Yannick Thomas vom Beirat für Menschen mit Behinderungen am Fahrstuhl im Oldesloer Bahnhof. Foto: Fischer
Yannick Thomas vom Beirat für Menschen mit Behinderungen am Fahrstuhl im Oldesloer Bahnhof. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Eigentlich soll mit den Aufzügen am Oldesloer Bahnhof körperlich beeinträchtigten Reisenden ermöglicht werden, die Züge ohne fremde Hilfe zu erreichen. Doch seit geraumer Zeit sind die Fahrstühle werktags zwischen 18.45 und 7.15 Uhr außer Betrieb, am Wochenende von 19.45 Uhr bis 8.15 Uhr. Der Grund: Ein Problem mit dem Notrufsystem.

„Leider haben wir an den Aufzügen Störungen an der Notrufleitung und diese ist für den Betrieb zwingend notwendig“, sagt eine Bahnsprecherin. Ohne ein funktionierendes Notrufsystem dürfe kein Aufzug in Betrieb genommen werden.

Derzeit können die Fahrstühle nur genutzt werden, wenn Servicepersonal am Bahnhof anwesend ist – also ausschließlich zwischen 8 und 19 Uhr. Laut der Deutschen Bahn wird derzeit nach einer alternativen technischen Umsetzung gesucht. Wann das Problem behoben wird, ist unklar.

Für Yannick Thoms vom Beirat für Menschen mit Behinderungen eine unbefriedigende Antwort: „Ich könnte ja verstehen, wenn der Aufzug morgens von 2 bis 5 Uhr gesperrt ist, da fahren behinderte Menschen sicherlich ohnehin selten mit der Bahn“, sagt die Oldesloerin.

Aber diese Betriebszeiten seien ihr völlig unverständlich: „Das fällt noch in den Berufsverkehr und Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen sind auf den Fahrstuhl angewiesen.“

Gehbehinderte Menschen müssen außerhalb der Fahrstuhl-Öffnungszeiten darauf vertrauen, dass ihnen jemand beim erreichen des Zuges behilflich ist. Um die Gleise 6 und 7 zu erreichen, müssen zwei lange Treppen überwunden werden. Hinzu kommt noch, dass die barrierefreie Automatiktür am Haupteingang zum Gleis 3 derzeit ebenfalls außer Betrieb ist.

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