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Norddeutschland

Großfeuer auf Hof in Schleswig-Holstein: Fast 900 Tiere verbrannt

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Symbolfoto: Four Oaks/Shutterstock.com

Symbolfoto: Four Oaks/Shutterstock.com

Elpersbüttel –  Nach dem Brand, der am Dienstagnachmittag auf einem Hof in Elpersbüttel (Kreis Dithmarschen) eine Scheune komplett zerstört hat, laufen die Ermittlungen der Heider Kripo auf Hochtouren. Abschließende Aussagen zur Brandursache können entgegen bereits in den Medien verbreiteter Informationen noch nicht getroffen werden.

Um 17.15 Uhr brach das Feuern in der Scheune eines landwirtschaftlichen Betriebes in der Bundesstraße aus. Zu dieser Zeit befanden sich in dem Objekt insgesamt rund 900 Tiere – Schafe, Rinder und Pferde -, die in den Flammen verendeten.

Nur etwa 50 Vierbeiner gelangten noch mit Hilfe der Hofbesitzer weitgehend unversehrt ins Freie. Bei der Rettungsaktion zog sich die Hausherrin leichte Verletzungen zu und kam kurzfristig in ein Krankenhaus – die übrigen zwei Familienangehörigen und ein junger Besucher blieben unverletzt.

Die Löscharbeiten mehrerer Freiwilliger Feuerwehren erstreckten sich über einige Stunden – glücklicherweise gelang es den Einsatzkräften, das Übergreifen der Flammen auf das Wohngebäude erfolgreich zu verhindern.

Die Ermittlungen zur Brandursache hat die Heider Kripo übernommen. Eine erste Besichtigung des Brandortes fand bereits gestern statt, weitere werden sich anschließen, ebenso die Befragung der auf dem Hof Lebenden.

Ob der Sohn der Landwirte möglicherweise für den Brandausbruch verantwortlich ist, bleibt zu klären. Die Höhe des entstandenen Sachschadens kann aktuell noch nicht beziffert werden.

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Hamburg

26-Jährige in St. Pauli niedergestochen: Mordkommission ermittelt

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Hamburger Polizei im Einsatz
Symbolfoto: SL

Hamburg – Eine 26-jährige Frau ist am Sonntag in den frühen Morgenstunden in Hamburg St. Pauli lebensgefährlich verletzt aufgefunden worden. Die Mordkommission (LKA 41) hat die Ermittlungen übernommen.

Zeugen wurden auf eine Frau aufmerksam, die sich zwischen zwei in einem Parkstreifen abgestellten Fahrzeugen abstützte und kurze Zeit später zusammenbrach. Daraufhin verständigten sie die Rettungskräfte.

Nach den bisherigen Erkenntnissen erlitt die Frau eine Kopfverletzung und eine stark blutende, lebensgefährliche Messerstichverletzung im linken Oberschenkel. Sie musste reanimiert werden und wurde in einem Krankenhaus notoperiert. Die Frau befindet sich derzeit in intensivmedizinischer Behandlung und ist nicht ansprechbar.

Kurz bevor sie zwischen den Fahrzeugen zusammenbrach, hatte die Geschädigte dort offenbar Kontakt zu zwei Männern. Ob diese im Zusammenhang mit der Tat stehen, ist derzeit unklar.

Die Ermittlungen der Mordkommission zum Tathergang und den Hintergründen dauern an.

Zeugen, die die Tat beobachtet haben, Hinweise auf den oder die Täter geben können oder im Zusammenhang mit der Tat verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 040/4286-56789 beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg oder einer Polizeidienststelle zu melden.

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Kultur

Hamburg: Gestohlene 5000 Euro Klarinette für fünf Euro verkauft

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Der Bestohlene mit seinem Instrument, das ihm am 20.4 zurückgegeben werden konnte.
Foto: Bundespolizei Hamburg/hfr

Hamburg – Anfang April wurde einem Musikstudenten (25) in einem Schnellrestaurant (McDonalds) im Hamburger Hauptbahnhof der abgelegte Rucksack entwendet. Neben wichtigen Unterlagen sowie einer Geldbörse befand sich in dem Rucksack auch ein teures Musikinstrument. Dabei handelte es sich um eine Konzert-Klarinette im Wert von 5000 Euro, die der Mann in Rahmen seines Studiums nutzte. Der junge Mann erstattete umgehend eine Anzeige bei der Bundespolizei.

