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Ahrensburg

Großprojekt "U1 Walddörfer": Haltestellen sind jetzt barrierefrei

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Landrat Henning Görtz, Verkehrsminister Reinhard Meyer und der Bürgermeister Michael Sarach bei der Eröffnung des Aufzugs an der Haltestelle Ahrensburg-Ost. Foto: hfr

Landrat Henning Görtz, Verkehrsminister Reinhard Meyer und der Bürgermeister Michael Sarach bei der Eröffnung des Aufzugs an der Haltestelle Ahrensburg-Ost. Foto: hfr

Ahrensburg – Symbolischer Schlusspunkt eines der größten Hochbahn-Projekte der letzten Jahrzehnte war die offizielle Inbetriebnahme der Aufzüge auf gleich drei U1-Haltestellen: Ahrensburg Ost, Ahrensburg West und Schmalenbeck.

Gemeinsam mit Verkehrsminister Reinhard Meyer, Landrat Dr. Henning Görtz, dem Bürgermeister der Stadt Ahrensburg Michael Sarach sowie Jens Heinrich und Janhinnerk Voß, Bürgervorsteher und Bürgermeister der Gemeinde Großhansdorf, konnte die Hamburger Hochbahn AG das Großprojekt „U1 Walddörfer“ erfolgreich abschließen.

Dr. Henning Görtz: „Barrierefreie Mobilität ist eine wichtige Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Deshalb ist dies ein wichtiges Projekt für den Kreis Stormarn.“

Ab sofort bieten alle diese Haltestellen auch älteren Menschen, Eltern mit Kinderwagen und Fährgästen mit Handicap einen einfachen und bequemen Zugang zur U-Bahn. Ende des Monats wird dann auch die Haltestelle Buckhorn auf Hamburger Stadtgebiet barrierefrei zu erreichen sein. Hier laufen gerade noch die letzten Arbeiten.

Verkehrsminister Reinhard Meyer dankte der Hochbahn für die konsequente Umsetzung barrierefreier Haltestellen: „Die U1 ist mit 55 Kilometern die längste U-Bahn Deutschlands, darum ist es überaus erfreulich, dass sie eine Vorreiterrolle für das Thema Barrierefreiheit übernimmt.“

Anfang April 2016 startete das Großprojekt. Um die Haltestellen barrierefrei zu gestalten, wurden neben Aufzügen auch taktile Leitsysteme für sehbehinderte Menschen eingebaut und die Bahnsteige erhöht. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten und den Anforderungen des Denkmalschutzes (alle drei Haltestellen sind als „Einfaches Kulturdenkmal“ klassifiziert“) mussten und konnten für alle Haltestellen spezifische Lösungen gefunden werden.

Die einzelnen Maßnahmen an den Haltestellen

Ahrensburg Ost: Einbau eines Aufzugs mit eigenem Aufzugturm und Verbindungs-bauwerk zum Bahnsteig. Das Haltestellengebäude erhielt im Zuge der Bauarbeiten eine Auffrischung und wurde mit elektrischen Türen ausgestattet. Die Investitionssume betrug 1,4 Millionen Euro. Gefördert wurde das Projekt durch das Land (NAH.SH GmbH), den Kreis Stormarn und die Stadt Ahrensburg. Pro Tag nutzen rund 1 500 Fahrgäste die Haltestelle.

Ahrensburg West: Einbau eines Aufzugs am Haltestellengebäude. Die Zuwegung erforderte hier eine Verlängerung des Bahnsteigs und eine Verschwenkung der Gleise. Im Zuge der Bauarbeiten wurde zudem ein neuer Fahrgastunterstand im erhöhten Bahnsteigbereich errichtet, der Fahrgäste künftig noch besser vor Wind und Wetter schützt. Die Investitionssume betrug zwei Millionen Euro. Gefördert wurde das Projekt durch das Land (NAH.SH GmbH), den Kreis Stormarn und die Stadt Ahrensburg. Die Haltestelle wird täglich von rund 3 000 Fahrgästen genutzt.

