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Bad Oldesloe

Konzept in Planung: Oldesloer Oho-Kino soll wiedereröffnen

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Foto: Finn Fischer/SL

Foto: Finn Fischer/SL

Bad Oldesloe – Kino und Hotel Oldesloer Hof haben einen neuen Eigentümer. Teil des Deals: Der ehemalige Betreiber Heinz Wittern wird weiterhin das Programm gestalten. Ein entsprechender Pachtvertrag ist unterschrieben.

Um die neuen Eigentümer machte Nicole Göbel ein großes Geheimnis. Die Bargteheider Immobilienmaklerin hat die Immobilie im Auftrag des Insolvenzverwalters verkauft. Auch über die Höhe des Kaufpreises ist nicht bekannt. Nicht so ein ihr wichtiger Teil des Deals: Heinz Wittern. Der insolvente ehemalige Eigentümer wird der neue Pächter des Kinos. „Ich habe den Kinostandort Bad Oldesloe nie aufgegeben“, sagt Wittern. „Obwohl ich ganz unten war.“

Gemeinsam mit einem noch nicht näher definierten „Team“ möchte Wittern in wenigen Wochen ein neues Konzept vorstellen. Das Oho-Kino hatte nach einer schon länger andauernden Krise 2015 eigentlich nur für eine Pause geschlossen. Ein Problem war, dass Wittern kaum noch aktuelle Filme ins Programm bekam, während gleichzeitig auch große Blockbuster auf dem Markt Mangelware waren. Somit gingen die Besucherzahlen stetig weiter zurück.

Das Konzept sollte laut Wittern damals überarbeitet werden. Es öffnete aber seitdem nie mehr für den Publikumsbetrieb. Anfang 2016 schließlich wurde bekannt, dass Wittern Insolvenz angemeldet hatte.

Kurzzeitig hatte auch die Stadt Bad Oldesloe – die bereits zuvor Geld in die Digitalisierung des Kinos investiert hatte – Interesse daran das Kino zu kaufen, nahm dann aber von der Idee Abstand. Der bekannte Kinobetreiber Hans-Peter Jansen, der unter anderem sehr erfolgreich das „Cinema Paradiso“ in Bargteheide betreibt, hatte ebenfalls Interesse, konnte sich aber mit den Maklern nicht einigen.

Innerhalb eines Jahres gab es laut Maklerin Nicole Göbel mehr als 100 Interessenten – und zahlreiche Ideen für eine Wiederbelebung der Immobilie. Neben einigen Kinobetreibern gab es auch andere Nutzungsvorschläge: Von Flüchtlingsunterkünften über Hotels und Gastronomie bis hin zu einem Interessenten, der dort ein Bordell eröffnen wollte.

Von Anfang an wollte die Bargteheider Maklerin möglichst auch Heinz Wittern als Kinopächter unterbringen: „Das war natürlich keine Voraussetzung“, so Göbel. In erster Linie sei sie dem Auftraggeber, also dem Insolvenzverwalter, verpflichtet.

 

Bad Oldesloe

Stadtführung mit Mord: So spannend ist Oldesloer Geschichte

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Der Stadtdiener Carl Friedrich Steinfeld führt durch die Stadt. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Eine Kriminalgeschichte vor historischem Hintergrund: Bei der neuen Stadtführung „Mord an der Trave“ inszenieren die Schauspieler von Bad Oldesloe macht Theater (Badomat) einen Mord an einem Müller.

Das Theaterstück führt dabei an verschiedene Orte in der Innenstadt. „Es gibt fünf Szenen, die an unterschiedlichen Plätzen spielen“, sagt Ilona Rehme von Badomat. Dadurch unterscheide sich diese historische Stadtführung von den vorigen.

Die Gründung Oldesloes am Zusammenfluss von Trave und Beste ist dem Wasser geschuldet. Damit eröffnete sich für die sich dort ansiedelnden Menschen die Möglichkeit zum Handel und zur ökonomischen Entwicklung. Deshalb hat der Verein sich dazu entschieden das Stück an Plätzen Bad Oldesloes spielen zu lassen, die in einem Bezug zu seinen Flüssen stehen.

Rund 25 Schauspieler gehören zum Badomat-Ensemble. Foto: Fischer

Bei der Stadtführung geht es jedoch nicht nur um die Vermittlung historischer Fakten. Das Theaterstück nimmt Bezug auf viele wahre Begebenheiten aus dem 18. Jahrhundert, behält sich aber gleichzeitig viele Freiräume vor. So kommt es auch zu einem Mord, der während der Führung vom Bürgermeister aufgeklärt werden muss.

Umgebracht wurde ein Trittauer Müller, der in Bad Oldesloe eine Wassermühle betrieben hat. Durch das Aufstauen des Travewassers wurde vielen anderen Oldesloern die Lebensgrundlage genommen. „Die Trave war früher für viele Handwerksberufe sehr wichtig“, sagt Antonia Fehrenbach, die für Badomat die Krimigeschichte geschrieben hat. Das habe tatsächlich für Spannungen gesorgt. „Der Mord allerdings ist frei erfunden“, sagt Fehrenbach.

