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Bad Oldesloe

Kurpark-Sanierung: Grüne Lunge braucht langen Atem

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Der Spielplatz im Kurpark. Foto: Fischer

Der Spielplatz im Kurpark. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Einige der Geräte mussten schon abgebaut werden: Der Spielplatz im Kurpark ist trist und nicht sehr einladend. Kinder spielen dort nur noch selten.

Den schlechten Zustand stellte vor zwei Jahren auch der Umweltausschuss bei einer allgemeinen Ortsbegehung des Areals fest. Dann geriet das Thema offenbar in Vergessenheit.

Auf die Nachfrage des Umweltausschusses, wann denn der der Spielplatz saniert werde, antwortete Bauamtsleiter Thilo Scheuber: „Ich habe das nachgeprüft und es gibt keinen Beschluss für eine Sanierung.“

Auch sonst bewegt sich in Sachen Kurpark-Aufhübschung nicht viel. Dabei stehen einige Punkte auf der Agenda für eine attraktivere Gestaltung des Kurparks – der „grünen Lunge von Bad Oldesloe“.

Eine potenzielle aber im Grunde dauerhaft durch Abfall verunstaltete Attraktion ist die Oldesloer Salzquelle.

Die besteht derzeit aus einem aus dem Boden ragenden Rohr in mitten eines vermüllten Tümpels, irgendwo im Gestrüpp des Kurparks. Hinweisschilder oder Infotafeln gibt es nicht.

Die Quelle – so heißt es in einem Beschluss des Umweltausschusses von vor zwei Jahren – sollte von der Verwaltung in Szene gesetzt und besser zugänglich gemacht werden. Ein Bildhauer wurde immerhin bereits mit der Umsetzung beauftragt. Weiterhin in Planung: Ein großer Grillplatz auf der Kurparkwiese.

Beide Maßnahmen sollen 2017 umgesetzt werden. Das noch in dieser Saison Oldesloer Steaks und Würstchen an einem öffentlichen Grill brutzeln können, ist unwahrscheinlich. Weder für die Fertigstellung von Salzquelle noch für den Grillplatz gibt es einen genauen Termin.

„Ich will da keine großen Hoffnungen machen“

Zusätzlich hatte die CDU-Fraktion im September 2016 mehrere Maßnahmen zur Attraktivierung des Kurparks in einem mehrheitlich beschlossenen Antrag formuliert.

Demnach sollten alle Kurparkeingänge nach berühmten Oldesloern benannt, außerdem Infotafeln und Hinweisschilder zu den Attraktionen aufgestellt werden. In einem Ideen-Wettbewerb sollte die Verwaltung Kurpark-AG, Tourismusmanagement Stormarn, den Wir-Verein, eine Gruppe freier Künstler beteiligen und die Ergebnisse bis Frühjahr präsentieren.

Doch bislang gab es nicht einmal ein Treffen aller Beteiligten. Lokalpolitiker Dieter Hoffmann (CDU) zeigt sich verwundert: „Wir haben schon erwartet, dass wie beschlossen die entsprechenden Stellen informiert werden und die Verwaltung zu einem Treffen einlädt.“ Es sei bedauerlich, dass über Monate schon wieder nichts passiert ist.

Verwaltungschef Jörg Lembke verweist auf die Personalsituation: „Ich will da keine großen Hoffnungen machen“, so der Bürgermeister. Die Verwaltung habe keine Zeit, sich da großartig reinzuhängen. Auf Druck des Umweltausschusses soll jetzt kurzfristig ein runder Tische mit Ehrenamtlern einberufen werden.

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Bad Oldesloe

Ausweichmanöver missglückt: Erntefahrzeuge bei Pölitz verunglückt

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Symbolfoto: SL

Pölitz – Bei Pölitz ist in der Nacht zu Sonntag ein Maishäcksler samt Anhänger an einer Böschung abgerutscht. Die Bergung der rund 500.000 Euro teuren Erntemaschine dauerte mehrere Stunden. 

Der Unfall ereignete sich auf einer Straße zwischen den Ortschaften Pölitz und Barkhorst nach einem Ausweichmanöver. Dem Maishäcksler kam ein Treckergespann entgegen, doch die schmale Piste reichte offenbar nicht aus für die beiden schweren Maschinen. Als sich die Fahrzeige aneinander vorbei zwengen wollten, rutsche die Erntemaschine samt berladenem Anhänger zur Seite und eine Böschung hinunter. 

