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Bad Oldesloe

Wie die Eisenbahn nach Stormarn kam

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Der Oldesloer Bahnhof auf einer historischen Aufnahme
Foto: Kreisarchiv Stormarn/hfr

Bad Oldesloe – Welche Veränderungen die Entwicklung der Infrastruktur in Stormarn ab Ende des 19. Jahrhunderts mit sich brachte beleuchtet Marc Clasen, Diplom Soziologe und Doktorand an der Universität Hamburg, in seinem Vortrag am Dienstag, 16. Mai um 19 Uhr in der Stadtbibliothek Oldesloe.

Anlässlich des Kreisjubiläums und der Kultur- und Geschichtstage referiert er unter dem Titel „Eisenbahn und Elektrizität“ über die Zeit der Industrialisierung und die damit einhergehende Technisierung des Wirtschafts- und Privatlebens in Stormarn.

Im Zeitalter der Industrialisierung wurde der Alltag in Stormarn immer stärker technisiert. Diese Entwicklung wird in dem Vortrag von Marc Clasen nachgezeichnet. Wichtigstes Merkmal war die Eisenbahn: Um 1900 war ein weitverzweigtes Bahnnetz entstanden, Bad Oldesloe zum Knotenpunkt von allein fünf Bahnlinien geworden. 1865 wurde die Bahnstrecke der privaten Lübeck-Büchener-Eisenbahngesellschaft zwischen Lübeck und Hamburg eingeweiht. Mit der Annexion durch Preußen 1867 wurde Oldesloe neben Neumünster zum wichtigsten Verkehrsknoten der preußischen Staatsbahn in Schleswig-Holstein ausgebaut.

So folgten nacheinander die Strecken zwischen den beiden Orten (1875), über Trittau nach Schwarzenbek als Anschluss an die Hamburg-Berliner Strecke (1887)  und über Ratzeburg nach Hagenow ins Mecklenburgische (1897). 1907 schließlich stellte die Elmshorn-Barmstedt-Oldesloe-Eisenbahngesellschaft ihre Bahnlinie fertig. Im Süden des Kreises sorgte ab 1904 die Anbindung an die Walddörferbahn und ab 1907 die Südstormarnsche Kreisbahn für eine gute Verbindung in die nahe Großstadt Hamburg.

Aber auch Gasversorgung und Elektrizität veränderten den Alltag in dieser Zeit. Schon früh errichteten Stormarner Orte wie Wandsbek und Oldesloe eigene Gas- und später Elektrizitätswerke. Nicht nur wurden die Haushalte dadurch mit Licht versorgt, die Energiequellen speisten in erster Linie das aufblühende Gewerbe. Mit der sogenannten „Überlandleitung“ baute der Kreis Stormarn ab 1913 ein eigenes Stromnetz auf und beflügelte damit die landwirtschaftliche, gewerbliche und industrielle Entwicklung des Kreises.

Der Eintritt ist frei. Platzreservierungen können nicht vorgenommen werden, Einlass ist ab 18:45 Uhr.

Stadtbibliothek Bad Oldesloe, Königstraße 32, 23843 Bad Oldesloe

Bad Oldesloe

Betreuungsbedarf: Kreis Stormarn will Eltern befragen

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Bad Oldesloe – In den nächsten Tagen startet der Kreis Stormarn die aktuelle Befragung von Eltern mit Kindern unter vier Jahren. Mit dem Fragebogen möchte der Kreis die Betreuungsbedarfe der Eltern erneut erfassen.

Der Kreis hatte zuletzt 2013 die Betreuungsbedarfe ermittelt. Seither hat sich viel getan. Das Angebot bereits deutlich ausgebaut und erweitert worden.

Der Kreis befragt die Eltern nun ein zweites Mal, um die Kindertagesbetreuung im Kreis Stormarn auch künftig weiter bedarfsgerecht zu planen und zu verbessern.

Die Fragebögen treffen in den nächsten Tagen per Post bei den Eltern ein. Bei der Befragung geht es in erster Linie darum, ab wann und wie die Eltern eine Kindertagesbetreuung wünschen. Falls die Kinder bereits betreut werden, ist es für den Kreis wichtig zu wissen, ob die bereits in Anspruch genommenen Angebote zeitlich und vom Umfang her passen.

Eltern mit mehreren Kindern unter vier Jahren erhalten mehrere Fragebögen für ein jedes ihrer Kinder. Die Be­fragung ist selbstverständlich vollkommen anonym und freiwillig. Den Fragebögen liegt ein Freiumschlag für die Rücksendung bei.

