Bauhofmitarbeiter montieren die Pfandringe an den Oldesloer Mülleimern. Foto: hfr
Die Bauhofmitarbeiter Roland Wenzel und Siegfried Schimrosczik montieren die Pfandringe an den Oldesloer Mülleimern. Foto: hfr

Bad Oldesloe – Eine saubere Lösung für die Sauberkeit der Stadt und für Pfandsammler: Mitarbeiter des Baubetriebshofs werden diese Woche an 20 verschiedenen Standorten im Stadtgebiet und entlang der Fußgängerzone an Mülleimern sogenannte Pfandringe montieren.

Es handelt sich hierbei um Vorrichtungen im öffentlichen Raum in denen Pfandflaschen abgestellt und von Pfandsammlern abgeholt werden können. Die 20 Standorte wurden gemeinsam mit den Projektinitiatoren des Beruflichen Gymnasiums in Bad Oldesloe festgelegt.

Im März 2015 hat eine Gruppe Schüler des Beruflichen Gymnasiums das Projekt „Pfandringe“ im Bau- und Planungsausschuss vorgestellt. Die Idee ist im Rahmen eines Dreifächerprojektes in der Oberstufe des Beruflichen Gymnasiums, Fachrichtung Wirtschaft, entstanden.

Dana Gersonde, Projektmitglied und ehemalige Schülerin des Beruflichen Gymnasiums: „Die Pfandringe sind individuell anpassbar und machen die Stadt sauberer, sicherer und sozialer. Es kommt zu weniger Glasbruch, das Verletzungsrisiko wird verringert, der Werkstoff Glas bleibt im Umlauf und die Pfandsammler gelangen leichter und sicherer an das Leergut.“

Die neuen Pfandringe an den Mülleimern in Bad Oldesloe. Foto: sl
Die neuen Pfandringe an den Mülleimern in Bad Oldesloe. Foto: sl

Bei den festgelegten Standorten der Abfallbehälter handelt es sich überwiegend nicht um städtisches Eigentum. „Hier mussten zunächst die rechtlichen Eigentumsverhältnisse geklärt, Einverständniserklärungen des Eigentümers der Abfallbehälter eingeholt und in neue Verträge eingearbeitet werden“, sagt Mandy Treetzen, Projektverantwortliche bei der Stadtverwaltung.

Berufliches Gymnasium will Projekt weiter betreuen

„Die Erfahrungen anderer Städte im Hinblick auf dieses Projekt haben wir natürlich verfolgt. Auch wenn diese nicht ausschließlich positiv ausgefallen sind – vereinzelnd sind die Ringe mit Müll vollgestopft worden – sind wir zuversichtlich und hoffen, dass dieses Projekt in Bad Oldesloe auf positive Resonanz trifft“, so Studiendirektor Tilman Sander, Lehrer für das Profilfach Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen und Controlling am Beruflichen Gymnasium. „Im Rahmen einer Feldforschung würden wir gerne weiterhin dieses Projekt begleiten und mit Hilfe standardisierter Umfragen die Resonanz untersuchen“, ergänzt Sander.

Erfinder der Idee ist der Kölner Designer Paul Ketz, mit dem auch Bad Oldesloe zusammen arbeitet. Die Ringe werden individuell als Non-Profit-Produkt hergestellt.

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