Wartende Kunden vor der kleinen Bäckerei in der Königsberger Straße in Bad Oldesloe   Foto: Finn Fischer/hfr

Bad Oldesloe – Tausende Berliner müssen heute wohl über die Theken der vielen Bäckereien im Kreis Stormarn gegangen sein. 
Vor einigen bildeten sich lange Schlangen, wie vor der „Kleinen Bäckerei“ in der Königsberger Straße in Bad Oldesloe. Dort hatte wohl nahezu die halbe Nachbarschaft mit Marmelade gefülltes Gebäck vorbestellt.

Die Lieferkörbe der Berliner bei der Oldesloer Famila-Junge-Filiale Foto: SL
Die Lieferkörbe der Berliner bei der Oldesloer Famila-Junge-Filiale Foto: SL

Auch in den anderen Bäckereien der Kreisstadt herrschte Großbetrieb. So ginge in der Junge-Filiale bei Famila alleine rund 7000 frische Berliner über die Theke. Hier war ein Extra-Schalter für die Vorbestellungsabholung eingerichtet worden und das Team hinter dem Tresen war auch in fast voller Personalstärke vor Ort.

Auch bei Schmidt oder Kühl in der Oldesloer Innenstadt waren die Bäcker auf Vorbestellungen und Andrang eingestellt.

Der Begriff „Berliner“ lässt sich übrigens darauf zurückführen, dass wohl ein Zuckerbäcker aus Berlin als Regimentsmitglied der preußischen Armee unter Friedrich dem Großen für die Soldaten ein Gebäck herstellte, dass auf den Namen „Berliner“ oder auch „Berliner Pfannenkuchen“ getauft wurde. Die Form soll dabei an Kanonenkugeln erinnern. Die Nachweise hierzu datieren auf die 1750er Jahre. Die Geschichte des Schmalzgebäcks an sich reicht allerdings wohl tatsächlich bis in die Antike zurück.

Der Brauch, nach dem das süße Gebäck nach Mitternacht gegessen wird, ist vor allem in Norddeutschland weit verbreitet. Doch auch in anderen Regionen und Ländern gibt es Silvester-Bräuche vom Bleigießen über rote Unterwäsche tragen (Italien), Glücksspiele veranstalten (Griechenland), 12 Weintrauben essen (Spanien), Akten schreddern (Argentinien), leichte Schläge auf den Rücken (Bulgarien) oder Linsensuppe essen (Tschechien).

 

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