Folge uns!

Ahrensburg

Betrunkener Fahrer (2,6 Promille) versucht Polizisten zu bestechen

Veröffentlicht

am

Alkoholtest der Polizei. Symbolfoto: Polizei Mettmann/Presseportal

Alkoholtest der Polizei. Symbolfoto: Polizei Mettmann/Presseportal

Ahrensburg – Bei der Kontrolle eines offensichtlich stark alkoholisierten Fahrers bekamen die Beamten des Polizeirevier Ahrensburg ein unmoralisches Angebot: Für 1600 Euro sollten die Polizisten beide Augen zudrücken…

Am Sonntag wurde der Polizei gemeldet, dass ein Zeuge einen offensichtlich angetrunkenen Autofahrer in der Dorfstraße (Ammersbek) angehalten habe.

Vor Ort trafen die Beamten des Polizeirevier Ahrensburg auf den 24 Jahre alten Zeugen aus Hamburg, der berichtete, dass ein Pkw Daimler-Benz in Schlangenlinien die Dorfstraßen in Richtung Hoisbüttel befahren hatte. Daraufhin gelang dem Zeugen das Fahrzeug durch Handzeichen anzuhalten.

Beim 42 Jahre alten Fahrer aus Ahrensburg wurde durch die Beamten Atemalkoholgeruch festgestellt.

Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,60 Promille. Daraufhin wurde eine Blutprobe entnommen und der Führerschein beschlagnahmt.

Auf der Fahrt zum Polizeirevier versuchte der Beschuldigte die beiden Beamten zu bestehen, indem er ihnen jeweils 800 Euro anbot, falls sie ihn einfach ohne weitere Maßnahmen nach Hause fahren würden. Bargeld versuchte der Beschuldigte dabei allerdings nicht zu übergeben.

Aus der fahrt nach Hause wurde nichts: Stattdessen erwartet den Mann nun neben einem Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr auch noch eine Anzeige aufgrund versuchter Bestechung von Amtsträgern.

Weiterlesen
Kommentar schreiben

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ahrensburg

Jordsand: Sandregenpfeifer ist „Seevogel des Jahres“

Veröffentlicht

am

Sandregenpfeifer bevorzugen Brutplätze an weitgehend vegetationslosen Sand- und Kiesstränden. Foto: Sebastian Conradt

Ahrensburg – Der Verein „Jordsand zum Schutz der Seevögel und der Natur“ hat den Sandregenpfeifer zum „Seevogel des Jahres 2018“ gewählt.

Der Rückgang dieses bunten Watvogels sei dramatisch, berichtet Dr. Erika Vauk-Hentzelt, amtierende Vorsitzende des Vereins Jordsand. „In unseren Schutzgebieten an Nord- und Ostsee ist die Zahl der brütenden Sandregenpfeifer in den letzten 30 Jahren auf etwa ein Drittel eingebrochen“, so die Biologin. Auf der Insel Sylt war der kleine Vogel einst besonders zahlreich vertreten. In den 1950er und 1960er Jahren brüteten an dem vom Verein Jordsand betreuten Rantumbecken noch 60 bis 70 Paare. „Heute ist er dort verschwunden“, beklagt Vauk-Hentzelt. Auf der gesamten Insel zogen Anfang der 1970er Jahre über 600 Paare ihre Jungen auf, inzwischen ist die Zahl auf höchstens 25 gesunken. Der Sandregenpfeifer zählt im Wattenmeer zu den Brutvogelarten mit den stärksten Verlusten. An der Ostsee sieht es nicht viel besser aus: In dem Jordsand-Schutzgebiet Schleimünde konnte der Vogelwart 1979 noch 40 Nester zählen, heute findet er dort gerade noch zwei bis fünf. Aktuellen Angaben zufolge gibt es deutschlandweit etwa 1000 Brutpaare des Sandregenpfeifers, nach der Roten Liste der Brutvögel ist er hierzulande vom Aussterben bedroht.

