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Bad Oldesloe

Mehr Plätze als Bewerber: "Wer eine Ausbildung sucht, hat auch gute Chancen"

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Christian Maack, Geschäftsführer der Handwerkskammer Lübeck, mit Sebastian Grothkopp von der IHK zu Lübeck und Dr. Heike Grote-Seifert, Chefin der Agentur für Arbeit in Bad Oldesloe. Foto: Fischer

Christian Maack, Geschäftsführer der Handwerkskammer Lübeck, mit Sebastian Grothkopp von der IHK zu Lübeck und Dr. Heike Grote-Seifert, Chefin der Agentur für Arbeit in Bad Oldesloe. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Bewerber haben im Kreis Stormarn weiterhin die Wahl. Es gibt mehr Ausbildungstellen als Lehrlinge. Das zeigt die jetzt vorgestellte Bilanz der Agentur für Arbeit in Bad Oldesloe. Bis zum 31. September waren im Kreis Stormarn lediglich 36 Ausbildungssuchende noch ohne unterschriebenen Vertrag – bei 146 vorhandenen Stellen zum gleichen Zeitpunkt. Rein rechnerisch müsste jeder Bewerber unterkommen.

In Bad Oldesloe trafen sich zu Wochenbeginn Mitglieder des regionalen Ausbildungsbündnisses, bestehend aus Vertretern der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck, der Kreishandwerkerschaft, der beruflichen Schulen und der Schulämter.

Das Ergebnis ist relativ eindeutig: „Wer einen Platz sucht, hat auch gute Chancen, einen zu finden“, sagt Heike Grote-Seifert, Chefin der Agentur für Arbeit. Der Ausbildungsmarkt bleibe aus Sicht der Jugendlichen ein Bewerbermarkt. Es gibt sogar ein größeres Angebot als im vergangenen Jahr. Und dennoch konnten nicht alle Betriebe ihre freien Stellen mit Lehrlingen besetzen. „Das liegt im wesentlichen daran, dass sich immer noch viele junge Leute zu spät kümmern oder sich auf einen bestimmten Beruf fixieren“, so Grote-Seifert. Immer wieder würden sich auch Schulabgänger auf Nachrückerplätze an beruflichen Schulen bewerben, ohne einen Plan B zu haben. „Wenn es dann mit der Schule nicht klappt, ist es oft zu spät.“

Kreisweit suchten im aktuellen Kalenderjahr 1.303 Menschen einen Ausbildungsplatz – 123 mehr als noch 2015. Dem gegenüber standen 1.475 freie Stellen.

Der „klassische Lehrling“, der direkt nach dem Haupt- oder Realschulabschluss in das Berufsleben startet, wird dabei immer seltener. „Wir stellen fest, dass die Auszubildenden tendenziell älter sind und bereits eine berufliche Schule besucht haben“, sagt Klaus Faust, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe. 33 Prozent der Ausbildungssuchenden sind über 20 Jahre alt, fast 44 Prozent der Bewerber haben bereits eine berufliche Vollzeitschule besucht. Knapp 30 Prozent hatten einen Hauptschul- und nur 1,6 Prozent überhaupt keinen Abschluss.

Bei der Berufswahl zeigen sich klare Tendenzen. Beliebt sind Ausbildungen im kaufmännischen Bereich, wie im Einzelhandel oder im Büro. Immer beliebter wird auch der Beruf des Sport- und Fitnesskaufmanns, der es in diesem Jahr erstmals unter die Top-Ten geschafft hat. Weniger Nachgefragt sind die Ausbildungsberufe Anlagenmechaniker, Fachinformatiker, Augenoptiker, Gärtner, Koch, Fachverkäufer in Bäckereien, oder in der Systemgastronomie. Hier gab es bis Ende September noch freie Stellen.

„31 Prozent der Betriebe konnten nicht alle Ausbildungsplätze besetzen“, sagt Sebastian Sebastian Grothkopp von der IHK zu Lübeck.

Besonders zu kämpfen hatten in den vergangenen Jahren handwerkliche Betriebe. Regelmäßig konnten die ausgeschriebenen Stellen nicht besetzt werden. Das bereitete zunehmend Probleme. Jetzt scheint sich der Trend langsam umzukehren. Die Kreishandwerkerschaft zählt in allen Kernbereichen ein Bewerber-Plus von 2,8 Prozent. „Die Zahlen machen Hoffnung, dass die Talsohle durchschritten ist“, sagt Christian Moock, Vorsitzender der Handwerkskammer Lübeck. Die Theorie, ob die Zuwächse auch mit den doppelten Abitur-Jahrgängen zu tun haben, lasse sich derzeit nicht bestätigen. „Ich gehe davon aus, dass die Tendenz anhält“, so Moock. Aber das lasse sich wohl erst in ein paar Jahren sagen. Auch Markus Krause, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Stormarn zeigt sich zufrieden: „Es gibt immer noch freie Ausbildungsstellen in einigen Betrieben aber gegenüber des Vorjahres konnten auch wir eine Verbesserung verzeichnen.“ 2016 wurden im Kreis Stormarn 423 Menschen in handwerklichen Betrieben in die Lehre gegangen.

