shutterstock.com (Symbolfoto)
shutterstock.com (Symbolfoto)

Ahrensburg – Sie kommen in verschiedenen Erscheinungsformen vor und können jeden treffen: Psychische Erkrankungen sind in der modernen Gesellschaft weit verbreitet.

„Sie spiegeln wieder, wie leer und hektisch unsere Welt zu werden droht und wie fragwürdig die aktuellen Maßstäbe wie ewige Jugend und unbegrenzte Flexibilität längst geworden sind“, sagt Gwen Schulz von „Irre menschlich Hamburg e.V“. Dies ist ein trialogischer Verein, der von Psychiatrie-Erfahrenen, Angehörigen und Therapeuten gegründet wurde und getragen wird. Er organisiert Informations-, Begegnungs- und Präventionsprojekte zu allen Aspekten von seelischer Gesundheit, psychischer Erkrankung und Anderssein und wirbt für mehr Toleranz im Umgang mit anderen und Sensibilität zu sich selbst.

„Stigmatisierung wirkt wie zweite Erkrankung“

Psychisch erkrankte Menschen haben die gleichen Wünsche und Bedürfnisse wie andere auch, sehnen sich nach Anerkennung, sinnvoller Beschäftigung und nach liebevollen Begegnungen. „Gleichzeitig reagieren sie sehr empfindsam auf ihre Umwelt mit den alltäglichen Belastungen und leiden besonders stark unter den Vorurteilen in der Bevölkerung und unter sozialer Ausgrenzung“, sagt Prof. Thomay Bock, der sich ebenfalls in dem Hamburger Verein engagiert. Diese Stigmatisierung wirke wie eine zweite Erkrankung und mache therapeutische Erfolge oft wieder zunichte.

„Es ist normal, verschieden zu sein“: Am Mittwoch, 9. November, werden beide Experten um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei Ahrensburg einen Vortrag halten. Der Eintritt kostet drei Euro (unter 21 Jahren ist der Eintritt frei). Anmeldung ist nicht dringend erforderlich, erleichtert aber die Organisation (Stadtbücherei Ahrensburg 04102-77-171).

TEILEN

Empfehlungen unserer Leser

KEINE KOMMENTARE

HINTERLASSE EINE ANTWORT