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Bad Oldesloe

So entstand das Stormarner Figurentheaterstück

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Foto: Kreis Stormarn/Tanja Lütje/Hfr

Foto: Kreis Stormarn/Tanja Lütje/Hfr

Bad Oldesloe / Reinbek – Die Vorbereitungen für die Uraufführung des Figurentheaterstück ‚Wie das Licht nach Stormarn kam’, in dem die Historie des Kreises die Vorlage für eine Geschichte liefert, gehen in die letzte Phase. „Ich finde die Idee außergewöhnlich gut und habe noch von keinem anderen Kreis gehört, der seine Geschichten und Mythen in Form eines professionellen Figurentheaterstücks entwickelt hat“, erzählt Landrat Dr. Henning Görtz, der Schirmherr dieses Figurentheaterstücks ist. „Das Stück bringt das Potential mit, einprägsame Geschichten aus und über unseren Kreis zu transportieren und damit eine gewisse Identität zu stiften, für ein sonst eher theoretisches und entferntes Thema für Grundschüler“, führt Görtz aus. „Wir erreichen damit eine enorm wichtige Zielgruppe – die Kinder, denen wir somit auf eine besondere Art unseren Kreis näher bringen können. Das ist ein wirklich einmaliges Projekt zu unserem Jubiläum“, so der Landrat.

Die Macher des Stücks, seit Jahren Teilnehmer am Stormarner Figurentheater Festival, kommen aus Bremen. Dort treffen sich seit einigen Wochen Regisseur Philip Stemann, Puppenbauerin Anna Siegrot, Musikerin Gisela Fischer und Puppenspielerin Jeannette Luft. Aus der Probebühne über den Dächern der Altstadt erklingt ein Akkordeon, Stimmen ertönen, ein Wasserkocher rauscht.

Täglich proben die Künstler: Stemann, mit dem Skript auf dem Schoß, achtet auf jedes kleinste Detail des Stücks. Neben ihm sitzt die Puppenbauerin. Immer wieder springt sie auf und optimiert Abläufe und Details des Bühnenbildes: sie richtet die Hauptfigur, feinjustiert Requisiten oder baut um, wenn etwas noch nicht rund läuft. Sie sind ein professionelles, eingespieltes Team – das merkt man sofort. Die Puppenspielerin Jeannette Luft spielt routiniert weiter, probt Texte, Bewegungen und Abläufe der vielen aufklappbaren Bilder und Kulissen. Es gelingt ihr, gleichzeitig alle Rollen des Stücks zum Leben zu erwecken: die lebensgroße Puppendame Elumina Cordes, die Ururenkelin Ine, die Landratte sowie zahlreiche kurz auftauchende Nebenfiguren. Sie hat für jede Rolle eine Stimme entwickelt und schenkt den Figuren damit einen unverwechselbaren Charakter.

Die Idee für das Figurentheaterstück entstand im Kreiskulturbüro in Bad Oldesloe. Tanja Lütje, Kreiskulturreferentin, sieht im Kontext des Kreisjubiläums die einmalige Chance, um eine eigene künstlerische Produktion – ein Figurentheaterstück über den Landkreis – zu realisieren: „Dank der Arbeitsgemeinschaft ‚Stormarn kulturell stärken’ haben wir die Möglichkeit, das Kreisjubiläum für alle Generationen erlebbar zu machen und die sonst komplexe Kreisgeschichte mittels Theater auf eine Bühne zu bringen“, berichtet sie.

„Für mich lag die Form des Figurentheaters für Kinder nahe, zeigt doch unser jährliches Festival, wie gut etabliert dieses kulturelle Format ist und angenommen wird“, führt Lütje aus.

Das Stück verwebt interessante Geschehnisse, Mythen und Sagen sowie Persönlichkeiten und verbindet sie mit viel künstlerischer Freiheit zu faktenreichen, spannenden und interessanten 40 Minuten Figurentheater.

Die vorerst einzige öffentliche Aufführung des Figurentheaterstücks „Wie das Licht nach Stormarn kam“ läuft am 1. März, 18 Uhr, im Schloss Reinbek. Karten für 5 Euro sind im Vorverkauf an der KulturKasse Reinbek (Tel. 040/72750800) oder online unter figurentheater-stormarn.de erhältlich.

