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Bad Oldesloe

Von der FDP zu den Freien Wählern: Stadtverordneter Hinrich Stange wechselt ins Team FBO

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Hinrich Stange. Foto: hfr

Hinrich Stange. Foto: hfr

Bad Oldesloe – Stadtverordneter Hinrich Stange – bisher FDP – wechselt zu den Freien Wählern Bad Oldesloe (FBO). Die Liberalen sind darüber wenig begeistert.

„Durch das Anwachsen der FBO-Fraktion werden in Zukunft die Ausschussmehrheiten endlich wieder den Wählerwillen der Oldesloer Bürgerinnen und Bürger widerspiegeln“, erklärt Hinrich Stange. „Das ist mir sehr wichtig, denn SPD und Grüne haben in den letzten zwei Jahren häufig entgegen dem Ergebnis der Kommunalwahl von 2013 mit ihrer Zufallsmehrheit Beschlüsse gefasst, die nicht sachgerecht waren und in der Bevölkerung ganz offenkundig auch keine Mehrheit finden.“

Der Übertritt des bisherigen FDP-Stadtverordneten Hinrich Stange in die Fraktion der Freien Bürger Oldesloe geschieht gegen das Votum der FDP-Basis in Bad Oldesloe. Dies teilt die Vorsitzende des FDP-Bezirksverbands Nordstormarn, Julia L. Winkelmann, mit:

„Ein entsprechender interner Vorstoß Stanges wurde bereits 2015 von den Freien Demokraten mit großer Mehrheit abgelehnt. Herr Stange besitzt kein Mandat für einen Übertritt zur FBO. Er lässt damit alle Wählerinnen und Wähler im Stich, die sich bei den Kommunalwahlen 2013 bewusst für eine unabhängige liberale Stimme in der Stadtverordnetenversammlung entschieden haben.“

Winkelmann: „Prinzipiengeleitetes Handeln sieht anders aus“

Verwundert zeigt sich Winkelmann über das Verhalten der FBO: „Als der Stadtverordnete Schmidt die FBO-Fraktion verließ, sprach man von ‚Wählertäuschung‘ und forderte ihn auf, sein Mandat niederzulegen, da die Oldesloer nicht ihn, sondern seine Partei gewählt hätten. Jetzt zeigt die FBO, dass sie mit einem solchen Wechsel keine Probleme hat, wenn dieser zu ihrem eigenen Vorteil geschieht. Prinzipiengeleitetes Handeln sieht anders aus.“

Letztendlich ist der Wechsel Stanges aber auch der Schlussstrich unter einer seit längeren den Verband belastenden Diskussion über die politische inhaltliche Arbeit. „Herr Stange wird sich überlegen müssen, wie er den Vertrauensspagat zwischen Fraktionsinteressen der FBO und Parteiinteressen der FDP hinbekommen will“, resümiert die Vorsitzende und zeigt sich optimistisch, dass die FDP bis zur Kommunalwahl 2018 mit einem neuen starken Team die politischen Ereignisse der Stadt begleiten wird.

Bad Oldesloe

Stadtführungen: Historischer Rundgang durch das alte Oldesloe

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Stadtführerin Sieglinde Demiss-Voigtmann führt die Gäste zu den interessantesten Sehenswürdigkeiten von Bad Oldesloe. Foto: Stadt Bad Oldesloe

Bad Oldesloe – Von März bis Oktober werden jeden Monat am letzten Sonntag historische Stadtführungen angeboten.

In dem etwa 1,5 Stunden dauernden Rundgang werden die Teilnehmer von der Stadtführerin Sieglinde Demiss-Voigtmann an die schönsten und interessantesten Stellen der Stadt geführt.

Der öffentlich geführte historische Rundgang durch das alte Oldesloe ist der beliebteste Klassiker. Ob das historische Rathaus, der ehemalige Hafen „Bestemünde“, die Peter-Paul-Kirche oder andere Sehenswürdigkeiten: Jede Station hat eine interessante Geschichte.

Die historischen Stadtführungen sind ein Angebot der Stadt Bad Oldesloe und für die Teilnehmer kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Großer Beliebtheit erfreuen sich auch die Erlebnis- und Kostümführungen. Die Teilnehmer erleben während einer teilweise szenischen Darstellung Bad Oldesloe im Mittelalter, als die Schiffe auf der Trave noch aus Holz waren und Bad Oldesloe ein wichtiger Handelsumschlagplatz zwischen den Hansestädten war.

