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Reinfeld

150 Jahre Kreis Stormarn: Reinfeld in alten Bildern

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Foto: Kreisarchiv Stormarn/Hfr

Foto: Kreisarchiv Stormarn/Hf

Reinfeld – „Erinnern Sie sich noch daran, dass 1976 ein Teil des Mühlenau-Durchlasses am Karpfenplatz einbrach? Oder an das große Hochwasser am Kalkgraben 1965?“

Sie waren noch nicht geboren, lebten noch nicht in Stormarn oder erinnern sich nicht ganz genau? Dann ist ein besonderer Vortrag vielleicht genau richtig. Wer jetzt neugierig geworden ist, sollte sich den 26. Januar 2017 vormerken. Das Kreisarchiv Stormarn zeigt in Kooperation mit der Stadt Reinfeld ab 19.30 Uhr im Audimax des Bildungszentrums, Ahrensböker Straße 51, den Bildvortrag „150 Jahre Kreis Stormarn – Reinfeld im Bild“.

Die Historikerin Dr. Karin Gröwer wird die Zuhörer mit auf eine kurzweilige und informative Bilderreise durch die Vergangenheit der Karpfenstadt nehmen. Der Eintritt ist frei.

Zum Kreisjubiläum gibt das Kreisarchiv Stormarn mit der Vortragsreihe „150 Jahre Kreis Stormarn – 15 Orte im Bild“ vom 10. Januar bis 28. Februar 2017 Einblick in seine umfangreichen Bildsammlungen. Tausende Fotos, Dias, Luftbilder und Ansichtskarten bilden das visuelle Gedächtnis des Kreises – eine wahre Fundgrube, die bislang nur in Teilen erschlossen ist. Viele Abbildungen stammen aus Nachlässen regionaler Fotojournalisten, sind Hinterlassenschaften begeisterter Hobbyfotografen oder wurden von Behördenmitarbeitern zu verschiedensten Anlässen aufgenommen.

Die teilweise noch nie gezeigten Bilder, deren Entstehung vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis ins neue Jahrtausend hinein reicht, werfen Schlaglichter auf die Entwicklung Reinfelds, entführen die Betrachter in eine heute manchmal fremd erscheinende Vergangenheit oder lassen Altvertrautes wieder lebendig werden.

Foto: Kreisarchiv Stormarn/hfr

Foto: Kreisarchiv Stormarn/hfr

Der Vortrag spannt den Bogen von Reinfeld als Luftkurort um 1900 über die aufgeräumte Bahnhofstraße in den 1950ern und den noch belebten Güterbahnhof in den 1960er Jahren bis hin zum Bau der Seniorenwohnanlage auf dem Gelände der früheren Claudius-Mühle 2010. In der Zwischenzeit entstanden neue Wohnsiedlungen, wurden Straßen vom Kopfsteinpflaster befreit, Kanalisation und Wasserleitungen gelegt, Schulen gebaut. 1962 bestaunten die Reinfelder auf dem neuen Schulhof der Matthias-Claudius-Schule bei der großen Schau der schleswig-holsteinischen Landespolizei Funkstreifen- und Radarwagen, Polizeihunde und das Spezialfahrzeug der Mordkommission. Die Kinder nutzten währenddessen ein Schlauchboot und kleine, mit Maschinengewehren bestückte Panzerwagen als willkommene Gelegenheit, um darauf herum zu klettern.

Foto: Kreisarchiv Stormarn/hfr

Foto: Kreisarchiv Stormarn/hfr

Das breit gefächerte Panorama spürt entschwundenen Orte wie dem Seepavillion im Kurpark von Carl Harz um 1900 nach oder dem alten Teichquartier am Mühlenteich, das zwischen 1975 und 1985 zur Verbreiterung der Ahrensböker Straße abgerissen wurde. Es weckt Erinnerungen an öffentliche Feierlichkeiten wie Schützen- und Feuerwehrfeste, Vogelschießen und die legendären Karpfenfeste. Begegnen Sie unvergesslichen Personen wie dem früheren Bürgermeister Richard Hingst, den beiden Reinfelder Urgesteinen Eugen Richter und Claus Sellmer oder entdecken Sie vielleicht längst vergessene Gesichter. Und werfen Sie einen Blick in die „Milchbar“ der damaligen Reinfelder Lichtspiele und ins Innere des Gasthofs „Kalkgraben“, in dem vielleicht auch Sie in den 1960er Jahren gerne gefeiert haben.

Das Programm der gesamten Vortragsreihe finden Sie unter www.kreisjubiläum.de sowie unter www.kreis-stormarn.de. Das Kreisarchiv hat einen Begleitband herausgegeben, der zu jedem Vortrag 10 interessante Bilder mit Beschreibung enthält, also 150 Bilder insgesamt.

Er ist erhältlich für 20 € über den Buchhandel oder das Kreisarchiv.

Buchhandlung Michaels (Reinfeld), Buchhandlung Stojan (Ahrensburg)              Buchhandlung Kohrs (Großhansdorf), Buchhandlung Willfang (Bad Oldesloe)       Buchhandlung Erdmann (Reinbek), Bargteheider Buchhandlung                        , Bücherkate (Glinde),  der Buchladen (Trittau)

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Reinfeld

Haushalt verabschiedet: Reinfeld plant sich gesund

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Reinfeld – Mit diesem Beschluss soll das Finanzchaos in Reinfeld ein Ende finden: Die Stadtvertreter haben die Eröffnungsbilanz für 2010 und im gleichen Zuge den Haushalt für das laufende Jahr verabschiedet.

„Es ist ein guter Tag für Reinfeld und eine große Erleichterung“, sagt Stadtvertreter Lasse Karnatz (SPD). Ohne die jetzt beschlossene Haushaltsbilanz wäre eine Genehmigung des Haushaltes aussichtslos.