Allgemein wenig nachgefragt sind immer noch duale Studiengänge, wie die Agenur für Arbeit feststellen musste. Die Bewerbungsfristen für 2017 haben bereits begonnen. Infos gibt es im Berufsinformationszentrum (BiZ) in Bad Oldesloe. Heike Grote-Seifert: „Ich empfehle allen Jugendlichen, bei der Suche mehrere Alternativen ins Auge zu fassen.“

Bad Oldesloe

Einwohnerzahl steigt, Kaufkraft sinkt: Bad Oldesloe wird ärmer

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Einzelhandel (Symbolbild). Shutterstock.com

Bad Oldesloe – Die Bevölkerung der Kreisstadt wird ärmer – statistisch gesehen. Im Gegensatz zu anderen Städten im Kreis Stormarn sinkt in Bad Oldesloe die Kaufkraft, während gleichzeitig die Einwohnerzahl steigt. Das hat Auswirkungen auf das Entwicklungspotenzial des Einzelhandels, wie eine Untersuchung der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) im Auftrag der Stadtverwaltung belegt.

Zwischen 2011 und 2016 ist die Bevölkerungszahl in Bad Oldesloe um 3,3 Prozent auf 25.096 Einwohner gestiegen. Im gleichen Zeitraum verringerte sich das Kaufkraftniveau um 0,1 Prozent. Zum Vergleich: In Bargteheide stieg die Kaufkraft um 0,7, in Ahrensburg sogar um 1,3 Prozent.

„Dass sich die Kaufkraft im Gegensatz zu anderen Städten im Kreis bei uns zurück entwickelt, ist erschütternd“, sagte Uwe Rädisch (CDU) im Bau- und Planungsausschuss. Eigentlich seien zwei bis drei Prozent Zuwachs prognostiziert worden. „Wir müssen darüber nachdenken, wo die Ursachen liegen“, so Rädisch.

Für Hendrik Holtz (Die Linke) kommen die Zahlen nicht überraschend: „Es ist eine gewisse Verarmung zu beobachten und Leute, die wenig haben, können auch wenig kaufen.“

Das  schlägt sich auch in den Ergebnissen des Gutachtens wieder. Im Bereich der Lebensmittel- und Drogeriemärkte hat Bad Oldesloe eine Grenze erreicht. Demnach könnten weitere Neuansiedlungen das bestehende Gleichgewicht zerstören und dem Einzelhandel in der Innenstadt gefährlich werden. Die GMA empfiehlt allerdings auch, ausgewählten Märkten bauliche Erweiterungen zu ermöglichen. „Der Trend geht zu breiteren Gängen und niedrigeren Regalen, wodurch der Flächenbedarf steigt“, erklärte Florian Komossa. Der GMA-Marktforscher geht davon aus, dass sowohl der Penny-Markt in der Lübecker Straße als auch die Aldi-Filiale mittelfristig Erweiterungsbedarf anmelden werden. Positiv immerhin, auch das hat die Untersuchung ergeben, 90 Prozent der Oldesloer kaufen auch in der Stadt ein.

Der Bau- und Planungsausschuss hat beschlossen, die GMA-Empfehlung in das Einzelhandelsentwicklungskonzept zu berücksichtigen und Märkten, die Bedarf anmelden, potenziell eine Erweiterung der Flächen zu ermöglichen.

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Bad Oldesloe

Kriminalität: Grüne diskutieren in Bad Oldesloe über Sicherheit

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Polizisten auf Demonstration
Archivfoto: SL

Bad Oldesloe – Aufgrund von Anschlägen im In- und Ausland in den vergangenen Jahren wird auch in Bad Oldesloe das einzige Großereignis im Jahr – der Umzug zum Kinder-Vogel-Schießen – stärker abgesichert, als früher.

Auch Lärmbelästigungen und Bedrohungen durch Jugendliche scheinen häufiger geworden zu sein. Ist aber wirklich die Kriminalitäts- und Störungen-Rate gestiegen, oder ist es eher die Sensibilität einer demografisch gewandelten Bevölkerung? Sind Elternhaus und berufliche Erzieher „lascher“ geworden – oder ist das stärkere Medienecho Schuld an einer gefühlten Verunsicherung der Bürgerinnen und Bürger?

Diese und weitere Fragen wollen die Grünen in Bad Oldesloe mit Oliver Pohl, einem fünffachen Vater, Mitglied der Grünen und Kommunikationsexperten einer großen Sicherheitsbehörde unserer Landeshauptstadt, diskutieren.

Ruhe und Sicherheit – in Oldesloe und anderswo am Freitag, 27. April, um 19:30 Uhr im Bürgerhaus, Mühlenstraße 22, Bad Oldesloe. Der Eintritt ist frei.

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Bad Oldesloe

Kinderschutz im Internet: Offener Kanal zeigt in Bad Oldesloe Filter-Apps

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Kind mit Smartphone (Symbolbild). Foto: Shutterstock.com

Bad Oldesloe – Fast 70 Prozent aller 10- bis 11-jährigen Kinder haben bereits ein Smartphone und damit Zugriff auf unzählige Apps und das Internet. Damit haben sie aber auch Zugriff auf bedenkliche Inhalte, können in Kostenfallen geraten oder sich unangenehmen Situationen ausgesetzt sehen. Für viele Eltern ist Kinderschutz im Internet und auf dem Smartphone dabei eine große Herausforderung.

Am Donnerstag, 26. April 2018 von 17 -19 Uhr können Eltern deshalb im Foyer der Stadtbibliothek in Bad Oldesloe Filter-Apps, gute Kinder-Apps und PC-Schutzsoftware auf verschiedenen Geräten ausprobieren.

Auf der Entdeckungsreise wird man begleitet von den Experten des Offenen Kanals Schleswig-Holstein und einer von der Stadtbibliothek spendierten Tasse Kaffee. Die Veranstaltung ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

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