Michael Sarach: „In Ahrensburg steht das Thema Barrierefreiheit seit Jahren auf der Agenda. Dass jetzt auch die U1, eine wichtige Lebensader der Stadt, barrierefrei zugänglich ist, unterstützt uns dabei enorm.“

Schmalenbeck: Neubau von zwei Aufzügen und einer Verbindungsbrücke zwischen Haltestellengebäude und Bahnsteig. Auch hier wurde im Zuge der Bauarbeiten ein neuer Fahrgastunterstand im erhöhten Bahnsteigbereich errichtet. Das Halte-stellengebäude erhielt ebenfalls elektrische Türen. Die Investitionssume betrug 2,4 Millionen Euro. Gefördert wurde das Projekt durch das Land (NAH.SH GmbH), den Kreis Stormarn und die Gemeinde Großhansdorf. Knapp 1 700 Fahrgäste nutzen die Haltestelle täglich.

Janhinnerk Voß: „Der barrierefreie Zugang zur Haltestelle Schmalenbeck macht das Leben für viele Menschen leichter – für mobilitätseingeschränkte Menschen ebenso wie für Senioren und Familien mit Kindern. Das ist gut.“

Im Rahmen des Großprojekts „U1 Walddörfer“ wurden seit April 2016 mehrere Projekte gebündelt und zeitgleich umgesetzt, um die Auswirkungen auf den Fahrgastbetrieb und die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten. Neben dem barrierefreien Ausbau wurden umfangreiche Gleisbauarbeiten durchgeführt und auf bestimmten Abschnitten Schwellen, Schienen und Stromschienen erneuert. Gleichzeitig wurden sieben Brücken erneuert oder instand gesetzt – darunter auch die Brücke Waldreiter Weg, die im November 2013 durch einen während eines Orkans entgleisten U-Bahn-Zuges beschädigt worden war.

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Kultur

Ahrensburg: Balladenabend in St. Johannes

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Helga und Hans Konrad Tempel, Ahrensburg, Initiatoren des ersten norddeutschen Ostermarsches 1960.
Foto: privat

Ahrensburg – „Wer reitet so spät durch Nacht und Wind“ – dies ist der Beginn des wohl bekanntesten Werkes von Johann Wolfgang von Goethe, der „Erlkönig“ (1782). Noch aus der Schulzeit hallen die weiteren Verse bei vielen Menschen im Gedächtnis nach. Magisch bezaubernd wirkt die Natur, in die Goethes Ballade den Leser entführt.

Zu einem „Balladenabend“ lädt der Förderverein St. Johannes Ahrensburg am Donnerstag, 26. Oktober. Die Fördervereinsmitglieder Helga und Konrad Tempel tragen zum wiederholten Male Gedichte in der St. Johanneskirche vor. Dazu zählen religiöse und weltliche Balladen. Die Auswahl an Erzählgedichten reicht dabei vom 18. Jahrhundert bis in die Neuzeit. Los geht es ab 19.30 Uhr in der St. Johanneskirche (Rudolf-Kinau-Straße 19).

Der Begriff „Ballade“ bezeichnet seit dem 18. Jahrhundert erzählende Gedichte, häufig mit mittelalterlich-märchenhaften, antiken oder zeitgenössischen Themen. Auch das Verhältnis von Mensch und Natur ist wie in Goethes „Erlkönig“ eine beliebte Thematik. So gab die Zeile „O, schaurig ist‘ s, übers Moor zu gehen“ der Veranstaltung ihren Titel. Es ist ein Vers aus der Ballade „Der Knabe im Moor“ (1842) von Annette von Droste-Hülshoff. Gelesen werden neben diesem Gedicht unter anderem Werke von Theodor Fontane, Heinrich Heine, Gottfried Keller, Bertolt Brecht, Erich Kästner und James Krüss.

Musikalisch untermalt wird die Veranstaltung von Heinrich Breckoff (Cello) und Olga Soltau (Klavier). Sie spielen mehrere Sätze aus den „Liedern für eine tiefere Stimme“ von Johannes Brahms (1888) sowie aus einer Beethoven-Sonate (1797). So können die Zuhörer ganz in die Welt voller Worte und Klänge eintauchen.

