Stadt Glinde / Christina Kriegs-Schmidt
Stadt Glinde / Christina Kriegs-Schmidt

Glinde – Das Glinder Publikum ahnte größtenteils noch nicht, was nach der kurzen Ansprache von Bürgermeister Rainhard Zug beim Neujahrskonzert auf die neugierigen Anwesenden zukommen sollte:

Glindes Bürgermeister Zug, Frau und Herr Lessau, Bürgervirsteker Budde, Carolin Lessau (Tochter)
Glindes Bürgermeister Zug, Frau und Herr Lessau, Bürgervirsteker Budde, Carolin Lessau (Tochter)

Sie sollten Bekanntschaft schließen mit Carmen, Tico-Tico und der Zuckerlilly und vielen großen Hits aus der Klassik-, Jazz- und Swing-Ära. Das Publikum hat gewippt, im Walzertakt geschunkelt und begeistert mitgeklatscht.

Schon zu Beginn, als die Brass Band Berlin mit „When the Saints go marching in“ in den Saal einmarschierte, war der Funke übergesprungen.

Bestens arrangierte Stücke wurden geboten, die fast jeden im Publikum in eigenen Erinnerungen schwelgen lassen konnten.

Besonders ins Ohr gingen die Krimi-Titelmelodien von Stahlnetz bis 007´s „Goldfinger“ ,aber auch ernste Klänge von Richard Wagner bis Maurice Ravel fanden im Repertoire ihren Platz.

Der Humor der Vollblutmusiker – die alle in Diensten der großen Berliner Orchester stehen – ergab einen wahrenmusikalischen Schlagabtausch auf hohen Niveau.

Bandleader und Perkussionist Thomas Hoffmann hatte seine Mitspieler mit Trillerpfeife, Glockenschlag oder auch mal mit einem Pistolenschuss zu Höchstleistungen dirigiert und diese ließen sich nicht lange bitten. Jeder Musiker wurde mit seinem Instrument besonders herausgestellt: Da gab es u.a. den bestfrisiertesten Piccoloflötenspieler, den Posaunisten, der beim Blasen sein Instrument völlig zerlegte, und am Ende nur noch auf dem Mundstück blies, einen ungehorsamen Klarinettisten und einen Drummer mit einem virtuosen Schlagzeugsolo.

Sie alle brachten den  ausverkauften Saal schon vor der Pause zum Kochen. Das Publikum entließ die Berliner erst nach drei Zugaben und Standing Ovations.

Glindes Kulturbeauftragte Tanja Woitaschek hat ein erfahrenes Händchen bei der Auswahl der Brass Band Berlin bewiesen. Durch die finanzielle Unterstützung des Golf Gutes Glinde konnte das Ensemble nach Glinde geholt werden. „Ein besonderer Dank geht an die Familie Lessau, die sich die Show auch nicht entgehen ließ und in der Pause im Foyer des Theaters ihr Golf Gut Glinde präsentierte“, hieß es von Seiten der Stadt.

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