Umgehend wurden Videoaufnahmen aus entsprechenden Überwachungskameras gesichert und ausgewertet; dabei waren die Tathandlung sowie der Täter gut zu erkennen. Zwölf Tage nach der Tat erkannten Zivilfahnder der Bundespolizei im Rahmen einer Fahndung gegen Taschendiebe aufgrund des guten Videomaterials den Täter im Stadtteil St. Georg wieder und nahmen den ägyptischen Staatsangehörigen (20) vorläufig fest.

Aufgrund der guten Videoaufnahmen war die Beweislast erdrückend und der Beschuldigte war gegenüber Beamten des Ermittlungsdienstes der Bundespolizeiinspektion Hamburg umgehend geständig. Der Täter gab in seiner Vernehmung an, dass er die Klarinette für fünf Euro weiterverkauft hatte.

Im Zuge der weiteren Ermittlungen konnte dann auch der Käufer der Klarinette am 19.April festgestellt werden. Der Mann (61) ging nach eigenen Angaben nicht davon aus, dass es sich bei dem Musikinstrument um Diebesgut gehandelt hatte. Er erwarb die Klarinette für fünf Euro und schenkte das Musikinstrument seinem Sohn; u.a. zur Nutzung im Musikunterricht in der Schule. Der Beschuldigte war sehr kooperativ und übergab die Klarinette an die eingesetzten Ermittlungsbeamten; das Musikinstrument wurde am Wohnort sichergestellt.

Gestern, 20. April, konnten Ermittlungsbeamte der Bundespolizei dem in Hamburg lebenden Musikstudenten die zuvor entwendete Klarinette in der Bundespolizeiinspektion Hamburg wieder übergeben. Der chinesische Staatsangehörige Chaoquen Z. hatte natürlich nicht mehr damit gerechnet seine wertvolles Musikinstrument zurück zu erhalten. Der 25-Jährige war überglücklich und kann sein Studium mit seinem eigenen Musikinstrument hoffentlich erfolgreich fortsetzen.

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Schleswig-Holstein

Wahlen und Bilanzen auf der Landesfeuerwehrversammlung

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Ministerpräsident Daniel Günther, der scheidende Landesbrandmeister Detlef Radtke (Mitte) und dessen Nachfolger Frank Homrich.
Foto: LFV SH / Bauer/hfr

Reußenköge – Die 1349 Freiwilligen Feuerwehren in Schleswig-Holstein sind ein Garant für ein flächendeckendes Hilfeleistungssystem, für dessen Erhaltung auf allen Verbands- und kommunalen Ebenen gearbeitet werden müsse. Das betonte die stellvertretende Landes-verbandsvorsitzende Ilona Dudek in ihrem Bericht zur Landesfeuerwehrversammlung am Samstag in Reußenköge / Nordfriesland. Die Basis dafür – auskömmliche Mitgliederzahlen – sah sie  als durchaus gegeben – auch wenn es vereinzelt Wehren gebe, die unter Personalmangel leiden und Probleme bei ihrer Tagesverfügbarkeit haben.

Dennoch weist die landesweite Mitgliederstatistik per 31.12. des Vorjahres nunmehr im vierten Jahr in Folge einen leichten Anstieg aus. 48.913 Männer und Frauen versahen zum Jahresende 2017 ehrenamtlichen Dienst – das sind 264 mehr als noch ein Jahr zuvor. Mit Frank Homrich aus Wedel wählten die 152 Delegierten einen neuen Landesverbandsvorsitzenden. Homrich löst Detlef Radtke aus Lübeck ab, der seit 2006 im Amt war – nun aber aus gesundheitlichen Gründen nicht wieder kandidierte. In der Koogshalle in Reußenköge sprach auch Ministerpräsident Daniel Günther erstmals auf einer Landesfeuerwehrversammlung.

Günther würdigte die Feuerwehren im Land: „Was Sie für den Zusammenhalt in Schleswig-Holstein leisten, ist unbezahlbar und unverzichtbar. Jede einzelne Feuerwehr ist wichtig. Wir brauchen jede helfende Hand, in Zukunft noch mehr als bisher. Land und Kommunen vereint der Wunsch, dass Sie gute Arbeits- und Einsatzbedingungen haben. Daher werden wir für 2019 und 2020 ein Sonderprogramm auflegen: Sechs Millionen Euro stellen wir zur Verfügung, um Gemeinden bei der Erweiterung, beim Ausbau oder Umbau von Feuerwehrhäusern unter die Arme zu greifen“, so der Ministerpräsident.

