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Szene

Filmfest: Trouble Orchestra holt den Triple-Nussknacker

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Stormarnlive

Moderator Christian Bernardy (l.) mit

Bei der Neuauflage des „9 1/2 Minuten Filmfest“ der Oldesloer Klangstadt-Initiative triumphierten die Profi-Favoriten. Eine Band räumte dabei besonders ab. 

Das stärkste Starterfeld in der Geschichte des Filmfests war nach zwei Jahren Pause an den Start gegangen. Und auch wenn die Veranstalter von der Klangstadt-Musikinitiative sich ein paar mehr Zuschauer gewünscht hätten, wurde es ein feierlicher Abend mit rotem Teppich und Sektempfang im Oldesloer Inihaus. 

Die Moderation übernahm wie schon bei den früheren Auflagen Christian Bernardy. Bereits im Vorwege hatte eine Jury mit Mitgliedern von Klangstadt, Inihaus und Profi-Filmemachern sowie Medienwissenschaftlern die Sieger gekürt. Doch der Publikumspreis wurde direkt vor Ort bewertet und vergeben. 

Jury und Publikum waren sich offensichtlich total einig. Denn neben den „Goldenen Nussknackern“ für den „Besten Film“ und „Beste Idee“ ging auch eben dieser Publikumspreis an die Band „Trouble Orchestra“ aus Hamburg. 

Der Preis für die beste Darstellerin ging an das „Tocotronic“-Video „Warte auf mich auf dem Grund des Swimming Pools“. 

Foto: Stormarnlive Weitere Nominierte waren unter anderem Leroy, Tramper, The few remaining days of this eternal autumn und Schlagerbernd. Weil die Profikonkurrenz mit Findus, Tocotronic und Trouble Orchestra so stark war, gab es erstmalig auch einen Amateur-Preis. „Für die Teilnehmer, die eben nur 50 und nicht 50 000 Euro für ein Video ausgeben konnten“, so Bernardy. Dieser ging an die Stormarner Combo „Wakuhum“. 

Die Veranstaltung wurde von der Stadt Bad Oldesloe mit kleinen Geldpreisen für die Gewinner unterstützt. Diese überreichte die stellvertretende Bürgermeisterin Maria Herrmann. 

Auch das Stormarnlive-Video zum Klangstadt-Festival 2013 war in das Rennen gegangen, gehörte aber bei diesem Starterfeld natürlich nicht zu den Favoriten. 

Die Klangstädter hatten so viel Spaß an der Sache, dass das Filmfest auch 2016 wieder stattfinden soll. „Wir machen weiter und freuen uns schon drauf. Filme können im Prinzip ab sofort eingereicht werden“, sagte Bernardy.

Die Sieger 2015:

Bester Film: „Heiter“ – Trouble Orchestra

Beste Idee: „Heiter“ – Trouble Ochestra

Beste Darsteller/in: „Warte auf mich auf dem Grund des Swimming Pools“ – Tocotronic

Amateurpreis: Wakuhum

Publikumspreis: „Heiter“ – Trouble Orchestra 

 

 

 

 

Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: Soul und Indie Pop als Sommer-Open Air

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Big City light mit Daniel Abozen. Foto: Christopher Masch

Bad Oldesloe – Das Programm im Oldesloer Kultur- und Bildungszentrum lebt von seiner Vielfalt. Da soll auch der Bereich der Popkultur natürlich nicht zu kurz kommen. Da sind sich das Kulturbüro der Stadt rund um Inken Kautter und der Klngstdt e.V. einig.

Gemeinsam haben sie daher 2016 die mittlerweile erfolgreiche und etablierte Reihe „Big City light“ ins Leben gerufen. Am Freitag, 20. April, um 20 Uhr geht sie mit Daniel Abozen und The Girl & The Ghost in die nächste Runde. 

Spontan hat das Team entschieden, dass wegen des guten Wetters, das Konzert am Freitagabend unter freiem Himmel stattfinden wird. „Zum ersten Mal nutzen wir dafür den Hof zwischen dem historischen Rathaus und dem KuB-Saal als Veranstaltungsfläche. Darauf freue ich mich schon sehr“, so Kautter. „Dass die Bands quasi unplugged auftreten passt wunderbar zu dem so neu entstehenden Setting. Wir hoffen, dass viele Musikfans diese Möglichkeit eines wirklich familiären, intimen Mini-Open Airs genießen werden“, so der Klngstdt Vorsitzende Niemeier.