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Bad Oldesloe

Premiere: Bad Oldesloe bekommt seinen Weihnachtsmarkt

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Bodo Rahnenführer als Weihnachtsmann mit Engel Maylin Herrendörfer, Veranstalter Sebastian Hagen und Ilona Rehme als Frau Holle. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Wird das nun der Weihnachtsmarkt, den sich viele Oldesloer seit Jahren wünschen? Die Bilanz Ende Dezember wird es zeigen. Fakt ist, dass der Oldesloer Veranstalter Sebastian Hagen mit seinem familiären Konzept das Rennen um die Ausschreibung der Stadt gemacht hat und nun vom 2. bis 30. Dezember einen Weihnachtsmarkt in der Mühlenstraße auf die Beine stellt. Nur am 1. und 2. Weihnachtstag sollen die Buden geschlossen bleiben.

„Ich hätte ihn sogar gerne noch ein größer gemacht, aber das Veranstaltungsmanagement der Stadt möchte, dass ich erstmal klein starte. Man will wohl langsam wachsen und erstmal schauen, ob ich das kann“, so Hagen. Das dabei ein paar besondere Ideen, wie der Märchenwald im Kulturhof und ein lebendiger Adventskalender im Endeffekt nicht zugelassen wurden, ärgere ihn schon ein wenig, insgesamt sei die Vorfreude aber groß. „Ich habe dann halt etwas umgeplant, alles komprimiert und denke, dass ich einen schönen Markt vor allem für Familien auf die Beine stellen kann“, so Hagen weiter.

Mit rund 15 000 Euro geht er selbst ins finanzielle Risiko. Die Stadt kommt ihm entgegen und erlässt die Sondernutzungsgebühren. „Ansonsten muss sich das alles selbst tragen. Ich möchte keine Fördergelder beantragen. Die Gelder sollen erwirtschaftet werden durch die Standgebühren und Einnahmen“, so Hagen.

Neun Hütten wird es geben. Dabei sind sechs Food- und Getränkestände. Hinzu kommen ein Karussell, eine Schmuck- und eine Kunsthandwerksbude für „kleine Geschenkeinkäufe“. Als Rahmenprogramm tritt an mehreren Tagen Bodo Rahnenführer als Weichnachtsmann auf. Auf weitere Auftretende wurde bisher verzichte. Weihnachtsmann Rahnenführer gibt Sprechstunden (5., 12. und 19. Dezember ab 15 Uhr) oder lädt zur Bastelwerkstatt (3. und 20. Dezember ab 14.30)

Auch Weihnachtsmannparaden zum Adventsmarkt in der Stormarnhalle und zum kleinen Adventsmarkt am Mühlrade sind geplant (9. Dezember um 16 Uhr, 16. Dezember um 17 Uhr). Begleitet wird Rahnenführer von der 14-jährigen Maylin Herrndörfer, die als Engel neben ihm herschreiten wird. Zur Eröffnung feiert Ilona Rehme als „Frau Holle“ Premiere. Sie schüttelt ab 13 Uhr am 2. Dezember über der Mühlenstraße ihre Kissen aus. „Ich freue mich drauf. Ich bin erst sehr kurzfristig hinzugestoßen, als Herr Hagen mir diese Idee mitteilte und dachte, warum denn eigentlich nicht?!“, so Rehme.

Hagen hat einen Vertrag für zwei Jahre unterschrieben. „Es war nun alles sehr kurzfristig und etwas stressig zu planen. Wenn es gut läuft, kann ich mir eine Erweiterung für nächstes Jahr vorstellen“, so Hagen. „Sollte es nicht so laufen, habe ich mir eine Option in den Vertrag einbauen lassen, das sich 2018 auch aussteigen könnte“, erzählt er weiter. Insgesamt sei er aber positiv gestimmt und sehe großes Potenzial für die Veranstaltung. Livemusik sei für dieses Jahr noch nicht angedacht, solle dann aber 2018 folgen. Dann hoffe er auch auf Sponsorenunterstützung. Diese seien aktuell noch eher zurückhaltend.  „Ich schaue erstmal auf die Resonanz. Fest steht für mich, dass ich einen traditionellen Markt vor allem für Kinder und Eltern machen möchte“, legt er sich fest.

Öffnungszeiten ab 2. Dezember:  Montag bis Donnerstag 11 bis 20 Uhr, Freitag 11 bis 21 Uhr, Sonnabend 10 bis 22 Uhr, Sonntag 13 bis 19 Uhr. 25./26. 12 geschlossen.

 

 

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: Elin Bell und Fayzen kommen ins KuB

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Elin Bell kommt ins KuB.
Foto: Albert Rein und Anni Buhl

Bad Oldesloe – Lichterketten, Partybänke und mittendrin die Gartenparty-Bühne. Mit einer ganz eigenen Atmosphäre hat sich „Big City light“ im Oldesloer Kultur- und Bildungszentrum nach einem Jahr voll in der regionalen Musikszene etabliert. Die im KuB gemeinsam von der Kulturabteilung der Stadt und dem Musikerverein Klngstdt e.V. entwickelte Veranstaltungsreihe setzt auf die intime, familiäre Atmosphäre einer Gartenparty – die allerdings im Saal stattfindet – und kombiniert sie auch bei der nächsten Ausgabe am Freitag, 24. November, mit erstklassigen Singer-Songwriter-Klängen.