Und er warb für´s Mitmachen. „Ehrenamt macht wahnsinnig viel Spaß und am Ende profitiert maan auch persönlich davon“, sagte er. Und Landtagspräsident Klaus Schlie ergänzte, dass gerade jetzt zur Kommunalwahl auch neue Bürgermeister und Gemeindevertreter auf die Notwendigkeit udn Einsatzfähigkeit jeder Feuerwehr hingewiesen werden müssen. Das sei auch eine Aufgabe der Politik.

7132 Brände (-2629) wurden im Berichtsjahr bekämpft – darunter 622 Großbrände (-420). 21.712mal musste sogenannte Technische Hilfe, z.B. bei Verkehrsunfällen oder Unwetterla-gen geleistet werden. Das ist eine Steigerung um 2327 Einsätze und ist in erster Linie auf Unwetterlagen zurückzuführen. Die Zahl der Fehlalarme sank erneut von 6046 auf 5762. Unter „Sonstige Einsätze“ weist die Statistik 2817 Einsätze (-1916) aus.

Die vier Berufsfeuerwehren im Lande ergänzen die Statistik um 104.084 Rettungsdienst-Einsätze (+ 38.670), so dass die Gesamtzahl aller Feuerwehreinsätze im Berichtsjahr 141.507 beträgt.

„Die Einsatzzahlen spiegeln auch die Notwendigkeit eines flächendeckenden Hilfeleistungssystems mit funktionierenden Feuerwehren wieder“, so der neue Landesbrandmeister Frank Homrich, der daher an die Kommunen als Träger des Brandschutzes appellierte für aus-kömmliche Arbeits- und Ausstattungsbedingungen zu sorgen. Homrich kündigte Gespräche mit Politik und Verwaltung an, um gemeinsam alles zu unternehmen, um Feuerwehren ein-satzfähig zu halten. In der Zusammenarbeit mit den Kreis- und Stadtfeuerwehrverbänden versprach er einen offenen Dialog auf Augenhöhe. Laufende Projekte wie das verstärkte Werben und auch Halten von Mitgliedern, die Ausbildung von Konfliktlotsen und die Integra-tion von Geflüchteten müssten unvermindert weitergeführt werden, kündigte der neue Landesbrandmeister an.

Als quasi letzte Amtshandlung stellte der scheidende Landesbrandmeister Detlef Radtke einen landeseinheitlichen Feuerwehr-Dienstausweis vor, den ab sofort alle Feuerwehrangehörigen im Land auf Antrag bekommen können. Die personifizierte Plastikkarte beinhaltet auch einen Versicherungsnachweis für die Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord und die Ehrenamtskarte des Landes. Künftig sollen zudem weitere Bonusangebote für Feuerwehrangehörige geworben und in die Karte implementiert werden. Die erste symbolische Karte nahm Ministerpräsident Daniel Günther entgegen.

Gewählt wurden:

 Frank Homrich (Wedel), zum Vorsitzenden des

Landesfeuerwehrverbandes.

Matthias Schütte (Eckernförde), zum

stellv. Landesverbandsvorsitzenden

–           Christian Albertsen (Viöl), zum

stellv. Landesverbandsvorsitzenden (ab.1.1.2019)

Im Rahmen der Versammlung wurden für Ihre Verdienste um das Feuerwehrwesen geehrt:

   –        Detlef Radtke (Lübeck) Goldene Ehrennadel des Deutschen

Feuerwehrverbandes und Ehrenmitgliedschaft im Landesfeuerwehrverband

Schleswig-Holstein

–  Walter Gaul (Lübeck), Deutsches

Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold

–       Monika Radtke (Lübeck),Deutsche

Feuerwehr-Ehrenmedaille

–    Ilona Dudek (Kiel),

schleswig-holsteinischen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold

–  Jörg Taube

(Heikendorf), schleswig-holsteinisches Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold

-Andrea Witt (Tökendorf), schleswig-holsteinisches

Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber

–      Luey Hikmat (Gröde), Michel Schmidt

(Uelvesbüll), Jan-Peter Petersen (Ost-Langenhorn) Deutsches

Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze

 

 

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