Und die findet natürlich wieder im gewohnten besonderen Ambiente statt: Lichterketten, Bierbänke, frische Getränken und dazu natürlich die passende Musik. „Es ist uns wichtig, dass wir diese Reihe in Bad Oldesloe immer weiter etablieren. Das KuB soll auch als Ort der Popkultur in der allgemeinen Wahrnehmung vorhanden sein und gestärkt werden“, so Patrick Niemeier, Vorsitzender des Klngstdt e.V.. „Konzerte sind neben den diversen Theater- und Kabarettformaten ein wichtiger Eckpfeiler für den Erfolg des KuBs, daher freuen wir uns, dass sich Big City light durchgesetzt hat“, so Niemeier weiter. „Wir kooperieren sehr gerne mit dem Klngstdt e.V. Diese Reihe hat uns von der Eröffnung des KuBs an begleitet und es macht Spaß, sie immer weiter wachsen zu sehen“, so Kautter. Dieses Mal sind Daniel Abozen und The Girl & The Ghost zu Gast.

In Abozen Songs sind die Wurzeln des Souls unüberhörbar, Marvin Gaye und Stevie Wonder haben zweifelsohne ihre tiefen akustischen Spuren hinterlassen. Aber auch sein Faible für den R&B der 90er Jahre mischt sich in den Sound des selbsternannten „Afro-Hanseate“. Der Sohn eines äthiopischen Vaters und einer deutschen Mutter hat mittlerweile bereits drei EPs veröffentlicht und so manches Kritikerlob einheimsen können. Er steht für urbane, deutschsprachige Musik mit Tiefgang und Groove.

Eher charmante Zurückhaltung umgibt hingegen die fragile, oft eher melancholische Musik des Hamburger Indie-Folk-Duos The Girl & The Ghost, die als zweite Combo des Abends mit dabei sind. Die eingängigen Songs aus akustischen und elektronischen Sounds wollen nicht aufdringlich sein und bleiben doch im Ohr der Zuhörer hängen. Das Duo, das schon mehrfach durch Deutschland und Österreich tourt, reduziert dabei seine Songs auf das Wesentliche für einen minimalistischen Indie-Folk. Die sichtbar vertraute Art auf der Bühne miteinander zu interagieren, ist nicht nur schön anzusehen, sondern lässt auch erkennen, dass die beiden Multiinstrumentalisten ihre musikalische Vision gemeinschaftlich ausformulieren.

Tickets sind für 12,50 Euro (ermäßigt 3,50 Euro) online (www.kub-badoldesloe.de) und in der Stadtinfo in Bad Oldesloe (04531/504-199) erhältlich. Kurzentschlossene können auch an der Abendkasse im KuB ab einer Stunde vor Veranstaltungsbeginn Tickets für 15,50 Euro (ermäßigt 5,50 Euro) erwerben.

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Szene

Konzert: „Ashton Lane“ live im Cuzco

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Foto: Kevin Kennedy/hfr

Bargteheide – Mit ihrer aktuellen CD tourt die schottische Band Ashton Lane gerade durch Europa und wird am Mittwoch, 18 April , um 20.30 Uhr einen Zwischenstop in Bargteheide einlegen. Der Verein Kult auf Tour e.V. konnte die Band für diesen Auftritt im Kreis Stormarn gewinnen und organisiert die Veranstaltung im Bargteheider Cuzco.

Esther O’Connor und ihre Band Ashton Lane liebten ihren ersten Besuch in Nashville, genossen einige Gigs in den Staaten und kamen danach erst so richtig in Fahrt für die Veröffentlichung ihres neuen Albums. Dafür haben sie sich ein paar Monate tief im Studio vergraben zum Schreiben und Aufnehmen von „Magic in the Air“.

Der Sound des neuen Materials ist irgendwo angesiedelt zwischen Modern Country und größten Westküsten Singer-Songwriter-Pop-Musik der 60er und 70er Jahre. Ashton Lane sind im Internet bereits erfolgreich. Erhielten sie doch fast 4 Millionen YouTube Views für ihre „Kitchen Sessions“ und das in etwas mehr als 5 Monaten.

Der Song „One Kiss Later“ wurde auch mit einer ehrenvollen Erwähnung in der Pop / Top Rubrik der Internationale Songwriter Competition (ISC) präsentiert.

