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Ahrensburg

Dobrindt (CSU) kritisiert Landesregierung bei Besuch in Ahrensburg

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Renate Tangermann, Bundestagsabgeordneter Norbert Brackmann, Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, und Kreisvorsitzender Tobias Koch. Foto: hfr

Renate Tangermann, Bundestagsabgeordneter Norbert Brackmann, Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, und Kreisvorsitzender Tobias Koch. Foto: hfr

Ahrensburg – Bei einem Besuch in Ahrensburg hat der Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt die Landesregierung für mangelnde Investitionen in die Infrastruktur des kritisiert.

Bundesweit stehen 40 Milliarden Euro an Investitionen für Infrastruktur-Maßnahmen bereit.

Der CSU-Politiker bemängelte, dass in den letzten dreieinhalb Jahren von der Landessregierung in Schleswig-Holstein keine einzige Straße zur Finanzierung freigegeben wurde. Das sei verantwortungslos für die Zukunft, so Dobrindt: „In Deutschland sind etliche Ortsumfahrungen im Bau, aber leider keine einzige in Schleswig-Holstein.“

Ginge es nach dem Bundesverkehrsminister, sollten auf den Straßen künftig mehr automatisierte Fahrzeuge fahren. Der Vorteil des automatisierten Fahrens sei die Vermeidung menschlicher Fehler. „Ein Computer schaut beispielsweise während der Fahrt nicht auf ein Handy und verhindert somit den Blindflug auf der Straße“, so Dobrindt. Außerdem erhalte automatisiertes Fahren die Mobilität bis ins hohe Alter.

Autofahren wird durch die Automatisierung sicherer und wird dazu beitragen, die Zahl der Verkehrsunfälle und damit die Anzahl der Verletzten und Verkehrstoten zu verringern.

„Die Investitionen in die Digitalisierung sind wichtige Maßnahmen für die Zukunft“, so Dobrindt. Das gilt auch und vor allem für die Digitalisierung im Alltag und die damit einhergehenden, steigenden Ansprüche an schnellere Internetleitungen. Der Minister merkte an, dass Förderbescheide zur Einführung des Glasfasernetzes für die Gemeinden Großhansdorf und Barsbüttel wurden bereits vergeben. Jede Gemeinde erhält zunächst 50.000 Euro für einen Masterplan. Diese Summe deckt zu 100 Prozent die Kosten für die Erstellung fachgerechter Einreichungsunterlagen.

Umsetzungsreife Projekt werden bis zu 15 Millionen Euro gefördert. Diese Fördermittel sind kombinierbar mit sämtlichen vorhandenen Förderkulissen, die es gibt. Ziel der Bundesregierung ist die die Versorgung sämtlicher Haushalte in Deutschland mit Glasfaser. Auch Gewerbegebiete sind seit Januar 2017 in die Maßnahmen einbezogen, derzeit läuft hierzu der vierte Förderaufruf.

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Bad Oldesloe

Guter Zweck: Emelie und Victorija malten Weihnachtskarten

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Foto: U. Vöcking (DKSB)/hfr

Bad Oldesloe/Bargteheide/Ahrensburg – Es wird kälter und die Adventszeit steht vor der Tür. Nun ist die beste Zeit, um sich die schönsten Weihnachtskarten für Freunde und Verwandte zu sichern. Auch in diesem Jahr bietet der Deutsche Kinderschutzbund in Stormarn wieder zwei schöne Motive an, mit denen Käufer gleichzeitig Gutes tun können.

Jedes verkaufte Exemplar unterstützt nämlich den Familienhilfe-Notfonds, mit dem der Kinderschutzbund armen Kindern im Kreis in finanziellen Notsituationen beisteht. Es gibt viele Anlässe, die das Budget einer Familie sprengen können: die Waschmaschine gibt den Geist auf, ein Kindergeburtstag muss ausgerichtet oder in der Schule muss ein Buch gekauft werden. Der Erlös der Karten ermöglicht es dem Kinderschutzbund, diese Familien unbürokratisch und schnell zu unterstützen.