Mindestens 25 weitere Mitwirkende stellen verschiedenste Mitbürger und Berufsstände „an und auf dem Wasser“, des 18. Jahrhunderts dar. Ihr Miteinander und ihre Konflikte führen Zuschauer auf eine Zeitreise und lassen die Stadt mit völlig anderen Augen sehen.

Am 26. und 27. Mai erfahren Zuschauer durch die Schicksale facettenreicher Figuren etwas über deren Zeit – das späte 18. Jahrhundert in Bad Oldesloe.

Es sind vier Stadtfürhungen angesetzt, von denen zwei bereits ausverkauft sind. Karten und weitere Informationen gibt es unter anderem in der Stadtinfo (04531/504-199) und unter www.badomat.net

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Bad Oldesloe

Neue Datenschutz-Verordnung: Fotomarathon mit verschärften Regeln

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Menschen dürfen beim Fotomarathon nur mit Einverständniserklärung fotografiert werden. Foto: Knubbe

Bad Oldesloe – Über 50 Freizeitfotografen haben sich bereits angemeldet: Am Sonnabend, 2. Juni, veranstaltet der WIR Verein den ersten Oldesloer Fotomarathon. Durch die neue Datenschutz-Grundverordnung allerdings mit verschäften Regeln.

Am Stadtfest-Wochenende schickt der WIR Verein das erste Mal Oldesloer durch die Stadt, um interessante Momente im Bild festzuhalten. Doch weil am 25. Mai eine neue Datenschutz-Grundverordnung in Kraft tritt, passt der Verein die Regeln für den Fotowettbewerb an. 

„Gemäß der neue Regelung sind Bilder wie Daten zu behandeln“, sagt Günter Knubbe vom Vereinsvorstand, Vorstand im WIR-Verein. Es kursiere sehr viel Halbwissen und Panikmache im Netz. „Wahrscheinlich scharren schon ganze Legionen von Abmahnanwälten in den Startlöchern, um verunsicherte Menschen mit Abmahnungen zu bombardieren“, so Knubbe.

Daher hat der Verein zwei Strategien ausgearbeitet, um Problemen vorzubeugen und den Spaß am Fotomarathon nicht zu verderben.

Die Teilnehmer können komplett darauf verzichten, Menschen zu fotografieren und sich schon im Vorfeld Gedanken machen, wie alternativ schwierige Dinge wie Gefühle darstellbar sind. „Wer nicht ohne Menschen auskommen möchte, muss verbindlich von jeder Person auf dem Bild, ob kenntlich oder nicht, eine unterschriebene Erklärung beibringen“, sagt Knubbe.

Schnappschüsse von Menschen kann es daher bei diesem Wettbewerb nicht geben. Vordrucke für die Erklärungen finden die Teilnehmer in ihren Marathon-Sportbeuteln, die den Vereinigten Stadtwerken als Sponsor gestellt werden.

Ein paar Plätze für den Wettbewerb sind noch verfügbar. Anmeldungen an info@stadtmarketing-badoldesloe.de

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Bad Oldesloe

Betreuungsbedarf: Kreis Stormarn will Eltern befragen

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Bad Oldesloe – In den nächsten Tagen startet der Kreis Stormarn die aktuelle Befragung von Eltern mit Kindern unter vier Jahren. Mit dem Fragebogen möchte der Kreis die Betreuungsbedarfe der Eltern erneut erfassen.

Der Kreis hatte zuletzt 2013 die Betreuungsbedarfe ermittelt. Seither hat sich viel getan. Das Angebot bereits deutlich ausgebaut und erweitert worden.

Der Kreis befragt die Eltern nun ein zweites Mal, um die Kindertagesbetreuung im Kreis Stormarn auch künftig weiter bedarfsgerecht zu planen und zu verbessern.

Die Fragebögen treffen in den nächsten Tagen per Post bei den Eltern ein. Bei der Befragung geht es in erster Linie darum, ab wann und wie die Eltern eine Kindertagesbetreuung wünschen. Falls die Kinder bereits betreut werden, ist es für den Kreis wichtig zu wissen, ob die bereits in Anspruch genommenen Angebote zeitlich und vom Umfang her passen.

Eltern mit mehreren Kindern unter vier Jahren erhalten mehrere Fragebögen für ein jedes ihrer Kinder. Die Be­fragung ist selbstverständlich vollkommen anonym und freiwillig. Den Fragebögen liegt ein Freiumschlag für die Rücksendung bei.

Der Kreis bittet die Eltern um rege Teilnahme. Ein bedarfsgerechter Ausbau der Kindertagesbetreuung setzt schließlich voraus, die Wünsche der Eltern möglichst genau kennenzulernen.

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