Foto: Susi Knoll und Florian Jaenicke/hfr
Foto: Susi Knoll und Florian Jaenicke/hfr

Bad Oldesloe – „Mit ‚Dialogpost‘ sind Sie ganz nah an Ihrem Kunden“ – so bewirbt die Post ihr Angebot für den Versand von Broschüren, Rundschreiben und Werbeaussendungen in großen Mengen. Allerdings ist dies für kleinere Vereine und Organisationen mittlerweile ein teures Vergnügen. Denn die Mindesteinliefermenge des „Infopost“-Nachfolgers liegt nun nicht mehr bei 50 sondern bei 200 Exemplaren. Jeder dieser Briefe wird mit 28 Cent berechnet.

Für viele kleinere Vereine, Gruppierungen und Verbände bedeutet dies, dass sie jetzt deutlich mehr Geld für ihre Mitgliederpost bezahlen müssen. Ebenso sind davon auch Wohlfahrtsverbände und kleinere Sportvereine oder Hilfsorganisationen betroffen“, so der SPD-Bundestagsabgeordnete Franz Thönnes.

In der Praxis müssten die Vereine nun entweder die normale und erheblich teurere Briefpost nutzen oder für die Anzahl Briefe zahlen, die bis zur Mindestmenge fehlt. Für die Post ist es leicht verdientes Geld – für ehrenamtliche Vereine mit geringem Etat sind es aber Mittel, die an anderen Stellen dringender gebraucht werden.

Um die Arbeitsstrukturen des Ehrenamts auf kommunaler Ebene zu schützen, müssen die Mindesteinliefermengen sinken. „Wir haben in der SPD-Bundestagsfraktion darüber diskutiert und bereits Kontakt mit dem Leiter des Zentralbereichs Politik und Regulierungsmanagement bei der Deutschen Post aufgenommen, um hier Abhilfe zu schaffen“, erläutert Thönnes.

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1 Kommentar

  1. Eine Moeglichkeit ist auf Nordbrief umzusteigen. Die Verbrauchergemeinschaft Kreis Stormarn e.V. praktiziert dies seit die Post die Bedingungen geaendert hat und macht gute Erfahrungen damit. Das zeitraubende Vorsortieren und Ausfuellen des Formulars entfaellt. Die Briefe werden zum genanntenTermin abgeholt, unzustellbare Briefe werden an den Absender zurueck gegeben. Es kostet nicht mehr als vorher bei der Post.

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