Die Karten kosten pro Stück 1,50 Euro inklusive Briefumschlag, davon geht 1 Euro direkt an den Familienhilfe-Notfonds. Beide Karten sind von Kindern in den Kinderhäusern Blauer Elefant gestaltet worden. Emelie hat den Schneeman gezeichnet, Victorija das Rentier. Victorijas Talent wurde vom Kinderschutzbund durch eine Patenschaft bei einer professionellen Malerin gefördert.

In folgenden Geschäften sind die Karten ab sofort exklusiv erhältlich:

Ahrensburg

  • Apotheke am Rondeel, Rondeel 9
  • Buchhandlung Stojan, Hagener Allee 3a
  • Schloss-Apotheke, Große Straße 2

Bad Oldesloe

  • Spitzweg Apotheke, Schützenstraße 4
  • Buchhandlung Willfang, Hude 5

Bargteheide

  • Adler Apotheke, Rathausstraße 33
  • Coffee Lounge, Rathausstraße 24-26
  • Rathaus-Apotheke, Rathausstraße 11
  • Stadt-Apotheke, Jersbeker Straße 12

Geschäftliche und größere Bestellungen nimmt ebenfalls die Geschäftsstelle des DKSB gerne entgegen, Telefon 04532-28 06 80.

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Ahrensburg

DAK startet digitales Hilfsangebot gegen Schlafstörungen

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Foto: shutterstock.com

Ahrensburg – Die DAK-Gesundheit in Ahrensburg bietet ab sofort ein neues digitales Hilfsangebot bei Schlafstörungen an.

Das kostenlose Programm mit dem Namen „somnovia“ können Betroffene per Smartphone, Tablet oder Computer unkompliziert nutzen. Laut aktuellem DAK-Gesundheitsreport haben 80 Prozent der Menschen Probleme beim Ein- und Durchschlafen. Obwohl jeder zehnte Arbeitnehmer unter der besonders schweren Schlafstörung Insomnie leidet, gehen nur wenige Menschen deshalb zum Arzt. Mit dem Online-Programm reagiert die Krankenkasse auf diese Problematik: „somnovia“ bietet den Betroffenen in Ahrensburg schnelle und fundierte Hilfe im Internet. Partner für das Angebot der DAK-Gesundheit ist die Veovita Gesundheit GmbH.

Im Rahmen des Programms „somnovia“ lernen die Teilnehmer in sechs Monaten, wie sie ihre Schlafstörungen überwinden können. Grundlage des Programms sind etablierte und wissenschaftlich geprüfte Methoden der Kognitiven Verhaltenstherapie.

Für die Teilnehmer wird unter anderem ein individueller strukturierter „Schlafplan” entwickelt. Spezielle Übungen helfen beim Umgang mit Grübel- und Sorgengedanken. Hinweise zur Schlafhygiene und zu einer gesunden Lebensweise unterstützen bei einem erholsamen Schlaf. Darüber hinaus können eigene Fortschritte und die Qualität des Schlafes gezielt nachverfolgt werden.

Forschung für besseren Schlaf

„Das neue Online-Schlafprogramm wurde von einem Team aus Psychologen, Medizinern, IT- und Kommunikationsexperten entwickelt“, erläutert André Bargmann, DAK-Chef der DAK-Gesundheit in Ahrensburg. „Damit reagieren wir auf den Leidensdruck vieler Betroffener und schließen eine Versorgungslücke.“ Alle Daten werden vertraulich behandelt und nicht weitergegeben. Zur Sicherung der Datenübertragung unterstützt „somnovia“ moderne Browser mit aktuellen Verschlüsselungstechnologien.

Betroffene aus Ahrensburg, die am Programm teilnehmen möchten, können sich unter dak.somnovia.de anmelden. Die DAK-Gesundheit führt eine Begleitstudie durch, um die Nutzerzufriedenheit zu evaluieren.

