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Kultur

Konferenz der Tiere: Politisches Sommermärchen zum G20-Gipfel

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Die Tierwelt verabredet eine Konferenz, um die Fehler der Menschen auszubügeln. Foto: Fischer

Bargteheide – Wenn die Menschen scheitern, müssen die Tiere es richten: Passend zum G20-Gipfel in Hamburg zeigt die Theaterwerkstatt Blaues Wölkchen im Kleinen Theater Erich Kästners „Konferenz der Tiere“. Da die Menschheit noch immer die Welt vollständig zu ruinieren droht, ist das diesjährige Sommermärchen nicht nur für Kinder sehenswert.

Die Parallele zwischen dem Stück und dem Gipfeltreffen der 20 wichtigsten Industrie und Schwellenländer im Juli ist kein Zufall: „Der Bezug drängt sich ja förmlich auf“, sagt Regisseurin Christina Schlie. „Auch in unserem Theaterstück werden sich die Tiere für ihre Konferenz in Hamburg treffen.“ Ansonsten habe sie sich nahe an Erich Kästners Vorlage gehalten.

Der Autor schrieb das Kinderbuch kurz nach dem zweiten Weltkrieg. Es handelt von einem Treffen aus Vertretern aller Tierarten, die nach dem politischen Scheitern der Menschen eine internationale Konferenz einberufen, um den Weltfrieden zu erreichen. Das Thema ist heute wohl so aktuell wie damals, sind die Menschen doch weiterhin damit beschäftigt, sich gegenseitig zu bekriegen statt Hunger, Elend und Umweltzerstörung zu beenden.

Trotz eines politischen Anspruchs bleibt das Stück für Kinder geeignet. „Wir haben versucht, die politischen Inhalte etwas runter zu brechen und vereinfacht darzustellen“, sagt Schlie. Zuzumuten sei den Kindern das G20-Thema. Bei den Proben habe sie festgestellt, dass darüber durchaus auch schon zu Hause gesprochen wurde.

Das Ensemble besteht derzeit aus aus 28 Kindern im Alter von sechs bis 15 Jahren. Die Proben laufen seit etwa einem halben Jahr. Bereits am Wochenende gab die junge Schauspielertruppe einen kleinen Vorgeschmack in Form der ersten Szene auf dem Bargteheider Stadtfest. Dort trommelte Oscar der Elefant per Telefon die ersten Tiere für die Konferenz zusammen, die gleichzeitig zu der der Menschen abgehalten werden soll.

Zum sechsten Mal arbeitet Christina Schlie mit der Choeografin Svetlana Frank zusammen: „Das war diesmal schon etwas anderes, weil es sich nicht wie sonst um ein klassisches Märchen handelt“, sagt Frank. Die Vorbereitungen hätten aber dennoch großen Spaß gemacht. Unterstützung gab es in diesem Jahr aus Lübeck: Die Broschüre zum Stück und eines der Bühnenbilder, das die Hamburger Skyline zeigt, wurde vom Theater Lübeck gestaltet. Jan Roßmanek von der Theaterwerkstatt freut sich über die neue Kooperation: „Es ist auch für uns ein schönes Erlebnis, wenn wir die Lübecker in ihrem Theater besuchen“, sagt er. Das sei ein bisschen die große weite Theaterwelt.

In der kleinen Bargteheider Theaterwelt startet das Sommermärchen „Konferenz der Tiere“ mit der Premiere am 18. Juni (15 Uhr). Weitere Vorstellungen folgen am 24. Juni (15 Uhr) und am 26. Juni (11.30 und 15 Uhr). Der Eintritt kostet neun Euro für Kinder und 11 Euro für Erwachsene. Karten gibt es im KulturServicebüro des Kleinen Theater Bargteheide (Hamburger Straße 3) und telefonisch unter 04532-5440.

