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Norddeutschland

Natur- und Klimaschützer über Trump-Kurs besorgt

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Symbolfoto: Shutterstock/Tatiana Grozetskaya

Berlin – Sollte die US-Regierung heute tatsächlich aus dem Pariser Klimaschutzabkommen aussteigen, wäre dies für Hubert Weiger, den Vorsitzenden des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ein „ungeheurer Affront gegen die Weltgemeinschaft“ und ein gravierender Schlag gegen die Bemühungen um mehr globalen Klimaschutz.

„Ein Ausstieg Trumps aus dem Pariser Klimaschutzvertrag zeugt von enormer Ignoranz gegenüber den existierenden Klimarisiken. Trump kann zwar das Pariser Klimaabkommen aufkündigen, weltweit arbeiten jedoch fast alle Regierungen weiter an dessen Umsetzung“, sagte Weiger.

„Trumps Antiklimaschutzpolitik gefährdet die Lebensgrundlagen aller“, sagte Weiger. „Der weltweite Siegeszug der regenerativen Energien kann nicht mehr gestoppt werden. Während die Kohleindustrie rote Zahlen schreibt, schaffen erneuerbare Energien auch in den USA hunderttausende neue Jobs“, sagte der BUND-Vorsitzende.

Werde der Vertrag tatsächlich aufgekündigt, hätten US-amerikanische Unternehmen und vor allem die vom Klimawandel bereits Betroffenen die negativen Folgen zu tragen. Der BUND-Vorsitzende sieht auch in der Rücknahme wesentlicher nationaler Klimaschutzzusagen durch die Trump-Regierung Gefahren für die Sicherheit der Weltgemeinschaft.

„Entwicklungsländer, Küstenstädte und kleine Inselstaaten gehören zu den ersten Opfern der Klimakrise. Auch in den USA verursacht der Klimawandel zunehmend Wetterextreme. Hurrikans wie Katrina oder Sandy zerstören das Hab und Gut von Zehntausenden. Überflutungen wie 2005 in New Orleans oder 2016 in Louisiana kosten viele sogar das Leben.

Die Opfer von Trumps Entscheidung werden Millionen Menschen sein, im eigenen Land, aber vor allem in ärmeren Staaten. Die Unterzeichner des Paris-Abkommens, vor allem die EU und andere große Industrie- und Schwellenländer, müssen jetzt den Ausstieg aus fossilen Energien beschleunigen und die Umsetzung des Abkommens gewährleisten“, sagte Weiger.

Globaler Klimaschutz erfordere den Ausstieg aus der Kohleverstromung, die Verkehrswende und den klimafreundlichen Umbau der Landwirtschaft. Für Deutschland heiße das, die Bundesregierung müsse deutlich vor 2030 aus der Kohle aussteigen und in einem Bündnis von Vorreiterstaaten den Kohleausstieg auch international voranbringen, sagte der BUND-Vorsitzende.

Hamburg

Ausgesetzte Schildkröte: Feuerwehr rettet „Michelangelo“ aus Eppendorfer Park

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Oberbrandmeister Thomas Wrzesniewski, „Michelangelo von den Turtles“ und Brandmeister Malte Reese Foto: Feuerwehr Hamburg

Hamburg – Spaziergänger haben im Eppendorfer Park eine Schildkröte gefunden. Das Tier wurde zuvor offenbar dort ausgesetzt. Die Feuerwehr taufte das Tier „Michelangelo“.

Die Schildkröte wurde zunächst zur Feuer- und Rettungswache Rotherbaum transportiert.

Da das Tier unverletzt und wohlauf war, musste kein Tierarzt akut konsultiert werden. Der über den Schildkrötenfund informierte Tierschutzverein sagte zu, das Tier am Samstag abzuholen.

Schildkröte erholte sich bei der Feuerwehr

Somit begann eine ganze Wachabteilung für die Schildkröte, die von den Kollegen alsbald den Namen „Michelangelo von den Turtles“ erhielt, liebevoll zu sorgen und ein echtes Wohlfühlprogramm zu starten.

Salat, Gurke, frisches Wasser – Es durfte nichts fehlen in der großen Box, in der sich das, möglicherweise zu den Schmuckschildkröten gehörende Tier, erholen konnte.

Am Folgetag wurde Michelangelo von den Turtles vom Tierschutz abgeholt und der tierische Betreuungseinsatz an der Feuer- und Rettungswache wurde damit beendet.