Diese Stadtführungen erwecken die Oldesloer Geschichte von der „Burg – Salzstadt – Kreisstadt” zum Leben. Die Kostüm- und Erlebnisführungen sind kostenpflichtig, um eine Anmeldung in der Stadtinfo wird gebeten. Alle Termine für die Stadtführungen 2018 sind online unter www.badoldesloe.de/stadtrundgang zu finden.

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Bad Oldesloe

Einwohnerzahl steigt, Kaufkraft sinkt: Bad Oldesloe wird ärmer

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Einzelhandel (Symbolbild). Shutterstock.com

Bad Oldesloe – Die Bevölkerung der Kreisstadt wird ärmer – statistisch gesehen. Im Gegensatz zu anderen Städten im Kreis Stormarn sinkt in Bad Oldesloe die Kaufkraft, während gleichzeitig die Einwohnerzahl steigt. Das hat Auswirkungen auf das Entwicklungspotenzial des Einzelhandels, wie eine Untersuchung der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) im Auftrag der Stadtverwaltung belegt.

Zwischen 2011 und 2016 ist die Bevölkerungszahl in Bad Oldesloe um 3,3 Prozent auf 25.096 Einwohner gestiegen. Im gleichen Zeitraum verringerte sich das Kaufkraftniveau um 0,1 Prozent. Zum Vergleich: In Bargteheide stieg die Kaufkraft um 0,7, in Ahrensburg sogar um 1,3 Prozent.

„Dass sich die Kaufkraft im Gegensatz zu anderen Städten im Kreis bei uns zurück entwickelt, ist erschütternd“, sagte Uwe Rädisch (CDU) im Bau- und Planungsausschuss. Eigentlich seien zwei bis drei Prozent Zuwachs prognostiziert worden. „Wir müssen darüber nachdenken, wo die Ursachen liegen“, so Rädisch.

Für Hendrik Holtz (Die Linke) kommen die Zahlen nicht überraschend: „Es ist eine gewisse Verarmung zu beobachten und Leute, die wenig haben, können auch wenig kaufen.“

Das  schlägt sich auch in den Ergebnissen des Gutachtens wieder. Im Bereich der Lebensmittel- und Drogeriemärkte hat Bad Oldesloe eine Grenze erreicht. Demnach könnten weitere Neuansiedlungen das bestehende Gleichgewicht zerstören und dem Einzelhandel in der Innenstadt gefährlich werden. Die GMA empfiehlt allerdings auch, ausgewählten Märkten bauliche Erweiterungen zu ermöglichen. „Der Trend geht zu breiteren Gängen und niedrigeren Regalen, wodurch der Flächenbedarf steigt“, erklärte Florian Komossa. Der GMA-Marktforscher geht davon aus, dass sowohl der Penny-Markt in der Lübecker Straße als auch die Aldi-Filiale mittelfristig Erweiterungsbedarf anmelden werden. Positiv immerhin, auch das hat die Untersuchung ergeben, 90 Prozent der Oldesloer kaufen auch in der Stadt ein.

Der Bau- und Planungsausschuss hat beschlossen, die GMA-Empfehlung in das Einzelhandelsentwicklungskonzept zu berücksichtigen und Märkten, die Bedarf anmelden, potenziell eine Erweiterung der Flächen zu ermöglichen.

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Bad Oldesloe

Kriminalität: Grüne diskutieren in Bad Oldesloe über Sicherheit

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Polizisten auf Demonstration
Archivfoto: SL

Bad Oldesloe – Aufgrund von Anschlägen im In- und Ausland in den vergangenen Jahren wird auch in Bad Oldesloe das einzige Großereignis im Jahr – der Umzug zum Kinder-Vogel-Schießen – stärker abgesichert, als früher.

Auch Lärmbelästigungen und Bedrohungen durch Jugendliche scheinen häufiger geworden zu sein. Ist aber wirklich die Kriminalitäts- und Störungen-Rate gestiegen, oder ist es eher die Sensibilität einer demografisch gewandelten Bevölkerung? Sind Elternhaus und berufliche Erzieher „lascher“ geworden – oder ist das stärkere Medienecho Schuld an einer gefühlten Verunsicherung der Bürgerinnen und Bürger?

Diese und weitere Fragen wollen die Grünen in Bad Oldesloe mit Oliver Pohl, einem fünffachen Vater, Mitglied der Grünen und Kommunikationsexperten einer großen Sicherheitsbehörde unserer Landeshauptstadt, diskutieren.

Ruhe und Sicherheit – in Oldesloe und anderswo am Freitag, 27. April, um 19:30 Uhr im Bürgerhaus, Mühlenstraße 22, Bad Oldesloe. Der Eintritt ist frei.

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