Annie Heger liest bei den Frauenkulturtagen am 5. Mai. Foto: hfr

Bad Oldesloe – Die Frauenkulturtage mit dem diesjährigen Schwerpunkt Plattdeutsch bieten am Freitag, 5. Mai, um 19.30 Uhr in der Johannisloge, Am Bürgerpark 5 in Bad Oldesloe eine Lesung mit Gesang von Annie Heger „Dat harr blond so eenfach ween kunnt“ – Das hätte blond so einfach sein können.

Schwarzes Haar in Ostfriesland? Das ist ja fast exotisch! Aber man fällt als Paradiesvogel unter den Möwen nicht nur auf, nee, man bekommt auch weniger Bontjes und Blütenkönigin wird man schon gleich gar nicht. Annie Heger macht aus ihrem Schicksal eine Tugend: Sie schreibt Geschichten über diese maßlos unterschätzte Region der Herzen, erzählt aus ihrem Leben. Unkonventionell und ungewöhnlich. So erfährt man all das, was man vielleicht bloß in der schönen Heimat erleben kann. Vom immer singenden Opa, den oft einsilbigen Menschen und das es doch blond manchmal so einfach hätte sein können.

Annie Heger – de Deern, de nienich up Snuut fallt, kam in Aurich, Ostfriesland zur Welt, wurde in Spetzerfehn sozialisiert, ging in Oldenburg in die Schule und hatte den Traum, die „Liza Minelli aus Ostfriesland“ zu werden. Heute ist die Autorin, Sängerin und Moderatorin, eine der jungen Stimmen bei der Radio-Sendung „Hör mal`beten to!“

Veranstalterin Marion Gurlit, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bad Oldesloe: „Im August 2016 erhielt die Künstlerin den Niederdeutschen Literaturpreis der Stadt Kappeln, den vor ihr bereits Ina Müller und das Ohnsorg-Theater bekamen. Weil sie laut der Jury der plattdeutschen Sprache ihren eigenen Ton verleiht und dadurch maßgeblich dazu beiträgt, auch ein junges Publikum für das Plattdeutsche zu begeistern.“

Karten zum Preis von acht Euro sind bei der Buchhandlung Willfang, Hude 5 in Bad Oldesloe erhältlich.

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