Esther O’Connor ist die Sängerin der 3-köpfigen Band, die ihrem Mann und ihren Bruder umfasst. Sie schreiben alle ihre eigenen Lieder und manchmal sogar mit ihren Vater zusammen. Ihr Vater ist nämlich kein geringerer als Graeme Duffin, von der legendären 80er/90er Jahre-Band „Wet Wet Wet“. Graeme und James Duffin produzierten auch das neue Album „Magic in the Air“.

Unterstützung gab es bereits von BBC Radio 2 und einem regionalen Radiosender. Dazu erhielten Esthers bisherige Solo-Alben immer 4 und 5 Sterne-Rezensionen in nationalen und schottischen Zeitungen und auch sonst gab es reichlich positive Anerkennungen. Es verspricht also ein musikalisch spannender Konzertabend im Cuzco zu werden.

Die Karten für das Konzert kosten im Vorverkauf (Arkaden Buchhandlung Bargteheide, Tix for Gigs oder unter www.kult-konzerte.de) )10 Euro und an der Abendkasse 14 Euro.

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Bad Oldesloe

Mona Harry und Helge Albrecht begeistern im KuB

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Mona Harry und Helge Albrecht im KuB Saal
Foto: SL

Bad Oldesloe – Der Saal im Oldesloer KuB war mit rund 200 Besuchern bis auf den letzten Platz gefüllt, als die vor allem als Poetry Slammer bekannten Mona Harry und Helge Albrecht aus Kiel die Bühne betraten. Mona Harry, die selbst mal in Ahrensburg wohnte, zeigte sich genau wie Helge Albrecht – dessen Stormaner Verbindung sich bisher über den „Oldesloer Korn“ definierte – erstaunt, dass sie vor ausverkauften Rängen standen. Denn bei einer bei Facebook angelegten Veranstaltung, habe sich kaum jemand gemeldet und sie selbst waren nach eigener Aussage auch überrascht, dass es der Auftritt in Stormarns Kreisstadt nun doch eher plötzlich im Terminkalender stand. 

Helge Albrecht am Mikrophon.
Foto: SL

Während beide nochmal schnell ab- und aufklärten, wer denn alles Poetry Slams kenne und dass der Abend mit einem Poetry Slam dann auch doch nichts zu tun haben werde, zeigte sich bereits, dass die neugierigen Besucher im Saal den beiden jungen Poeten gegenüber aufgeschlossen waren. 

Während Harry vor allem Texte im für viele Slams typischen Stil und Sprachduktus irgendwo zwischen Gedicht und Hip-Hop-Rhythmusgefühl vortrug, las Albrecht eher amüsante Kurzgeschichten vor. Das ergänzte sich und sorgte für angenehme Abwechslung. Beide ernteten viel Applaus und auch der Großteil der Pointen zündete durchaus mit der entsprechenden Lachsalve aus den Reihen der Gäste. Albrecht überzeugte dabei mit seiner Beobachtungsgabe und wie er es schaffte in seinen Alltagsgeschichten auf Höhepunkte und eben Pointen hinzuarbeiten, während die auswendig vortragende Harry sprachlich kreativer mit Wörtern und Reimen spielte. 

Für Harry war es auch eine gute Gelegenheit mal wieder zu beweisen, dass sie mehr zu bieten hat, als den Youtube-Hit „Liebesgedicht an den Norden“, mit dem sie 2015 deutschlandweit in den Schlagzeilen und Feuilletons landete. Sie gehört seitdem zu den bekannteren Gesichtern und Stimmen der norrdeutschen Poetry-Slam-Szene.

Das erklärt sicherlich auch den großen Publikumsandrang im KuB-Saal. Doch den beiden Poeten gelang es, eben nicht auf vermeintlich bekannte Texte reduziert zu werden, wie es manchen Bands mit ihrem „One Hit Wonder“ ergeht. 

Ob der Sprung von der Poetry-Slammerin zur Bühnen-Poetin immer gelingen kann, lässt sich final nicht beantworten. Wer mit  Rhythmik und Sprachmelodie vieler Slams nichts anfangen kann, der wird auch diesen Abend nicht nur genossen haben. Doch für den Rest war es poetisch erstklassige Unterhaltung in Stormarns beliebtesten Kulturzentrum. Interessant ist es, dass sich immer mehr Poetry Slammer mit ihren abendfüllenden Programmen den Kollegen aus Kabarett und Comedy annähern. 

Auffällig war übrigens beim Blick in den ausverkauften Publikumsraum festzustellen, dass selbst bei so jungen Auftretenden, die aus jungen Formaten bekannt sind, die Ü50 Generation den größten Anteil der Besucher stellt. 

Homepage Mona Harry

 

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