrerin, das von der Frau fallen gelassene Beil aufzuheben und unter dem Fahrersitz abzulegen“, sagt ein Polizeisprecher. Dann sei sie von der Frau angegriffen und getreten worden.

Bereits alarmierte Polizeibeamten aus Geesthacht, Schwarzenbek und Lauenburg nahmen die offensichtlich psychisch kranke Frau dann in Gewahrsam.

Dabei stellten sie fest, dass die Frau sich zuvor mit dem Beil einen Zeigefinger von ihrer Hand nahezu abgetrennt hatte!

Die Verletzte wurde unter Polizeibegleitung in das Krankenhaus St. Georg in Hamburg eingeliefert. Sie verblieb dort zur stationären Behandlung. Im Rahmen der Tatortaufnahme stellte die Polizei fest, dass die psychisch kranke Frau offensichtlich zuvor in einer Erdgeschoßwohnung und an einem vor ihrem Haus abgestellten Auto, vermutlich mit dem Beil, Scheiben eingeschlagen hatte.

Die 45-jährige Geesthachterin ist der Polizei als „verwirrte Person“ aus verschiedenen Einsätzen bekannt. Die Polizei lobt ausdrücklich das umsichtige Verhalten der Busfahrerin, die aufgrund der durch die Tritte entstandenen Verletzungen selbst im Krankenhaus behandelt werden musste.

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Herzogtum-Lauenburg

Straßen unterspült: Wasserrohrbruch in Berkenthin und Sierksarde

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Foto: mopics.eu

Berkenthin/Sierksrade – In der Nacht von Freitag auf Samstag ist es in den beiden Gemeinden Berkenthin und Sierksrade zu Wasserrohrbrüchen gekommen.

Erst gingen um 23 Uhr die Sirenen in Berkenthin. Ausgerechnet auf der vielbefahrenen Umleitungstrecke der B208 sprudelten Unmengen Wasser aus Gullis und Absackungen in der Lübecker Straße und ergossen sich bis hinab zur Kanalbrücke.

Mehrere Anwohner standen vor ihren Häusern und beobachteten das Schauspiel, während ein Mitarbeiter der Wasserwerke die Wasserzufuhr beidseitig unterbrach. Der herbeigeeilten Feuerwehr blieb nur mit Schaufel, Manneskraft und unter Zuhilfenahme eines Löschschlauches die Straße von hervorgespültem Sand zu reinigen. Außerdem mussten sie einen Pkw von einer abgesackten gepflasterten Grundstückseinfahrt entfernen.

Foto: mopics.eu

Während des Einsatzes waren dann um 23:45 Uhr die Sirenen der Gemeinde Sierksrade zu hören. Auch hier war in der Straße Windfelden ein Wasserrohr gebrochen. Zufällig bemerkten diesen Rohrbruch einige Anwohner, die gerade von einem Laternenumzug zurückgekehrt waren.

Inwieweit dieser Wasserrohrbruch eventuell im Zusammenhang mit einem sogenannten Druckstoß durch die Maßnahmen in Berkenthin stehen, konnte bisher nicht geklärt werden. Fakt ist allerdings, dass es nur wenige Meter von der neuen Bruchstelle vor 5 Wochen erst zu einem größeren Rohrbruch gekommen war.

Stellt sich die Frage, inwieweit das Rohrleitungsnetz noch den heutigen Druckgegebenheiten standhalten kann. Die Auswirkungen der Wasserrohrbrüche waren selbst bis nach Klempau zu spüren, dessen Einwohner für einige Zeit ebenfalls von der Wasserversorgung abgeschnitten waren.

Das Wasser hat das Pflaster unterspült. Foto: mopics.eu

In Berkenthin und Sierksrade hieß es auch am Samstag, für die Anwohner der betroffenen Straßen, sich anderweitig mit Wasservorräten zu versorgen. In beiden Straßen mussten über viele Stunden Kanalarbeiten zur Beseitigung der Störung stattfinden. Inwieweit sich der Wasserrohrbruch in Berkenthin noch ernsthaft auf die Verkehrsumleitung auswirkt, hängt maßgeblich vom Erfolg der Arbeiten ab.

