OldesloeBad Oldesloe – Das war es wohl mit einem großangelegten Ideenfindungsprozess rund um das ehemalige VHS-Gebäude und -Gelände in der Bad Oldesloer Königstraße. Im aktuellen Bau- und Planungsausschuss wurde ein gemeinsamer Antrag von FBO und CDU mehrheitlich beschlossen, dass der von SPD und Grünen gewünschte Wettbewerb rund um das städtische Gelände abgesagt werden soll.

Das Hauptargument vor allem der FBO ist Geschwindigkeit. Es werden dringend Wohnungen in Bad Oldesloe benötigt und der bisher einzige offiziell interessierte Investor – der auch bereits die abgebrannte Moog-Villa und das St. Jürgenstift-Gelände erworben hatte – sei bereit diese so schnell wie möglich zu bauen.

Verpflichtet werden soll der Investor auf eine enge Abstimmung mit der Lokalpolitik und einer Beteiligung der Bürger. Wie der Investor – sollte es zum Kauf der Geländes kommen – dann aber mit Ideen wie einem kleinem Musikcafe, einer ehrenamtlichen Werkstatt und ähnlichen Wünschen der Bürger für das ehemalige VHS-Gelände umgehen wird, ist abzuwarten.

Die Stadtverwaltung rund um Bürgermeister Jörg Lembke und Bauamtsleiter Thilo Scheuber wurde in den vergangenen Wochen nicht müde zu betonen, welche Chance sich böte, für das Gelände eine kreative Lösung zu finden. Es war stets nicht ausgeschlossen worden, dass sich der interessierte Investor an einem Wettbewerb beteiligt.

Einen Zeitgewinn werde es durch die Festlegung auf diesen Investor wohl nicht geben. Denn trotzdem müsse jetzt die Bürgerbeteiligung durchgeführt werden, was ungefähr dem Zeitraum eines Wettbewerbs entspricht. Außerdem muss der Bebauungsplan geändert werden.

Hinzu könnten Probleme beim Bauantrag kommen. Denn auch wenn sich der Investor sowie FBO und CDU eine Promenade am Traveufer wünschen, kann es gut sein, dass diese aus Umweltschutzgründen nicht möglich sein wird.

Momentan wird von einer Zeitschiene von ungefähr zwei Jahren ausgegangen –  mit und ohne Wettbewerb. Vor Ende 2019 dürften also mögliche Wohnungen vermutlich nicht fertig sein.

Interessant wird auch bei dem VHS Gelände wieder die Frage nach möglichen archäologischen Grabungen werden, wenn es zu Tiefbauarbeiten am Hang kommt.

Erbost und irritiert hatten SPD und Grüne unlängst auf den Versuch des Anwalts des Investors reagiert, in politische Entscheidungsprozesse einzugreifen. Obwohl das Gelände noch nicht an den Investor verkauft war, versuchte dessen Anwalt den Politikern des Umweltausschuss ins Gewissen zu reden, was den Schutz des Ufers angeht.

Es wird sich zeigen, ob die Eile mit der FBO und CDU dem Investoren einen Gefallen tun wollen, am Ende eine genutzte oder eine vergebene Chance ist. Noch ist das Gelände allerdings auch gar nicht an den interessierten Investor verkauft und im städtischen Besitz. Es bleibt also spannend.

 

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