Der Filmemacher Sina Aaron Moslehi. Foto: hfr

Bad Oldesloe – Die Hospizbewegung Oldesloe und Umgebung e.V. will in Zukunft häufiger mit dem neuen Kultur und Bildungszentrum in Bad Oldesloe kooperieren und regelmäßig dort Veranstaltungen für die Öffentlichkeit zu Themen rund um Leben und Sterben anbieten.

Die erste Veranstaltung wird ein Film von dem jungen Filmemacher Sina Aaron Moslehi sein. Der Film „Zeit zu Leben“ wird am 26. April 2017 um 19 Uhr im KUB-Saal gezeigt.

Sterben und Tod – in Deutschland nach wie vor tabuisierte Themen. Viele setzen sich mit ihnen erst auseinander, wenn sie selbst schwer erkranken oder wenn Verwandte oder Freunde im Sterben liegen. Der junge Filmemacher Sina Aaron Moslehi porträtiert in seinem Dokumentarfilm drei Gäste eines Hospizes in Hamburg. 
Der Zuschauer lernt drei unterschiedliche Charaktere mit unterschiedlichen Geschichten kennen, die ganz individuell mit ihrer Situation umgehen. Sie sprechen über ihre Erwartungen, Hoffnungen und Ängste und geben so Einblick in die kostbare letzte Phase ihres Lebens.

Auch wie Angehörige und Pflegende mit den Herausforderungen dieser Zeit umgehen, zeigt der Filmemacher in Bildern berührender Intensität und Ruhe. Der Film bricht mit Klischees über das Hospiz – dies ist nicht nur ein Ort des Sterbens, sondern auch des intensiven Lebens, der für Selbstbestimmung, Fürsorge und Würde zum Lebensende steht.

Sina Aaron Moslehi wurde 1995 in Hamburg geboren. Er legte im Sommer 2014, unter anderem in den Profilfächern Deutsch und Geschichte, sein Abitur ab. Im Jahr 2006 geriet Moslehi erstmals mit dem Filmemachen in Berührung. Zwei Jahre später wirkte er als Kameramann, Cutter und Interviewer an ersten, kleinen Filmprojekten mit. Für die Evaluation eines Filmprojekts, an welchem er u. a. als Kameraassistent mitwirkte, wurde er im Rahmen eines Wettbewerbs von der Universität Oldenburg im Alter von 14 Jahren ausgezeichnet.

Sein Dokumentarfilm „Zeit zu leben“, bei dem es sich um sein Langfilm-Debüt handelt, wurde 2014 im Programm der „11. Dokumentarfilmwoche Hamburg“ gezeigt. Der Film wurde von der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW) mit dem „Prädikat wertvoll“ ausgezeichnet.

Moslehi nahm im Herbst 2014 das Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Hamburg auf. Für das Schwerpunktbereichsstudium wechselte er im Jahr 2016 an die Humboldt-Universität zu Berlin. Dort konzentriert er sich auf Fragen des Straf- und Strafprozessrechts.

Der junge Regisseur wird an dem Abend selbst anwesend sein um mit dem Publikum über seinen Film zu diskutieren und Fragen zu beantworten.

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