Archivfoto: Finn Fischer

Barsbüttel –  Erneut ist die Erich-Kästner-Gesamtschule in Barsbüttel in den Schlagzeilen. Nach einer Bombendrohung im März kam es nun heute Morgen erneut zu einem größeren Polizeieinsatz.

Am Donnerstag, gegen 09.50 Uhr, wurde der Polizei gemeldet, dass es während einer Pause im Haupteingangsbereich der Erich-Kästner-Gesamtschule in Barsbüttel zu einem Gasaustritt gekommen sei.

Mehrere Kinder klagten über Atemwegsreizungen und brennende Augen. Der betroffene Schulbereich wurde durch Polizei und Rettungskräfte evakuiert. Die zunächst bestehende Annahme – von der in anderen Medienberichten auch noch die Rede ist – eines Gaslecks bestätigte sich nach kurzer Zeit nicht. 20 Rettungswagen und der Löschzug Gefahrgut eilten zur Schule. 

Ersten Ermittlungen zufolge hat wohl ein Schüler Reizgas. Zeugen hatten beobachtet, dass ein Mitschüler zur betreffenden Zeit eine Substanz aus einer Dose versprüht haben und die Dose dann weggeschmissen haben soll. Bei einer entsprechende Absuche konnte ein Dose Pfefferspray aufgefunden werden.

Die Ermittlungen konzentrieren sich zurzeit auf einen 13-jährigen Schüler der Gesamtschule. Betroffen von dem Pfefferspray waren insgesamt 74 Schüler. Sechs davon wurden so schwer verletzt, dass sie in Krankenhäuser eingeliefert werden mussten.

Der betroffene Bereich der Schule wurde gelüftet. Der allgemeine Schulbetrieb wurde fortgesetzt. Von polizeilicher Seite waren 15 Beamte im Einsatz.

Gegen die Schule gab es in der Verganenheit bereits mehrfach Bombendrohungen, was zu Evakuierungen und Unterrichtsausfall führte.

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