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Hamburg

79-Jährige erfasst mit ihrem PKW eine Mutter mit Kinderwagen

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Rettungshubschrauber im Einsatz
Archivfoto: SL

Hamburg – Weil eine 79-Jährige offenbar die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlor wurden insgesamt sieben Personen zum Teil lebensgefährlich verletzt. Darunter eine Mutter mit einem Säugling im Kinderwagen.

In der der Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg gingen am frühen Dienstagnachmittag diverse Anrufe über den Notruf 112 ein. In der Harksheider Straße im Hamburger Stadtteil Poppenbüttel solle es zu einem Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen und Verletzten gekommen sein. Ein PKW habe zudem mehrere Menschen überfahren.

Die ersten Einsatzkräfte, die bereits nach kurzer Zeit vor Ort waren, erkundeten die Einsatzstelle und leiteten die Versorgung der verletzten Personen ein. Offenbar hatte eine 79-jährige Frau mit ihrem Fahrzeug aus einer Parklücke ausparken wollen und verlor aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über ihr Fahrzeug. Hierbei touchierte sie ein vor ihr stehenden PKW, in dem eine Frau mit ihren drei Kindern saß. Die vier Personen wurden bei dem Aufprall leicht verletzt, die Mutter wurde später zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus befördert, die Kinder vom Vater und von einer Notfallseelsorgerin der Feuerwehr Hamburg betreut.

Auf der weiteren Fahrt der 79-Jährigen wurde eine Frau mit Kinderwagen vom PKW erfasst. Beide wurden durch die Luft geschleudert. Die Frau wurde dabei lebensgefährliches verletzt, das Kind, ein Säugling, ebenfalls. Beide Personen wurden nach rettungsdientlicher Versorgung notarztbegleitet in ein Krankenhaus befördert.

Die Fahrerin des Unfall-PKW stieß zuletzt mit ihrem Fahrzeug mit einem Straßenbaum zusammen. Hierbei wurde die Fahrerin schwer verletzt und wurde nach einer ersten Versorgung vor Ort notarztbegleitet in ein Krakenhaus befördert.

Insgesamt gab es 7 betroffene Personen im direkten Zusammenhang mit dem Unfallgeschehen, weiter Unfallzeugen wurden von Notfallsanitätern der Feuerwehr Hamburg betreut. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen, geht aber zum jetzigen Zeit nicht von Vorsatz aus.

Traurig soll es laut Berichten von der Unfallstelle gewesen sein, dass zahlreiche Zeugen zwar das Geschehen filmten und fotografierten, aber nur wenige helfend eingriffen.

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Hamburg

Hamburg: Teenager helfen bei Ladendiebverfolgung

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Hamburger Polizei im Einsatz
Symbolfoto: SL

Hamburg – Beamte des Polizeikommissariats 47 haben am Montagnachmittag einen 45-jährigen Russen vorläufig festgenommen, dem ein Ladendiebstahl in einem Warenhaus vorgeworfen wird.

Eine Mitarbeiterin des Warenhauses bemerkte den Tatverdächtigen, als dieser mit einem prall gefüllten Rucksack fluchtartig das Geschäft verließ, und machte durch laute Rufe auf ihn aufmerksam. Diese Rufe alarmierten drei junge „Nachwuchsdetektive“ im Alter von 14, 14 und 13 Jahren, die sich zufällig vor dem Geschäft befanden.

Die Jungen erfassten sofort die Situation. Zwei von ihnen (13,14) begaben sich umgehend zum nahegelegenen Polizeikommissariat 47 und meldeten den Vorfall, der Dritte (14) verfolgte zu Fuß und mit sicherem Abstand den Flüchtigen.

Die Besatzung eines sofort zur Fahndung eingesetzten Funkstreifenwagens wurde durch den jungen Zeugen in der Bauernweide auf den Tatverdächtigen hingewiesen, der es sich inzwischen auf einer Grünfläche gemütlich gemacht hatte.

Die Polizeibeamten nahmen den Mann vorläufig fest, brachten ihn zum Polizeikommissariat 47 und stellten das mutmaßliche Diebesgut aus dem Rucksack (9 Packungen Tiefkühllachs, 3 Paar Socken, Gesamtwert ca. 120 Euro) sicher. Er wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen, da keine Haftgründe vorlagen.

Die drei „Nachwuchsdetektive“ wurden von den eingesetzten Polizeibeamten für ihr umsichtiges Verhalten und die schnelle Reaktion ausdrücklich gelobt.

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