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Kultur

Künstler Hendrik Lörper stellt in der Wassermühle aus

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Hendrik Lörper
Foto: SL

Trittau – Ab Sonnabend, dem 19. August, ist in der Galerie in der Wassermühle  die Ausstellung „Hendrik Lörper – Schöne Ordnung“ zu sehen. Der in Kiel lebende Künstler Hendrik Lörper  gibt einen Einblick in sein vielgestaltiges Werk: In der Ausstellung wird eine Zusammenstellung aus Fotogrammen, Fotografien und kinetischen Objekten gezeigt.

„Die in Trittau präsentierten Fotogramme und Fotografien lassen eine intensive Beschäftigung mit kleinen, aber besonders schönen Phänomen der Natur erkennen. Das Fotogramm ist ein technisches Verfahren, bei dem Objekte mittels Licht direkt auf lichtempfindlichem Papier abgebildet werden. Die Silhouetten der Gegenstände werden sozusagen vom Licht auf das Papier gezeichnet. Es entstehen detailreiche Bilder, die in ihrer Farbigkeit an Röntgenbilder erinnern: strahlend weiße Formen auf tiefschwarzem Grund. Hendrik Lörper untersucht unscheinbare Elemente wie Daunenfedern oder Seifenschaum, die mit diesem Verfahren auf ihre Form reduziert und zudem auf ein Vielfaches vergrößert werden. In mehrteiligen Serien sind diese seltsam schönen Gebilde zu bewundern. Auch Lörpers Fotografien weisen ein großes Interesse an der Schönheit natürlicher Gesetzmäßigkeiten auf: Seifenblasen hängen etwa an einem Grashalm, glänzen ebenmäßig und sind doch einem baldigen Ende geweiht“, erklärt Julia Kölle von der Sparkassen Kulturstiftung.

Hendrik Lörper ist auch für seine raumgreifenden und raumbezogenen Installationen sowie seine kinetischen Objekte bekannt. Unter Verwendung von Lüftungen, Elektromotoren oder Zeitschaltuhren bringt er Materialien und Objekte in Bewegung. In seiner Ausstellung in Trittau zeigt er zum Beispiel einen selbstgebauten Apparat, der eine übermannshohe Spiegelfolie in stetige Bewegung versetzt. Durch einen Aufbau aus einer Holzkonstruktion, Gummibändern und einem Motor wackelt und wabert die Folie. Das Spiegelbild gerät in Bewegung, die Gesetzmäßigkeiten des abgebildeten Raums lösen sich auf. Es ist eine leichte Irritation des vorhandenen Raums, die allerdings die Wahrnehmung der Betrachter entscheidend herausfordert.

Mit einer Arbeit gewährt der Künstler den Besuchern sogar einen besonders intimen Blick in seine Arbeitsweise: An einer Wand ist eine Vielzahl unterschiedlicher Fotografien großflächig aneinandergefügt – ganz ähnlich seiner sich stets verändernden Atelierwand. Die Kombination von Bildern und die assoziative Verknüpfung der einzelnen Motive lassen das bildliche Denken des Künstlers sichtbar werden.

Die Ausstellung wird am Samstag, 19. August 2017, um 16 Uhr von Oliver Mesch, Bürgermeister der Gemeinde Trittau, eröffnet. Zur Einführung spricht die Lübecker Kuratorin Marlies Behm. Im Rahmen der Ausstellung findet am 24. September um 15 Uhr ein Künstlergespräch statt, moderiert von Dr. Katharina Schlüter, Leiterin Kunst & Kultur und Geschäftsführerin der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Gudberg Nerger Verlag.

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Bad Oldesloe

Verbrauchergemeinschaft besuchte die „Elphi“

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Teilnehmer der Konzerthausführung
Foto: Waltraut Broschinsky

Bad Oldesloe/Hamburg – Die Verbrauchergemeinschaft Stormarn war wieder unterwegs. Dieses Mal war die neue Hambruger Elbphilharmonie das Ziel. 30 Teilnehmer hatten die Gelegenheit die Elbphilharmonie ganz intim von innen zu erleben. Die Gästeführerin informierte die Zuhörer ausführlich von der ursprünglichen Idee, im ehemaligen Kaispeicher einen kleinen Konzertsaal zu bauen, bis zur endgültigen Umsetzung mit drei Konzertsälen, Gastronomie,  einem Hotel von der 6. bis zur 20. Etage, und Wohnungen.

