Vogt zieht ins Atelier Foto: Polina
Vogt zieht ins Atelier
Foto: Polina

Trittau – Von Kiel nach Trittau: Constanze Vogt tritt im Mai das Kunststipendium der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn in der Wassermühle Trittau an. 1984 in Bielefeld geboren, studierte Constanze Vogt von 2007 bis 2015 an der Muthesius Kunsthochschule Kiel mit einem Studienaufenthalt an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee.

Im Jahr 2015 erhielt sie den bedeutenden Gottfried Brockmann Preis der Stadt Kiel. 2016 zeigte sie unter anderen Einzelausstellungen im Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop sowie im Zentrum für interdisziplinäre Forschung Bielefeld.

Vogt nimmt fragile, vergängliche Materialien wie Papier, Licht und Sprache zum Ausgang und Thema ihrer künstlerischen Arbeit. Es entstehen Bilder, Installationen, Objekte und Texte, die eine reduzierte, poetische Material- und Formensprache verbindet. Es sind besonders die Arbeitsprozesse, die die Künstlerin interessieren: In langen, konzentrierten Arbeitsphasen durchdringt sie die gewählten Materialien und unterzieht diese nicht selten einer Transformation.

Über ihre Pläne für die Zeit in Trittau sagt Vogt: „Ich möchte die Bedingung meiner Arbeit selbst zur Arbeit zu machen: ein Bleistift, ein Papier, eine Wand. Manchmal zeigt sich mein Bildgrund fern von seiner Trägerfunktion in seinen eigenen Möglichkeiten. Zuweilen gehen Bild und Bildgrund ineinander über oder treten in einen Dialog. In meiner Zeit in Trittau möchte ich Fragen nach dem Bild und seinem Träger, Materialität und Prozesshaftigkeit nachgehen. Mit und ohne Worte untersuche ich Möglichkeiten eines Denkens mit den Händen; zwischen und inmitten meiner Arbeiten.“

Seit 25 Jahren vergibt die Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn das Kunststipendium in der Trittauer Wassermühle jährlich an Künstler aus dem Norddeutschen Raum. Die Stiftung sieht ihre Aufgabe u.a. darin, Künstler zu fördern und ihnen eine künstlerische Weiterentwicklung zu ermöglichen.

Durch das Stipendium findet diese Förderung in besonderem Maße statt. Das Stipendium beinhaltet freies Wohnen in einer Wohnung in der Wassermühle sowie einen Arbeitsraum im angegliederten Atelierhaus. Zudem erhalten die Stipendiaten einen monatlichen Unterhaltszuschuss von 800 Euro. Zum Abschluss des Jahres findet jeweils eine Abschlussausstellung statt, zu der ein ebenfalls von der Stiftung geförderter Katalog entsteht.

TEILEN

Empfehlungen unserer Leser

KEINE KOMMENTARE

HINTERLASSE EINE ANTWORT