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Bargteheide

Ein Fest für Familien und Kulturfans

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Großer Andrang in der Rathausstraße.
Foto. Fischer

Bargteheide – Es gibt keine Blaupause, wie ein Stadtfest auszusehen hat – es liegt immer daran, was die Organisatoren auf die Beine stellen und wie das Fest angenommen wird. In Bargteheide haben die Organisatoren aus dem Arbeitskreis und der Eventfirma „Schächterle Events & Consulting“ an ein paar Stellschrauben gedreht und damit sehr viele Menschen trotz wechselhaftem Wetter in die Stadt gelockt.

Das Stadtfest wurde in diesem Jahr ein wenig kompakter gestaltet, die ehemalige Teichbühne rückte direkt an die Straße und die Vereinsvertreter hatten in der Rathausstraße mehr Platz für sich. Der Jahrmarkt wurde leicht vergrößert und vor allem mit sehr modernen Fahrgeschäften ausgestattet. Zeitgleich verzichtete man am Ende der Rathausstraße aber auf den Discotower, auf den sich viele Jugendliche gefreut hatte.

Die Entscheidung gegen eine laute Open Air Disco war der größte Kritikpunkt vor allem jüngerer Besucher. Sie zogen häufig relativ frustriert wieder ab und verlagerten ihre Privatpartys auf die Schulhöfe und in die Nebenstraßen, was sich am Montagmorgen vor allem durch zahlreiche zerbrochene Flaschen im Schulzentrum nochmal richtig zeigte. Die Schuld für dieses Fehlverhalten liegt allerdings sicherlich nicht bei den Stadtfestmachern.

Auf der anderen Seite war das akustisch ruhigere Stadtfest daher auch ein insgesamt ruhigers. Weniger Schlägereien oder Streitereien und weniger Alkoholleichen zählten die Sicherheits- und Einsatzkräfte, die in diesem Jahr sehr präsent waren. 

Trotz zeitweiliger heftiger Regenschauer mit Gewittergrollen war die Besucherzahl insgesamt leicht höher als vor zwei Jahren. Das Publikum hat sich allerdings – passend zum geänderten Konzept – leicht verschoben. Mehr Familien und mehr Kulturfans spazierten gemütlich über das Fest, das tatsächlich ein wenig entschleunigt wirkte. An manchen Ständen war zu hören, dass das Fernbleiben gewisser Gruppen Jugendlicher, sich nicht in den Verkäufen niederschlage. Denn die „bringen ihre Getränke sowieso in Rucksäcken mit. Die brauchen wir ehrlich gesagt nicht“, sagte ein Standbetreiber.

Der Jarhmarkt wurde erweitert und war auch ein Ersatz für den Discotower
Foto: SL

Der Verzicht auf den Discotower war neben Lärm- und Sicherheitsaspekten auch ein Wunsch mancher Standbetreiber, hieß es von Veranstalterseite. In der Nähe des Towers wollte im Prinzip niemand mehr einen Stand buchen, weil die Umsätze dort wegen der „Rucksacktouristen“ schlecht seien.

Vereinsvertreter äußerten sich sehr positiv über die Veränderungen. Hinzu kam es, dass leisere Töne eine Chance hatten. Im neuen „Biergarten“ der Grönwohlder Brauerei begeisterte Manuel Preuss seine Fans mit mehreren Auftritten. 

Im Rathaushof hatte das „Kleine Theater erstmalig am Sonnabend und Sonntag eine kleine eigene Bühne. Ob Musical- oder Theaterausschnitt : hier war Platz für Nachwuchstalente der Kulturschaffenden.

Traditionell gut besucht waren die Auftritte lokaler Musiker und Tanzschulen. In Sachen Livemusik setzten die Veranstalter auf Acts aus der Region. Ob Musicalschule Ahrensburg, „Mentally Sane“, „Freitag“ oder auch die plattdeutsche „Die Tüdelband“ – das Programm war abwechslungsreich.

Musicalbeitrag im Rathaushof auf der Bühne des „Kleinen Theaters“
Foto: SL

Mehr Vereine als in den Vorjahren nahmen an der Veranstaltung teil und verstärkten das Lokalkolorit. Aus der Partnerstadt Zmigrod war eine Band angereist und der Gottesdienst am Sonntagmorgen war bei Sonnenschein sehr gut besucht.

Die Organisatoren zeigten sich insgesamt zufrieden mit der Resonanz und dem zum Großteil positiven Feedback, das es für die Veränderungen gab. Ob das Konzept erneut geändert oder vielleicht sogar noch stärker Richtung Kultur und Familien ausgelegt wird, wird sich in den Nachbesprechungen zeigen. Tatsächlich gelang es Bargteheide deutlicher als bei den letzten Ausgaben eine erkennbare eigene Handschrift unter den Stadtfesten der Region zu entwickeln.