Zuerst ging es über die 82 m lange Rolltreppe, Tube genannt, hinauf zum ersten Panoramafenster. Von dort ging es direkt weiter über eine kleine Rolltreppe in die 8. Etage, der Plaza, die für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Hier befinden sich auch die Treppenhäuser für den großen und kleinen Konzertsaal.

Auf die Frage nach der Reinigung der Fassade  erklärte die Gästeführerin, dass die Fensterputzer sich an dafür oberhalb des Daches vorgesehenen Haltevorrichtungen abseilen, was aus Sicherheitsgründen aber nur von Mai bis Oktober durchgeführt werden darf.

„Der Höhepunkt war der Besuch in der 13. Etage, mit Zutritt in den Großen Saal, in dem gerade an der Orgel geprobt wurde. So bekam die Gruppe einen Eindruck von der einzigartigen Akustik. Im Anschluss erfolgte noch ein Spaziergang zum Besuch des Zollmuseums und eine Schifffahrt auf der Elbe bei herrlichem Sommerwetter, was zum Gelingen des Programms beitrug“, berichten die Organisatoren von der Verbrauchergemeinschaft.

Da die Nachfrage zu dieser Veranstaltung sehr groß war, wird die Verbrauchergemeinschaft  weitere Termine zur Konzerthausführung in Hamburg anfragen.

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Kultur

Feierlicher Abschluss der Orgelkonzertreihe in Bargteheide

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Die Bensmann-Orgel
Foto: Kirchengemeinde Bargteheide/hfr

Bargteheide –  Die Kirchengemeinde Bargteheide feierte in diesem Jahr schon mit mehreren großen Konzerten das 20jährige Bestehen der Bensmann-Orgel. Am Sonntag, dem 27. August findet nun das große Abschlusskonzert des Bargteheider Orgelsommers statt. Jan Ernst, Kantor und Organist am Schweriner Dom und Professor an der Musikhochschule Hamburg, spielt zum Orgeljubiläum Musik von anderen Jubilaren dieses Jahres.

Auf der Orgel erklingen Werke von Telemann, er verstarb vor 250 Jahren, von Knecht, dessen Todestag genau 200 Jahre her ist, und von Tunder, der vor 350 Jahren starb. Dazu kommen Bearbeitungen aus Opern von Rameau, eine Partita des niederländischen Komponisten Willem Vogel und die Toccata in F-Dur von Johann Sebastian Bach.

Jan Ernst
Foto: Kirchengemeinde Bargteheide/hfr

Kantor Andis Paegle freut sich auf ein insgesamt farbiges Programm: „Unsere Bensmann-Orgel ist ja ihrer historischen Vorgänger-Orgel von 1696 nachempfunden. Sie ist eine Rekonstruktion im Stile norddeutscher Orgelbaukunst. Professor Jan Ernst, ein Meister für alte Musik und deren historische Aufführungspraxis, wurde in seinem Orgelspiel schon von Kindheit an mit und durch die reiche Orgellandschaft seiner ostfriesischen Heimat an die norddeutsche Tradition herangeführt.

Er studierte bei den Professoren Harald Vogel (Bunde), Rose Kirn (Hamburg) und Hans van Nieuwkoop (Amsterdam). Und jetzt kommt er mit einem vielversprechenden Programm zu uns – ein würdiger Abschluss des Orgelsommers und eine angemessene Würdigung unserer wunderbaren Orgel.“

Das Konzert in der Bargteheider Kirche, Lindenstraße 2,  beginnt um 18 Uhr, der Eintritt beträgt 10 Euro, ermäßigt 8 und 6 Euro. Im Vorverkauf in der Arkaden-Buchhandlung , der Bargteheider Buchhandlung und der Filiale der Sparkasse Holstein können die Karten um einen Euro ermäßigt erworben werden.

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