Helga und Konrad Tempel unterstützen seit 2012 die Initiative für den Erhalt der St. Johanneskirche. Neben ihrem intensiven zivilgesellschaftlichen Engagement für Verständigung und gewaltfreie Konfliktbearbeitung und Zivilen Friedensdienst, haben beide Anfang der 1970er-Jahre eine Bürgerinitiative zur Gewinnung von jungen Lehrern für Ahrensburgs Schulen mitbegründet. Bereits zum dritten Mal tragen sie für den Förderverein St. Johannes Erzählgedichte vor.

Aus dem Initiativkreis  St. Johannes, der sich bisher schon für den Erhalt der St. Johanneskirche unter dem Motto “St. Johannes muss bleiben” eingesetzt hatte, seit Ende 2012 bekannt geworden war, dass das Pastorat und Gemeindehaus verkauft werden sollen, hat sich im Juni 2013 ein eingetragener “Förderverein St. Johannes Ahrensburg” gegründet.

Ziel und Zweck des gemeinnützigen Vereins ist die ideelle und finanzielle Förderung des lebendigen Gemeindelebens am Zentrum St. Johannes.

Weitere Infos unter www.st-johannes-ahrensburg.de.

 

 

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Kultur

„Subervsion d´image“ in der Marstall-Galerie

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Grünfelder im Marstall
Foto: SL

Ahrensburg – Vom 22. Oktober bis 26. November 2017 präsentiert der Hamburger Künstler und Filmemacher Romeo Grünfelder (*1968) in der Ausstellung „subversion d’image“ eine Rauminstallation mit fünf Kurzfilmen. Die Ausstellung findet in der Galerie im Marstall Ahrensburg statt. Die Filme werden hier erstmals gemeinsam gezeigt. Jeder Film stellt ein Experiment dar, das sich filmischen Bedingungen wie der Perspektive, dem Schnitt oder der Zeit widmet.

Die 16-Millimeter-Filme werden im Ausstellungsraum mittels Projektoren in einem eigens errichteten Raumaufbau abgespielt. Den Besuchern steht frei, selbst Reihenfolge und Dauer der Projektionen zu wählen.

Filmfoto aus einem der Werke.
Foto: Grünfelder/hfr

Romeo Grünfelder beschäftigt sich in seinen Werken überwiegend mit parapsychologischen Themen. In seinen Arbeiten stehen insbesondere übersinnlich anmutende Phänomene im Widerspruch zu alltäglichen Erfahrungen. Mittels kombinatorischen Verfahren werden unabhängige Elemente in neue, bisweilen irrationale Zusammenhänge gebracht. Damit offenbart sich ein neosurrealistischer Einfluss in Grünfelders Werk.

Romeo Grünfelder ist Autor, Filmemacher und Regisseur, studierte in Hamburg Musik, Medienphilosophie und Kunst und war u. a. in der Villa Aurora in Pacific Palisades Stipendiat. Von 2008 bis 2010 unterrichtete er Dramaturgie und Philosophie an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg. Seine ausgezeichneten Filme werden sowohl im Kino als auch auf Festivals und in Galerien gezeigt. Er lebt und arbeitet als Regisseur in Hamburg und Berlin. Weitere Informationen unter felderfilm.de.

Die Ausstellung wird am Sonntag, 22. Oktober 2017 um 16 Uhr in der Galerie im Marstall Ahrensburg von Landrat Dr. Henning Görtz, Vorsitzender des Stiftungsvorstandes der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn, eröffnet. Zur Einführung spricht der Hamburger Film- und Medienwissenschaftler Dr. phil. habil. Florian Mundhenke. Am 5. November 2017 um 15 Uhr findet in der Galerie ein Künstlergespräch statt. Jeden Mittwoch um 16 Uhr lädt die Galerie im Marstall Ahrensburg zudem Interessierte zu einer Führung durch die Ausstellung ein. Träger der Ausstellung ist die Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn, unterstützt von der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein sowie dem Berliner Filmverleiher Arsenal Distribution.

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Kultur

Ahrensburgs Niederdeutsche Bühne zeigt Eigeninszenierung

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Foto: Niederdeutsche Bühne Ahrensburg/hfr

Ahrensburg -„Kinner! Wenn se lütt sünd, sünd se so sööt, dat du jem opfreten muchst.Wenn se groot sünd, wünscht du di, du harrst dat daan!“ Mit diesem Stoßseufzer einer Mutter von drei erwachsenen Söhnen, beginnt die erste Eigeninszenierung der Niederdeutschen Bühne Ahrensburg in der Spielzeit 2017/2018.