Der Kreis bittet die Eltern um rege Teilnahme. Ein bedarfsgerechter Ausbau der Kindertagesbetreuung setzt schließlich voraus, die Wünsche der Eltern möglichst genau kennenzulernen.

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Bad Oldesloe

ZDF-Studie: Topbewertungen für „Arbeit und Wohnen“ in Stormarn

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Stadthaus am Oldesloer Marktplatz
Archivfoto: SL

Stormarn – In einer großen Studie untersuchte ZDF:zeit die 401 Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland. Die große Frage dabei war: „Wo lebt es sich am besten?“. 

In der Kategorie „Wohnen und Arbeit“ gibt es großen Grund zum Jubeln. Denn hier landete Stormarn tatsächlich auf Rang 3 deutschlandweit. Besonders die Kaufkraft und die geringen Pendlerdistanzen sorgten unter anderem für die Topplatzierung. 

Doch leider gibt es in den anderen beiden Bereichen „Gesundheit und Sicherheit“ sowie „Freizeit und Natur“ keinen Grund zur Freude und offenbar eine Menge zu tun. 

Während es bei „Gesundheit und  Sicherheit“ immerhin mit Rang 185 noch einen Platz im Mittelfeld gibt, landet Stormarn in Sachen „Freizeit und Natur“ auf Platz 352 von 401 Kreisen und kreisfreien Städten.

Besonders niedrig ist die Bar- und Restaurantdichte. Hier liegt Stormarn auf einem abgeschlagenen 385. Platz. Auch die Übernachtungszahlen sind miserabel. Sie stehen bundesweit auf Platz 349.

Positiv stechen die Entleihungen aus Bibliotheken mit einem Platz 52 und die Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl 2017 mit einem Platz 27 hervor. Die Wahlbeteiligung der letzten Kommunalwahl hingegen ist im bundesweiten Vergleich wieder mit Platz 288 beschämend schlecht. Die Anzahl der Vereine bringt ebenfalls nur einen Rang 321. 

Im Bereich „Gesundheit und Sicherheit“ fällt die relativ hohe Alterserwartung in Stormarn positiv auf. Die Erreichbarkkeit von Kliniken, die Arztdichte und die Anzahl von Rehakliniken liegt aber eher im hinteren Bereich. Es gibt wenige Todesopfer und Verletzte bei Verkehrsunfällen, eine relativ niedrige Anzahl an Einbruchsdelikten (Rang 372 von 401), aber dafür relativ viele Gewaltverbrechen ( Rang 78 von 401), Übergewichtige (Rang 76) und eine hohe Ozonbelastung (Rang 68) 

Im Gesamtranking liegt Stormarn auf Platz 160. Der Kreis Segeberg liegt auf Rang 236, das Herzogtum Lauenburg auf 272, Lübeck auf 279 und Hamburg auf 155. Platz 1 holte übrigens München. 

Der Link zur Studie

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CDU Bad Oldesloe: Horst Möller bleibt Fraktionsvorsitzender

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Horst Möller bleibt Fraktionsvorsitzender. Foto: CDU

Bad Oldesloe – Nach der Kommunalwahl hat die CDU Bad Oldesloe jetzt ihren Fraktionsvorstand gewählt.

Alter und neuer Fraktionsvorsitzender ist Horst Möller. Auch seine Stellvertreter Torsten Lohse und Lajoscha Rausch hatten ihre Ämter bereits in den letzten Jahren bekleidet.

Alle drei hoffen, dass in der vor uns liegenden Wahlzeit das Miteinander etwas reibungsloser verläuft als bisher. Deshalb hat die CDU allen in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Parteien und Wählergemeinschaften ein Gespräch angeboten, um zu klären, wie man ein harmonischeres Verhältnis auch bei allen sachlichen Unterschieden bewerkstelligen kann.

Hierbei sollen auch die Möglichkeiten angesprochen werden, wie am 4. Juni eine reibungslose und einvernehmliche konstituierende Stadtverordnetenversammlung ermöglicht werden kann.

Einstimmiges Votum: Hildegard Pontow soll Bürgerworthalterin werden

Hildegard Pontow soll Bürgerworthalterin werden. Foto: CDU

Weiterhin wurden auf der Fraktionssitzung jeweils einstimmig Hildegard Pontow als Bürgerworthalter-Kandidatin und Horst Möller als Kandidat für das Amt des ersten Bürgermeister-Stellvertreters gewählt.

Weitere Personalentscheidungen, auch die Besetzung der Ausschüsse, werden endgültig in den zwei folgenden Fraktionssitzungen am 22. und 29. Mai beschlossen.

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