Für die Bergungsarbeiten wurde das Fahrzeug zunächst gesichert und der Mais entladen. Nach derzeitigen Erkenntnissen konnten sowohl Maishäcksler als auch der Anhänger ohne größere Beschädigungen geborgen werden. 

An dem Einsatz waren auch die Freiwilligen Feuerwehren aus Pölitz und Schulenburg beteiligt. Verletzt wurde niemand.

 

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Bad Oldesloe

Oldesloe gibt Flüchtlingen Nachhilfe in Gleichberechtigung

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Die Oldesloer Gleichstellungsbeauftragte Marion Gurlit. Foto: hfr

Bad Oldesloe – Am 18. Oktober 2017 hat die Oldesloer Gleichstellungsbeauftragte Marion Gurlit in Zusammenarbeit mit den Johannitern und dem Dolmetscherbüro von Mosen Vedadi rechtliche Kurse jeweils für weibliche und für männliche Flüchtlinge angeboten.

In diesen Kursen ging es vor allem um Rechte, Werte und Geschlechterrollen. Die Kurse fanden in der Flüchtlingsunterkunft in der Kastanienallee in Bad Oldesloe statt, die von den Johannitern betreut wird. Als Grundlage der Kurse diente das Grundgesetz (GG), genauer die ersten sechs Artikel.

  • Artikel 1: Die Würde des Menschen ist unantastbar
  • Artikel 2: Das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit
  • Artikel 3: Männer und Frauen sind gleichberechtigt
  • Artikel 4: Freiheit des Glaubens
  • Artikel 5: Meinungsfreiheit
  • Artikel 6: Ehe und Familie stehen unter besonderem Schutz des Staates.

Diese Angebote sollen eine Hilfestellung sein, um sich in unserer Gesellschaft besser zurechtfinden zu können. Angesprochen wurde z.B. das Recht der Frau auf freie Partnerwahl, das Recht auf Berufstätigkeit der Frau, das Recht der Frau eigenständige Entscheidungen fällen zu dürfen und auch der Umgang mit Konflikten, das Verbot von häuslicher Gewalt sowie gewaltfreie Erziehung.

Die Frage: Welche Konsequenzen drohen Männern, die Frauen gegen deren Willen anfassen? wurde u.a. erörtert. Angesprochen wurde auch, dass es die Aufgabe der Väter ist ihre Kinder zu betreuen, damit die Frauen zum Deutschkurs gehen können.

Die teilnehmenden Frauen und Männer waren sehr interessiert und haben die Informationen durchweg als sehr wichtige Hilfestellung wahrgenommen. Zum Abschluss erhielten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Buch „Willkommen in Deutschland“ und das Grundgesetz in ihrer Heimatsprache. Diese Kurse sollen nach Möglichkeit auch in Zukunft angeboten werden.

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Bad Oldesloe

Nütschauerin spendet 240 Liter Apfelsaft an Kinderhäuser

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Renate Günther, Karin Roes-Schult, Brigitta Dresler und eine Ladefläche voller Apfelsaft. Foto: Alexa Rathke

Bad Oldesloe – 240 Liter Apfelsaft für die Kinderhäuser Blauer Elefant des Deutschen Kinderschutzbundes im Kreis Stormarn übergab Karin Roes-Schult anlässlich ihres 60. Geburtstages an die Oldesloer Kinderhaus-Leiterin Renate Günther.

Die Äpfel für den Saft stammen von einem Gartengrundstück, das in direkter Nachbarschaft von Karin Roes-Schuldt in Nütschau liegt. Es wurde über 25 Jahre lang von Dieter Dresler aus Bad Oldesloe bewirtschaftet, der im vergangenen Jahr verstorben ist. Die reichhaltige Ernte 2016 wurde nun von der Süßmosterei in Nienwohld verarbeitet. Dafür gab es Saftgutscheine. „Allein schaffe ich den Saft gar nicht“, sagte sich Brigitta Dresler und so entstand im Gespräch mit Karin Roes-Schult die Idee, den Saft einer Einrichtung in Bad Oldesloe zu spenden.

Karin Roes-Schult holte den Saft nun in Nienwohld ab und brachte ihn den Kindern in den drei Kinderhäusern Blauer Elefant in Bad Oldesloe, Bargteheide und Ahrensburg. In die Kinderhäuser Blauer Elefant kommen täglich über 100 Kinder zum Spielen und Lernen. Gemeinsame Mahlzeiten – jetzt immer wieder ergänzt mit Apfelsaft – gehören zum festen Bestandteil ihres Tagesablaufes.

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