Zu Gast ist zum dieses Mal zum Einen die Hamburger Musikerin Elin Bell, die mit ihrer Band nach Bad Oldesloe kommt und ihre 2017er Ep „Catch my trace“ im Gepäck hat. Ihre Songs haben ihr Wurzeln zwar oft im Jazz, sind aber stets mit Zutaten aus Indie-Pop und Singer-Songwriter-Elementen angereichert. Da Bell auch mit unterschiedlichsten anderen Musikern zusammenarbeitet, sind ihre Einflüsse so unterschiedliche, wie ihre Arrangements abwechslungsreich sind. Ihre oftmals auch anspruchsvollen Kompositionen verlieren dabei aber die Zugänglichkeit und einen gewissen Ohrwurmcharakter nicht aus den Augen.

Den Oldesloern ist sie nach mehreren Auftritten in der Kreisstadt längst keine Unbekannte mehr. Unter anderem ist die junge Hamburgerin aber auch als Backgroundsängerin und Begleitmusikerin für aufstrebende Musiker aus der Region wie Magnus Landsberg, Liza und Kay oder auch Miu auf den Bühnen unterwegs.

Der zweite Musiker des Abends ist der deutsch-iranische Songschreiber Fayzen. 1983 wurde er als Farsad Zoroofchis in Hamburg geboren. Der Name Fayzen stammt noch aus seiner Zeit als Hip-Hop-MC. Seine Mix-Tapes verkaufte er damals auf den Hamburger Straßen ungefähr 20 000 Mal. Nach einigen Jahren wurde sein musikalisches Schaffen aber vielschichtiger. Gitarre und Klavier kamen hinzu. Sein eigener Stil bildete sich immer weiter heraus. Die ersten Demos der neuen Songs  landeten bei einer Plattenfirma und Fayzen erhält einen Plattenvertrag. Seitdem ist er auf kleinen und großen Bühnen im ganzen Land unterwegs.

2013 gewann Fayzen den Hamburger Musikpreis „Hans“. Seine Songs erzählen auch heute noch Geschichten, manchmal hört man noch die Wurzeln im Sprechgesang, oft sind es aber echte Songwriter-Perlen, die oft mit leicht melancholischem Einschlag versehen sind. Im musikalischen Gepäck bringt der sympathische 34-Jährige sein neues Album „Gerne allein“ mit, das beim Majorlabel Universal erschienen ist und das es kürzlich immerhin auf Platz 76 in die deutschen Alben-Charts schaffte.

Termin: Freitag, 24. November 2017, 20 Uhr

Ort: KuB – Kultur- und Bildungszentrum Bad Oldesloe, Saal, Beer-Yaacov-Weg 1, 23843 Bad Oldesloe

Ticketbestellung: 04531/504-199 oder www.kub-badoldesloe.de.

VVK: 12,50 €/ 3,50 € (erm.), AK: 11 €/ 5 € (erm.)

 

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Bad Oldesloe

Wollywood lädt zur Benefiz-Strickaktion

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Foto: Marion Kattler-Vetter/hfr

Bad Oldesloe –  Stricken und damit etwas Gutes tun: Auch in diesem Jahr führt die Bad Oldesloer Wollywood-Inhaberin Susanne Relling-Peters eine Weihnachtsaktion für die Kinder im „Drachenturm“ durch.

Der Kindertreff „Drachenturm“ für Fünf- bis Zwölfjährige in der Turmstraße 14a ist tägliche Anlaufstelle für bis zu 20 Kinder und bietet, Essen, Spielen und Hausaufgabenhilfe. Träger ist der Verein Oldesloer Tafel-EfA, der die Kindereinrichtung neben dem Mittagstisch am Kirchberg, der Tafel und EfAs Kleiderkiste seit vielen Jahren betreibt.

„Mit dieser gemeinsamen Aktion zu Weihnachten wollen wir Kindern aus sozialschwachen Familien eine Freude bereiten“, begründet Susanne Relling-Peters ihr Engagement, und bittet alle um Mithilfe: Wer mag, strickt, häkelt oder filzt Mützen, Schals, Handschuhe, Socken, Kuscheltiere – alles, was kleinen und großen Kindern Spaß macht.

Die fertigen Sachen können bis zum 18. Dezember bei Wollywood am Markt abgegeben werden und werden zu Weihnachten an die Kinder verteilt – leuchtende Augen sind garantiert.

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