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Bargteheide

Bargteheide: Acht Fahrzeuge in einer Nacht aufgebrochen

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Symbolfoto: Toa55 / shutterstock

Bargteheide – In der Nacht von Donnerstag, 17.08.17, auf Freitag, 18.08.17, ist es im Stadtgebiet von Bargteheide zu insgesamt acht Pkw-Aufbrüchen gekommen.

Die Aufbrüche fanden in den Straßen Flederbusch, Augusta-Stolberg-Straße, Kamp, Kruthorst, Am Gerstenfeld sowie der Mühlenstraße statt.

Tatbetroffen waren fünf Fahrzeuge der Marke BMW, zwei VW, sowie ein Mercedes.

Bei den Fahrzeugen wurde entweder eine Dreiecksseitenscheibe eingeschlagen oder ein Türschloss aufgestochen.

Bei fünf der geschädigten Pkw ist das Lenkrad mit Airbag, bei einem Fahrzeug das Navigationsgerät ausgebaut worden. In zwei Fällen wurde nichts entwendet.

Angaben zur Schadenshöhe oder zum Wert des Stehlgutes sind noch nicht möglich. Zeugen gesucht.

Wer kann Angaben zu den Aufbrüchen machen?

Wem sind in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, in den betroffenen Straßen oder der Umgebung, verdächtige Personen oder Fahrzeuge aufgefallen?

Zeugenhinweise bitte an die Kriminalpolizei in Ahrensburg unter der Telefonnummer 04102 / 809-0.

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Kultur

Feierlicher Abschluss der Orgelkonzertreihe in Bargteheide

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Die Bensmann-Orgel
Foto: Kirchengemeinde Bargteheide/hfr

Bargteheide –  Die Kirchengemeinde Bargteheide feierte in diesem Jahr schon mit mehreren großen Konzerten das 20jährige Bestehen der Bensmann-Orgel. Am Sonntag, dem 27. August findet nun das große Abschlusskonzert des Bargteheider Orgelsommers statt. Jan Ernst, Kantor und Organist am Schweriner Dom und Professor an der Musikhochschule Hamburg, spielt zum Orgeljubiläum Musik von anderen Jubilaren dieses Jahres.

Auf der Orgel erklingen Werke von Telemann, er verstarb vor 250 Jahren, von Knecht, dessen Todestag genau 200 Jahre her ist, und von Tunder, der vor 350 Jahren starb. Dazu kommen Bearbeitungen aus Opern von Rameau, eine Partita des niederländischen Komponisten Willem Vogel und die Toccata in F-Dur von Johann Sebastian Bach.

Jan Ernst
Foto: Kirchengemeinde Bargteheide/hfr

Kantor Andis Paegle freut sich auf ein insgesamt farbiges Programm: „Unsere Bensmann-Orgel ist ja ihrer historischen Vorgänger-Orgel von 1696 nachempfunden. Sie ist eine Rekonstruktion im Stile norddeutscher Orgelbaukunst. Professor Jan Ernst, ein Meister für alte Musik und deren historische Aufführungspraxis, wurde in seinem Orgelspiel schon von Kindheit an mit und durch die reiche Orgellandschaft seiner ostfriesischen Heimat an die norddeutsche Tradition herangeführt.

Er studierte bei den Professoren Harald Vogel (Bunde), Rose Kirn (Hamburg) und Hans van Nieuwkoop (Amsterdam). Und jetzt kommt er mit einem vielversprechenden Programm zu uns – ein würdiger Abschluss des Orgelsommers und eine angemessene Würdigung unserer wunderbaren Orgel.“

Das Konzert in der Bargteheider Kirche, Lindenstraße 2,  beginnt um 18 Uhr, der Eintritt beträgt 10 Euro, ermäßigt 8 und 6 Euro. Im Vorverkauf in der Arkaden-Buchhandlung , der Bargteheider Buchhandlung und der Filiale der Sparkasse Holstein können die Karten um einen Euro ermäßigt erworben werden.

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Bargteheide

Grüne im Wahlkampf: Luise Amtsberg und Konstantin von Notz auf Sommertour

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Konstantin von Notz und Luise Amtsberg. Fotos: B90/Die Grünen

Ahrensburg – Auf Einladung der Ahrensburger Grünen kommen am 26. August Luise Amtsberg, MdB, flüchtlingspolitische Sprecherin der Bundesfraktion, und Konstantin von Notz, MdB, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und netzpolitischer Sprecher, auf das Rondeel in Ahrensburg.

Im Zuge ihrer Sommertour werden sie beim Wahlkampfstand der Grünen für die Bürger und Bürgerinnen ansprechbar sein und freuen sich auf anregende Gespräche. Hinzu kommt ein Besuch bei den Bienenweiden und dem Bienen- Lehr- und Schaugarten.

Beide wollen sich hier über die geleistete Arbeit informieren lassen und durch ihren Besuch die Wichtigkeit von solchen Initiativen zum Erhalt von Bienen und anderen Insekten würdigen und hervorheben.

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