Der Lokalpolitiker erneuerte in der Stadtvertretersitzung allerdings seine Kritik an der Verwaltung: Die Entwicklung sei nicht rechtzeitig korrigiert worden. „Weder von dem jetzigen noch von dem damaligen Bürgermeister“, so Karnatz.

Seit sieben Jahren hat die Stadt Reinfeld keine Eröffnungsbilanzen und endgültigen Jahresabschlüsse mehr erstellt. Der Kreis Stormarn zog in diesem Jahr die Reißleine und verweigerte der 8700-Einwohner-Stadt die Aufnahme neuer Kredite. Reinfeld konnte daraufhin keinen Haushalt beschließend und nur noch die nötigsten Ausgaben tätigen. Durch den Interimshaushalt mussten Investitionen wie die Sanierung der Matthias-Claudius-Schule, der Bau des Rettungszentrums oder die Planungen der Bahnquerungen warten.

Zurückzuführen ist das ganze Schlamassel auf die Umstellung der Haushaltsführung von Kameralistik auf das kaufmännisch orientierte Doppik. Der damalige Kämmerer der Stadt Torsten Brelle hatte sich für das neue System eingesetzt – und verstarb kurz darauf. Nachfolger Andreas Lehmann setzte die Umstellung fort, kandidierte dann 2014 als Bürgermeister, verlor und meldete sich daraufhin krank. Durch diese Vorfälle und Personalmangel wurde die Erstellung der Bilanzen immer wieder verzögert.

„Wir haben erstmals seit 2013 einem Haushalt wieder zugestimmt“, sagt Walter Engel (WIR). Seitdem hatte die Wählergemeinschaft immer wieder kritisiert, dass keine Eröffnungsbilanzen erstellt worden seien. Doch für Engel sind Eröffnungsbilanz und Haushalt nur der erste Schritt: „Die noch fehlenden Abschlüsse bis 2016 müssen genauso schnell erstellt werden.“

Die vorliegende Eröffnungsbilanz vermittelt eine durchaus positive Prognose der städtischen Finanzlage: Der Ergebnisplan prognostiziert für 2018 einen Fehlbetrag in Höhe von 464.600 Euro, in 2019 einen Fehlbetrag in Höhe von 43.600 Euro und für 2020 dann einen ausgeglichenen Haushalt. Verwaltungsmitarbeiterin Inga Burmeister: „Wie nachhaltig sich dieser prognostizierte Haushaltsausgleich tatsächlich gestalten wird, muss mit sorgfältiger Skepsis betrachtet werden.“

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Kultur

Plattdeutsche Klänge in der Matthias-Claudius Kirche

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Foto: Karen Kaufmann / hfr

Reinfeld – Am 13.Oktober, 19.30 Uhr, sind im Rahmen der „Plattdeutschen Tage“ Gerrit Hoss und sein Pianist Roman Schuler zu Gast in der Karpfenstadt.

Angefangen hat es bei Gerrit Hoss mit der Gitarre auf der Straße und einen Koffer voll Kleingeld vor sich. Immer unterwegs zwischen Westerland, Berlin und dem Süden Deutschlands. Irgendwann kamen dann die ersten Jobs auf dem Hamburger Kiez und Umgebung. Die Bühnen wurden größer und die Songwriter-Qualitäten des gebürtigen Schleswig Holsteiners nahmen mit jedem Album weiter zu.

Zeit, also auch in Reinfeld seine Fans zu besuchen. Er tritt am kommenden Freitag in der Matthias-Claudius-Kirche in Begleitung seines Pianisten Roman Schuler auf. Einlass ist um 19 Uhr, eine halbe Stunde vor Konzertbeginn.  An der Abendkasse kostet die Karte 13,-€. Veranstalter ist der Heimatbund Stormarn in Zusammenarbeit mit der Stadt Reinfeld.

In der guten Akustik der Matthias-Claudius-Kirche erleben Freunde der plattdeutschen Sprache ein originelles Konzert: Eine Reise durch ein aufregendes Leben als Musiker. Durch raue Stürme auf hoher See, mediterrane Breitengerade und Einblicke in eine Seele, die stets dem Zeitgeist auf der Spur ist. Darüber hinaus findet sich mit „Dat du mien Leevste büst“ eine ganz neue Interpretation eines alten Volksliedes, die in dieser Form einen Hauch Hendrix, Doors und spontane Improvisationen der Band miteinander vereint. Musikalisch lässt sich die Musik in keine Schublade stopfen. Neben Up Tempo-Nummern wie „Dat olle Klavier“ gibt es Songs mit Ohrwurm-Charakter, jede Menge eingängige Hooks, Songs mit etwas Dreck und sphärische Lieder wie „Ik kann dat Meer sehn“ zu hören.

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Reinfeld

Reinfeld: Baum kippt bei Fällarbeiten auf Bahngleise

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Symbolfoto: SL

Reinfeld – Zwischen Reinfeld und Lübeck ist heute Vormittag ein Baum auf die Gleise gekippt. Der Zugverkehr musste zeitweise eingestellt werden. Mittlerweile ist die Bahnstrecke wieder freigegeben.

Das Unglück ereignete sich im Bereich des Bischofsteicher Weg in Reinfeld. Bei Fällarbeiten kippte der angesägte Baum auf auf die Bahnschienen und blieb in der Oberleitung hängen. Nachdem die Feuerwehr das Hindernis beseitigte, konnte die Strecke relativ schnell wieder freigegeben werden. Zu größeren Schäden an der Oberleitung kam es offenbar nicht. Allerdings gab es durch den Vorfall Verspätungen im Bahnverkehr.

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