Polizei Viersen
20 und 50 Euro Scheine werden besonders gerne gefälscht.

Vor allem falsche Fünfziger tauchen immer öfter im Zahlungsverkehr auf. Jetzt warnt das Landeskriminalamt: Die „Blüten“ sind immer schwerer zu erkennen. In nur zwei Jahren stieg die Zahl der Beschlagnahmungen um über 100 Prozent an!

Meist sind es 20- und 50-Euro-Scheine, die von Kriminellen gefälscht werden. „Beide Notenwerte sind beliebte Stückelungen, die im Zahlungsverkehr im Einzelhandel eine hohe Akzeptanz haben und nicht weiter auffallen“, erklärt Stefan Jung vom Landeskriminalamt Schleswig-Holstein. Von höherwertigen Scheinen wie 200 oder 500 Euro Noten lassen die Fälscher in der Regel die Finger.

Bei dem in letzter Zeit aufgetauchten falschen Banknoten handelt es sich keineswegs um billige Kopien, die am heimischen Drucker hergestellt wurden. Es sing in der Mehrzahl professionell hergestellte Druckfälschungen einer weit verbreiteten Serie, die ihren Ursprung in Italien hat.

Stefan Jung: „Einige Sicherheitsmerkmale, wie das Wasserzeichen, der Sicherheitsfaden und die Folienelemente, werden auf dem Falschgeld täuschend echt nachempfunden, so dass auch dem geschulten Kassenpersonal, die Fälschung nicht sofort ins Auge springt.“

Sehr oft werden Falschnoten erst viel später bei den Geldinstituten oder Sicherheitsunternehmen erkannt und angehalten.

Schwerpunkt im Hamburger Randgebiet!

Die Ermittler der Falschgelddienststelle im Landeskriminalamt, die Falschgelddelikte in Schleswig-Holstein zentral bearbeiten, erkennen deutliche Schwerpunkte im Hamburger Randgebiet.

Ende 2013 nahmen Ermittler zwei Studenten aus Flensburg fest. Diese hatten in über 80 Fällen gefälschte 20 und 50 Euro Banknoten im norddeutschen Raum, besonders in kleinen Bäckereifilialen, Discountern und Fleischereifachgeschäften in den Umlauf gebracht. Einer der beiden Täter wurde inzwischen zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt.

Neuer Trend: Falschgeld übers Internet

Ein neues Phänomen, mit dem die Ermittler konfrontiert werden, ist die Bestellung von Falschgeld über das Internet in einschlägigen Foren.

Der Leiter der Falschgelddienststelle im LKA, Rüdiger Richert, warnt: „Ich rate dringend vor diesen kriminellen Kontakten ab. Das Bestellen von Falschgeld über das Internet ist strafrechtlich betrachtet ein „Verschaffen von Falschgeld“ und wird mit einer empfindlichen Freiheitsstrafe ab einem Jahr aufwärts geahndet.“

Nächste Woche: Neuer 10-Euro-Schein

So sieht der neue 10-Euro-Schein aus. Einführung: Ende September. Foto:BundesbankIm Mai 2013 wurde eine neue Fünf-Euro-Note mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen eingeführt. In der kommenden Woche wird eine Neuauflage des 10-Euro-Scheins folgen.

Weitere Informationen zu den Sicherheitsmerkmalen der Banknoten finden Sie auf der Internetseite der Deutschen Bundesbank.

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1 Kommentar

  1. Als nächstes erfolgt der 50 Euro Schein. ICh finde es gut, dass beim Thema Sicherheit nicht gespart wird. So wird es doch immer schwieriger Blüten zu erstellen.

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