Seinem Namen alle Ehre machend bevorzugen Sandregenpfeifer als Brutplatz frische und weitgehend vegetationslose Sandanspülungen, die es heute kaum noch gibt. Mit dem Bestreben, Inseln und Halligen sowie das Festland gegen Sturmfluten zu sichern, wird eine natürliche Küstendynamik mehr und mehr verhindert. Uferbereiche werden festgesetzt und wachsen, begünstigt durch ein menschengemachtes Überangebot an Nährstoffen, zu. Außerdem drängt ein seit Jahrzehnten zunehmender Tourismus auf die Strände, einen ebenfalls sehr wichtigen Brutplatz des Sandregenpfeifers. „Dort, wo wir im Sommer unsere Handtücher ausbreiten, liegt eigentlich der Lebensraum von Tieren“, erläutert Vauk-Hentzelt. „Deshalb schützen wir kleine Strandbereiche, etwa auf der Helgoländer Düne, wenn wir dort ein Sandregenpfeifer-Gelege feststellen.“ Diese Arbeit sei vor allem außerhalb der geschützten Gebiete wichtig. Auch zu verhindern, dass Beutegreifer wie etwa der immer häufiger werdende Fuchs über die Eier und Küken der am Boden brütenden Vögel herfällt, stelle einen wichtigen Baustein der Schutzbemühungen des Vereins Jordsand dar.

Im kommenden Jahr wollen die Seevogelschützer ein besonderes Augenmerk auf den kleinen Sandregenpfeifer richten und die Bevölkerung für den Nutzungskonflikt an den Stränden sensibilisieren. „Dabei geht es uns nicht darum, die Badegäste zu vertreiben, sondern Verständnis dafür zu wecken, dass kleinere Bereiche einem brütenden Vogelpaar vorbehalten werden müssen“, betont die Jordsand-Vorsitzende. Außerdem sei es wichtig zu prüfen, ob einzelne Küstenabschnitte der natürlichen Dynamik von Strömungen, Wind und Wellen überlassen werden können, sodass sich neue Sandaufspülungen und damit Bruthabitate entwickeln. Angesichts des auch an Nord- und Ostsee merklich steigenden Meeresspiegels ist dies dringend erforderlich.

Äußerlich fällt der knapp starengroße Sandregenpfeifer vor allem durch seinen orangefarbenen Schnabel mit schwarzer Spitze und die im Brutkleid orange leuchtenden Beine auf. Das markante schwarze Brustband brachte ihm seinen dänischen Namen „Stor Præstekrave“ ein, was Großer Priesterkragen bedeutet. Wenn sich ein Feind – oder Mensch – dem Nest nähert, trippelt der Sandregenpfeifer ein paar Meter davon und stellt sich flügellahm, um den potentiellen Angreifer zu „verleiten“. Typisch für die Regenpfeifer läuft auch der Sandregenpfeifer in einer „Start-Stopp-Technik“: Meist verharrt er für eine kurze Weile, läuft dann für eine kleine Strecke unvermittelt los und stoppt ebenso plötzlich wieder. Seine Nahrung findet er während dieser „Start-Stopp-Läufe“ visuell. Rufend lässt der Seevogel des Jahres 2018 ein weich flötendes „dü-ip“ hören. Jetzt im Herbst und Winter verweilen unsere Sandregenpfeifer von Nord- und Ostsee in ihren Winterquartieren zwischen Frankreich und Marokko. „Hoffen wir, dass sie im Frühjahr wohlbehalten wieder in unsere Schutzgebiete zurückkehren“, so Vauk-Hentzelt.

Seit über 100 Jahren hat sich der Verein Jordsand dem Schutz von Seevögeln an unseren Küsten verschrieben. Er betreut über 20 Schutzgebiete vorwiegend an Nord- und Ostsee, von Helgoland über das nordfriesische und hamburgische Wattenmeer, die Unterelbe, bis zur schleswig-holsteinischen und vorpommerschen Ostseeküste rund um Rügen. Seit fünf Jahren ernennt der Verein Jordsand einen seiner Schützlinge zum Seevogel des Jahres. Nach dem Austernfischer (2014), der Brandseeschwalbe (2015), dem Basstölpel (2016) und der Eisente (2017) wurde der Sandregenpfeifer nun zum Seevogel des kommenden Jahres bestimmt.