 

Hans-Jochim Eggers führt in dem Stück von Lawrence Roman, niederdeutsch übersetzt von Frank Gruppe, die Regie. Zum Inhalt: Eigentlich hätte es sehr schön werden können, für Elli und Georg (Angela und Manfred Gepp), der jüngste der Söhne Robert (Jonas Weirauch) ist gerade ausgezogen. Die Eltern stehen mit einem lachenden und einem weinenden Auge am Fenster und sehen im hinterher.Endlich hat man wieder Zeit für den Partner. Ein Schäferstündchen am Kamin…, Elli plant nach Jahren mal wieder zu Malen…

Foto: Niederdeutsche Bühne AHrensburg/hfr

Während Elli und Georg gemütlich im Wohnzimmer sitzen, bricht der Tornado los.Als erstes kommt der Sohn Michael (Mario Loleit), der seinen Job verloren hat und ein absolutes  Mathe-Genie ist, ins heimische Gefilde zurück. Danach kommt Elmar (Dennis Klimek) und sucht Trost unter Mutters Flügeln, weil ihn seine Freundin verlassen hat. Zu guter Letzt platzt die Freundin Jenny( Antje Körner) vom jüngsten Sohn Robert dazu und wirbelt die Herrenriege durcheinander. Michael bringt mit seinen Biochemischen Versuchen fast das Haus zum Einsturz und Elmar betreibt Telefonterro. Elli stellt fest“ wi hebbt keen Kinner groot trocken, dat sünd Bumerangs“. Georg und Elli wanken zwischen Wut und Resignation hin und her, wo die üblichen Sätze fallen „ Ik maak jem dat heel un deel klor: Wi hebbt dat Kummando…“ Bis Elli der Kragen platzt!

Für den reibungslosen Ablauf hinter der Bühne sorgen Rita Witten (Inspizienz),Käthe Hotz (Souffleuse), Anke von Hein (Maske) und in der Technik Mathias Horsch, Andreas Köhler sowie Bühnenbau Mario Loleit und Jan Rühling.

Die Aufführungen finden am 2./3.11.2017 sowie am 10.11.2017 jeweils um 20.00 Uhr im Alfred Rust Saal (Selma –Lagerlöf-Gemeinschaftsschule), Wulfsdorfer Weg 71, 22926 Ahrensburg statt.

Die Karten kosten 7-12 Euro und sind ab dem 12.10.2017 an den Markt Theaterkassen: Große Str. 15 a, Ahrensburg, Tel. 04102/51640 und Rathausstr. 25, Bargteheide, Tel. 04532/20800 (zzgl. 10% Vorverkaufsgebühren), sowie an der Abendkasse erhältlich.

Ermäßigungen und Abomodelle bei der Niederdeutschen Bühne Ahrensburg:

Menschen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 80% erhalten gegen Nachweis 50% Ermäßigung. Sofern das Merkzeichen „B“ im Schwerbehindertenausweis vermerkt ist, erhält eine Begleitperson ebenfalls eine zu 50% ermäßigte Karte. Schüler, Studenten, Auszubildende, Bundesfreiwilligendienst- und Freiwilliges-Soziales-Jahr-Leistende (bis zum 30. Lebensjahr) erhalten gegen Vorlage ihres Ausbildungsausweises 50 % Ermäßigung auf den Karten-Einzelpreis.

Mit dem Wahlabo erhalten sie vier Gutscheine, die Sie ganz nach Belieben bei einer der noch folgenden Aufführungen einsetzten können. So können Sie viermal alleine, zweimal zu zweit oder auch einmal zu viert ins Theater gehen. Dabei sparen Sie bis zu 23% gegenüber dem Karten-Einzelpreis Bei Interesse wende Sie sich bitte an unser Kartenbüro: Hans-Jochim Eggers, Hamburger Straße 63, Ahrensburg, (04102) 82 36 29, Email: karten-nbahrensburg@web.de

Weitere Informationen, auch zu den nächsten Aufführungen, finden Sie im Internet unter www.nb-ahrensburg.de

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