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Ahrensburg

Bienensterben: Ahrensburger Imker fordern von Landwirten mehr Rücksichtnahme

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Imker Horst Nett bei einem Vortrag in der Stadtbücherei Ahrensburg. Foto: hfr

Ahrensburg – Horst Nette Berufsimker und Landwirt mit 350 Bienenvölkern aus Wankendorf berichtete bei einem Vortrag in der Stadtbücherei Ahrensburg über die Wünsche der Imker an die Landwirte.

Sorgen bereiten ihm vor allem die vielen Herbizide und Insektizide, die üblicherweise auf den Feldern eingesetzt werden. Gerade die Neonicotinoide, Pestizide, die beim Beizen von Saatgut Verwendung finden und als bienenfreundlich eingestuft sind, werden für ein erhöhtes Bienensterben verantwortlich gemacht.

Die Bienenfreundlichkeit eines Pestizids wird über die sogenannte B4-Klassifizierung festgestellt. Dabei werden 100 Bienen 10 Tage lang mit einer Mischung aus Zuckerwasser und dem zu testenden Pestizid gefüttert. Wenn danach mindestens 51 Bienen noch leben, ist die Zulassung möglich. Neonicotinoide aber wirken schädigend auf das Nervensystem der Biene. Diese verliert „nur“ die Orientierung und stirbt nicht unmittelbar daran. Bedenklich ist auch die Langzeitwirkung: Im Grundwasser und Boden sind Neonikotinoide auch noch nach fünf Jahren nachweisbar.

Bienenfreundlicher Einsatz von Herbiziden und Insektiziden ist möglich

Sollte der Einsatz von Neonikotinoiden verboten werden, steht schon die nächste Gruppe Insektizide in den Startlöchern. Diese beinhalten den Wirkstoff Sulfoxaflor und gelten als Gefahr für Honigbienen und die Artenvielfalt. Laut einem Bericht der Welt vom 25.10.2017 ist die Honigernte in Frankreich dieses Jahr wieder unter 10.000 Tonnen gefallen. Vor 20 Jahren gehörte Frankreich noch zu den großen Produzenten von 30.000 Tonnen.

Bienenfreundlicher Einsatz von Herbiziden und Insektiziden ist möglich: Landwirte geben dem Imker vorher Bescheid, falls gespritzt wird. Dann kann der Imker für diese Zeit die Fluglöcher verschließen und so seine Bienen schützen.  Diese Rücksichtnahme wird nicht überall praktiziert und führt zu Völkerverlusten. Die von den Bauern häufig als Zwischenfruchtsaat eingesetzte Phacelia unterstützt die Pollen- und Honigernte und unterbricht die Monokultur auf dem Land. In den Städten geht es Bienen mit den vielen Blüten in den Hintergärten deutlich besser.

Landwirte haben durch die Imkerei signifikante Mehrerträge

In Deutschland gelten bei der Honigproduktion, entsprechend dem deutschen Reinheitsgebot beim Bier, hohe Standards. „Echter deutscher Bienenhonig“ kann guten Gewissens gekauft werden, da hier alle Beimengungen verboten sind. Der Hinweis auf „europäische und nicht-europäische Herkunft“ weist auf größeren Spielraum sowohl beim Schadstoffgrenzwert, als auch auf niedrigere Umweltfreundlichkeit bei der Produktion hin.

Die Landwirte haben durch die Imkerei signifikante Mehrerträge im Obstbau und bei der Saatgutvermehrung. Typischerweise können bis zu 30% mehr Früchte geerntet werden. Die schöne Form eines Apfels hängt auch davon ab, ob alle fünf Blütenkammern bestäubt wurden.

Der Vortrag in der Stadtbücherei Ahrensburg konnte zwar keine Landwirte aus der Region zum direkten Austausch animieren, hat aber bei den 36 anwesenden Imkerinnen und Imkern Möglichkeiten der Kooperation aufgezeigt.

Wer sich für die Imkerei interessiert, ist herzlich eingeladen bei einem Imkerkurs ab Januar 2018 teilzunehmen. Eine Anmeldung ist über die Homepage www.imkerverein-ahrensburg.de oder direkt bei Armin König per E-Mail armin.koenig@web.de möglich.

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