Sollte sich herausstellen, dass die Straße allzu sehr unterspült worden ist, würde dies im schlimmsten Fall die Sperrung der Lübecker Straße nach sich ziehen. Bis zum Mittag konnte der Verkehr einspurig an der Baustelle vorbeigeführt werden. Solidarisch zeigten sich die Anwohner der Straßen mit den Arbeitern. An einer Bushaltestelle versorgten sie diese mit belegten Brötchen und jeder Menge heißem Kaffee und Getränken.

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Herzogtum-Lauenburg

Mindestens 13 Feuer gelegt: Ratzeburger Polizei nimmt Brandstifter fest

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Feuerwehr im Einsatz. Symbolfoto: SL

Ratzeburg – Die Polizei hat einen mutmaßlichen Brandstifter (44) festgenommen, der innerhalb eines Jahres 13 Feuer in der Ratzeburger Inselstadt gelegt haben soll. Der Ratzeburger hat die Taten gestanden.

Seit dem 21. September 2016 sind in dem Gebiet zwölf Abfallcontainer und ein Schuppen angezündet worden. In vier Fällen wurde ein in der Nähe stehendes Fahrzeug beschädigt. Bei drei Bränden entstand Gebäudeschaden.

Beim 13. und jüngsten Brand, am 8. September wurde gegen 21.30 Uhr ein Papiercontainer in einem Hinterhof „Am Markt“ in Brand gesetzt. Anwohner bemerkten die Rauchentwicklung und zogen den Container aus dem Gefahrenbereich. So konnte der dieser durch die Freiwillige Feuerwehr Ratzeburg schnell gelöscht werden.

44-Jähriger hat die Taten bei Vernehmung gestanden

Im Rahmen der Ermittlungen zu dieser Brandserie erhärtete sich ein erster Tatverdacht gegen einen 44-jährigen polizeilich einschlägig bekannten Mann.

Der mutmaßliche Brandstifter wurde nach Tat an seiner Wohnanschrift vorläufig festgenommen.

In seiner Vernehmung räumte er ein, einen Teil der Brände gelegt zu haben. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

Nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft Lübeck wurde der 44-jährige Ratzeburger wieder entlassen, da keine Haftgründe vorlagen.

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Herzogtum-Lauenburg

Steinhorst: Rufe aus Feld führten zu Großeinsatz

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Feuerwehr im Einsatz
Symbolfoto: SL

Steinhorst – MysteriöseRufe aus Richtunge eines Feldes, die nicht genau lokalisiert werden konnten, sorgten am Sonntagabend gegen 18 Uhr in Steinhorst für ein Großaufgebot an Rettungskräften. Passanten hatten eine Frau laut nach Hilfe rufen hören. Sie suchten zunächst selbst nach der Quelle der Schreie, konnten aber keine Person finden.

Nach der Benachrichtigung durch die Spaziergänger rückten mehrere Freiwillige Feuerwehren an. Auch die Rettungshundestaffelln des ASB und der DLRG kamen zum Einsatz, in der Hoffnung die Frau zu finden, die nach Hilfe gerufen hatte.

Gerüchte machten im Internet schnell die Runde, dass es eine Person vermisst würde, die gestern Abend auf dem Steinhorst Open Air gewesen sein soll. Dieses Gerücht bestätigte sich bisher nicht. Es ist auch keine Person offiziell vermisst worden.

Weder die Hundesuchstaffeln, noch ein alarmierter Polizeihubschrauber noch die mit Wärmebildkameras ausgestatteten Feuerwehrleute konnten eine Person finden, die die Hilferufe abgesetzt haben könnte. Die Suche wurde schließlich in der Dunkelheit ergebnislos abgebrochen.

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