Weiterlesen

Ahrensburg

Ahrensburg: Frau stirbt nach Unfall im CCA-Parkhaus

Veröffentlicht

am

Symbolfoto: SL

Ahrensburg – Am 16.11.2017, gegen 15.45 Uhr, kam es in Ahrensburg, Klaus-Groth-Straße, zu einem Verkehrsunfall, in dessen Folge eine Fahrzeuginsassin verstarb.

Nach dem bisherigen Erkenntnisstand befuhr ein 90 Jahre alter Mann aus Ahrensburg mit seinem Honda Jazz in der Klaus-Groth-Straße die Zufahrt der Tiefgarage zum Einkaufzentrum CCA. Nach ersten eigenen Angaben habe er aufgrund eines körperlichen Mangels das Gaspedal unkontrollierte betätigt. Er durchbrach mit seinem Fahrzeug die Zufahrtsschranke, beschleunigte weit mehr als 20 Meter, touchierte mit der linken Fahrzeugseite eine Fahrbahnabgrenzung und fuhr nach weiteren drei Metern frontal gegen eine Betonwand.

Durch den Unfall wurde der 90-jährige Fahrer schwer verletzt. Zu seinem derzeitigen Gesundheitszustand ist nichts Neues bekannt.

Seine 87 Jahre alte Mitfahrerin, seine Ehefrau, erlitt lebensgefährliche Verletzungen und verstarb noch auf dem Weg in das Krankenhaus.

 

Weiterlesen

Familie und Freizeit

„Tasmanien-Vortrag“ im Haus der Natur

Veröffentlicht

am

Foto: Leichsenring/hfr

Ahrensburg – Am Donnerstag, den 16.11.2017 um 19.30 Uhr lädt der Verein Jordsand herzlich zum Vortrag „Tasmanien – Der grüne Smaragd Australiens“ von Gabriele und Wolf Leichsenring im Haus der Natur in Ahrensburg, Bornkampsweg 35 ein.

Der Edelsteinname macht Australiens Südinsel alle Ehre. 45% der Inselfläche stehen als National Parks unter besonderem Naturschutz. Gabriele und Wolf Leichsenring tauchen ein in die Undurchdringlichkeit des Urwaldes, native bush genannt. Zunächst bereisen sie die urwüchsige Westküste zum Mount Field National Park mit seinem bilderbuchhaften Wasserfall, den Russel Falls. Auf dem Weg dorthin bestaunen sie die kliffartigen Gebirgszüge des Cradle Mountain. In der Südspitze, der Tasman Halbinsel, begegnen sie australischer Geschichte als „Sträflingskolonie“.

In einer rasanten Zodiacfahrt blicken Gabriele und Wolf Leichsenring auf diese wilde Kliffküste auch vom Meer aus, inklusive Seelöwenkolonie und spielenden Delphinen. Die Hauptstadt Hobart wie auch andere tasmanische Städte, z. B. Launceston, werden besucht.

Zurück an die Nordküste geht es dann über den sanften Great Eastern Drive, vorbei am Feycinet National Park bis hinauf zum Low head Lighthouse.

Diese und viele andere Impressionen lassen die beiden Reisejournalisten Gabriele und Wolf Leichsenring in ihrem Reisebericht / Dia-Vortrag lebendig werden. Kommen Sie vorbei und begleiten Sie Gabriele und Wolf Leichsenring auf ihre Reise durch Tasmanien.

Noch bis einschließlich 15.02.2018 wird im Haus der Natur des Vereins Jordsand e.V. jeweils donnerstags um 19:30 Uhr zu Vorträgen rund um Natur und Naturschutz eingeladen.

 

Weiterlesen

Trending